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Mittwoch, 1. Juli 2015

In Morpheus’ Armen


Deutsch

Schon wie­der ein Mo­nat rum? Zum Glücke noch ge­merkt! Hier kommt das Mo­nats­ge­dicht. Es ist noch aus mei­ner Schul­zeit, mit Phy­sik ha­be ich mitt­ler­wei­le kaum noch et­was am Hu­te. Dafür schla­fe ich aber im­mer noch recht gern mal in un­pas­sen­den Mo­men­ten ein und außer­dem ken­ne ich den einen oder an­de­ren Blo­gle­ser, der Phy­sik stu­diert. ;-)

In Mor­pheus’ Ar­men von Til­ly Dö

Für mich Mon­tag-Mor­gen-Müdchen
Ist Phy­sik so früh am Ta­ge –
Bücher le­sen, For­meln pau­ken –
Ei­ne wah­re Pla­ge.

Eh’ ich mich ver­sah, kam schon
Der Sand­mann, die­ser Wicht
Und streut’ mir ar­mem Op­fer
Die Körner ins Ge­sicht.

Im Wahne aber hatt’ ich
Von Zah­len wohl ge­nug.
Von In­duk­ti­on und Wi­der­stand
Gott Hyp­nos mich von dan­nen trug.

Ins Land der Träume bracht’ er mich,
Wo ich der Phy­sik Ge­set­ze
Mich oh­ne große Wil­lens­kraft,
Spie­lend, wi­der­set­ze.

In Mor­pheus’ Ar­men wiegt’ ich mich
Wie ein klei­nes Kind.
Ich dach­te an die Schul’ zurück,
Wo all die Ka­me­ra­den sind.

Doch das Den­ken war schon bald
Vom Traum mir um­gerühret,
Denn Hyp­nos sandt’ ein’ Suk­ku­bus,
Der mich nach Her­zens­lust verführet.

Er kam in Ju­li­as Ge­stalt
Und leg­te sei­ne Schwin­gen bar.
Und ich ver­narr­ter Ro­meo
Ver­gaß, dass er ein Dämon war.

Das Stun­denklin­geln riss mich weg,
Vom Zähl’n der Wol­ken­scha­fe,
Vom Leh­rer kriegt’ ich ei­ne Sechs,
Auf dass ich nie mehr schla­fe.

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