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Donnerstag, 21. Juli 2016

Mischmasch-Wirrwarr #5


Deutsch

Da ich so lange nichts ge­schrie­ben habe, kommt heu­te mal mei­ne abge­arbeite­te Themchen­liste. Heu­te tritt stark die ma­the­mati­sche Lingu­is­tik auf den Plan. Dafür gibt’s wieder ein Aus­klappmenü. Viel Spaß!












[1]Die Übersetzung Mit­strei­ter wäre daher m. E. passen­der.
[2]Auf Latein sollte man auf­pas­sen, dass man das R in chili cum ca(r)ne nicht vergisst ...
[3]Solda­ten sind mir als einzige Gruppe in den Sinn gekommen, bei der man ste­reotypi­scherweise glei­chermaßen erwartet, dass ihre Mit­glieder taumeln oder torkeln.
[4]sie­he der Soldat taumelte und der Soldat torkelte, abgeru­fen am 19. Juli 2016
[5]P(Wort|Kategorie) bedeu­tet: die Wahr­scheinlichkeit, dass das Wort (also taumeln bzw. torkeln) verwendet wird, um ei­ne gegebe­ne Kategorie (also Alkohol oder ¬ Alkohol) aus­zudrü­c­ken
[6]P(Kategorie|Wort) bedeu­tet: die Wahr­scheinlichkeit, dass ei­ne Kategorie (also Alkohol bzw. ¬ Alkohol) aus­gedrückt wurde, wenn ein be­stimmtes Wort (also taumeln oder torkeln) verwendet wurde
[7]Nach dem römi­schen Got­te des Anfangs und des En­des Ja­nus. – Da fällt mir ein, dass Ja­nus auch auf der Ab­stimmungs­liste des Spiegels für den Namen des vermu­te­ten neun­ten Plane­ten stand und sogar zwei­ter gewor­den ist. (Hier kann man sogar noch ab­stimm­ten.)
[8]klei­ne Wör­ter helfen beim Disambiguie­ren: Das sollte ich so las­sen. vs. Das sollte ich lieber las­sen.
[9]Bei irre wis­sen wir im Normalfall sofort, was gemeint ist, wenn wir uns den Äuße­rer des Sat­zes an­schauen: Ist er oder sie re­lativ alt, so ist irre vermutlich negativ gemeint; ist er oder sie re­lativ jung, so ist es vermutlich positiv gemeint. Das liegt daran, dass es im­mer ei­ne mehr oder we­ni­ger kurze Übergangs­zeit gibt, wenn Wör­ter ihre Bedeu­tung umkeh­ren, in wel­cher dann bei­de Bedeu­tun­gen ge­braucht wer­den, nur eben von ver­schiede­nen Ge­ne­rationen. Bei schlecht ist der Pro­zess be­reits abge­schlos­sen; niemand benutzt es heu­te mehr in der ur­sprüngl­i­chen Bedeu­tung schlicht, einfach, gut.
[10]Die Zwei­deutigkeit ent­steht durch die bei­den Bedeu­tun­gen der Vorsilbe un-, wel­che im Deut­schen sowohl die Negati­on (Unmensch, Unheil etc. ) als auch den Augmentativ, d. h. die Vergrößerungs­form, (Unmenge, Un­summe) bilden kann.
[11]Die Vorsilbe in- bedeu­tet im Eng­li­schen sowohl ent- als auch un-.
[12]Wer auch Para­doxa mag, sei auf­gefordert, sich mal an mei­nem Browser­spiel Seven Doors II: Para­dox zu versu­chen.
[13]Das Bei­spiel ist von hier geklaut, s. Beweis durch Currys Para­doxon. Es gibt auf die­ser Seite auch ei­nen schönen (wenn auch fal­schen) Beweis dafür, dass π = 0 ist, s. dazu Zu zei­gen: Jeder Kreis hat ei­nen Fläc­hen­inhalt von 0 un­ter Direk­ter Beweis.
[14]Auf die Idee ge­bracht hat mich ein re­lativ neues Pa­pier mit dem Ti­tel An Algorithm for Morpho­logical Segmentati­on of Es­pe­ranto Words von T. Gui­nard, in wel­chem ein Hidden-Markow-Modell genutzt wird, um die wahr­scheinlichste Segmentati­on zu be­stimmen. Da ich jedoch alle Segmentationen aus­ge­ben möch­te und mir Wahr­scheinlichkei­ten vor­erst nicht so wichtig sind, reicht auch ein end­li­cher Automat.
[15]Ein end­li­cher Automat be­steht aus Zustän­den, die durch Zu­standsübergänge mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Um die Segmentati­on ei­nen Wortes herauszufin­den, star­ten wir im Startzu­stand (0) und folgen dann den Übergän­gen, indem wir im­mer vor­ne von un­se­rem Wort etwas ab­schnei­den und dieses Stück benut­zen, um in den nächs­ten Zu­stand zu gelan­gen. Dabei erlaubt jeder Übergang nur be­stimmte Stücke. Wenn wir irgendwo nicht weiterkommen, müs­sen wir zurück und ei­nen an­de­ren Weg aus­probie­ren. Ist nichts mehr von un­se­rem Wort üb­rig, muss noch ge­prüft wer­den, ob wir uns in ei­nem Endzu­stand (doppelt ein­gekringelt) befin­den. Nur dann ist die Segmentati­on gültig. Da es für dasselbe Wort meh­re­re Zu­standsket­ten im Automa­ten ge­ben kann, kann es demzufolge auch meh­re­re Segmentationen ge­ben.
[16]Die graphi­sche Dar­stellung ist von der Seite http://hack­ingoff.com/compilers/nfa-to-dfa-conversi­on, auf wel­cher man sich sei­nen endli­chen Automa­ten auch gleich de­termi­nistisch ma­chen las­sen kann. Nur das Ein­gabe­format ist etwas nervig; aber dafür kann man sich ja selbst ei­nen Konver­ter ba­s­teln.

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