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Dienstag, 21. Juli 2015

Gauß und Szelepcsényi


Deutsch

Auf mei­ner Blog­liste steht schon seit eini­ger Zeit Gauß und Szelepcsényi. Lei­der habe ich kei­ne Ah­nung mehr, worüber ge­nau ich schrei­ben wollte. Gekannt ha­ben sich Carl Gauß († 1855) und Róbert Szelepcsényi (* 1966) si­cher nicht. Wobei die Folge der Geburts- und Sterbeda­ten recht unzufällig er­scheint: 1777, 1855, 1966, ... Falls Szelepcsényi diesen Zu­sammenhang auch festge­stellt hat, dann wird 2044 für ihn wahr­(schein)­lich kein schönes Jahr. Aber wa­rum sollte er diesen überhaupt fest­stel­len? Immerhin muss es ja ei­nen Grund ge­ben, dass man sich ge­rade die­se bei­den Personen an­schaut. In der Tat ver­bindet den deut­schen Ma­the­matiker und den slowaki­schen In­formatiker gar nichts bis auf zwei ziemlich ähnlich klin­gen­de An­ekdo­ten: 1. Um die Schüler zu be­schäftigen, stellte der Leh­rer sei­ner Klasse, in der sich auch der neunjähr­ige Gauß befand, die Auf­gabe, die Summe der Zah­len von 1 bis 100 aus­zurech­nen. Gauß hatte wider Erwar­ten im Nu die richtige Lösung heraus, denn er hatte mal eben die heu­te nach ihm be­nannte Gauß’sche Summen­formel ent­deckt. 2. Szelepcsényi war Student, als sein Pro­fes­sor unver­schäm­ter- (oder vor­ausahnen­der-) -weise ein bis dahin un­gelöst­es Pro­blem der In­formatik, nämlich, ob Typ-1-Spra­chen un­ter Komplement abge­schlos­sen sei­en, als normale Haus­aufgabe auf­gab. Und Szelepcsényi löste dann halt dieses Pro­blem, wor­aufhin der Satz nach ihm und ei­nem amerikani­schen Pro­fes­sor, der es zeitgleich löste, Satz von Immerman und Szelepcsényi be­nannt wurde. Und was lernen wir dar­aus? Vi­elleicht soll­ten wir einfach mal das P-NP-Pro­blem als Hausufgabe auf­ge­ben; junge Talente gibt es im­mer wieder.

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