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Dienstag, 28. April 2015

Formale Sprachen und Automaten


Deutsch

Seit der 12. Klas­se sind for­ma­le Spra­chen und Au­to­ma­ten ei­nes mei­ner Lieb­lings­the­men. Da man bei den gan­zen De­fi­ni­tio­nen leicht mal durch­ein­an­der kom­men kann, ha­be ich ei­ne Über­sicht ent­wor­fen, und möchte die­se natürlich nie­man­dem vor­ent­hal­ten.

For­ma­le Spra­chen
TypRegeln der Formerzeugenbeschreibenerkennen
0αAβ → γallgemeine Chomsky-
Grammatik
Turingmaschine
1αAβ → αγβkontextsensitive
Grammatik
nichtdeterministische
linear beschränkte
Turingmaschine
2A → γkontextfreie
Grammatik
(erweiterte)
Backus-Naur-Form
nichtdeterministischer
Kellerautomat
3A → b | bB
(rechtsregulär)
A → b | Bb
(linksregulär)
reguläre
Grammatik
regulärer Ausdruckendlicher Automat
Le­gen­de:
b ... Ter­mi­nal
I. d. R. gilt: b ≠ ε
A ... Nicht­ter­mi­nal
B ... Nicht­ter­mi­nal
α, β, γ ... Kom­bi­na­tio­nen aus Ter­mi­na­len und Nicht­ter­mi­na­len
I. d. R. gilt: γ ≠ ε


Au­to­ma­ten

Gram­ma­tik:
G = (N, Σ, R, S)

End­li­cher Au­to­mat:
M = (Z, Σ, δ, S, E)

Trans­duk­tor:
M = (Z, Σ, Γ, S, δ, E, ω)

Kel­ler­au­to­mat:
M = (Z, Σ, Γ, δ, S, #, E)

Tu­ring­ma­schi­ne:
M = (Z, Σ, Γ, δ, S, #, E)

Le­gen­de:
N ... Nicht­ter­mi­na­le
Z ... Zustände
S ... Start­sym­bol bzw. Start­zu­stand/-¨e
E ... End­zustände
Σ ... (Ein­ga­be-)Al­pha­bet
Γ ... Aus­ga­be­al­pha­bet
R ... Pro­duk­ti­ons­re­geln
δ ... Überführungs­funk­ti­on
ω ... Aus­ga­be­funk­ti­on
# ... Kel­ler­sym­bol bzw. Blank-Sym­bol

G ≙ M
N ≙ Z
R ≙ δ

Mittwoch, 22. April 2015

Avengers: Age of Ultron
 在电影院


Deutsch中文

  • Kar­te für Aven­gers: Age of Ul­tron kau­fen. ✓
  • Kar­te für Ju­ras­sic World kau­fen.
  • Kar­te für Ant-Man kau­fen.
  • Kar­te für Fan­ta­stic Four kau­fen.
  • Kar­te für Star Wars: Epi­so­de VII kau­fen.
Am Frei­tag geht’s dann end­lich in den neus­ten MCU-Film! Viel­leicht wer­de ich hin­ter­her ei­ne kur­ze Kri­tik schrei­ben ... Ich ge­he ja nicht mehr so häufig ins Ki­no wie früher, aber dann kom­men doch die­ses Jahr so vie­le Müsse raus: (end­lich!) der vierte Teil der Lieb­lings­film­rei­he mei­ner Kind­heit – hof­fent­lich ver­sau­en sie’s nicht –, noch ein Film der MCU-Rei­he, die Neu­ver­fil­mung der F4 und Star Wars 7, ob­wohl ich ei­gent­lich gar kein Star-Wars-Fan bin, aber ich mag die Mu­sik ... Warum müssen die das auch al­les auf ein Jahr le­gen?^^
Ich bin je­den­falls ge­spannt auf das wei­te­re Filmjahr 2015. Bis jetzt ha­ben mir die zwei Ki­no­fil­me Ju­pi­ter Ascen­ding und The F-Word sehr ge­fal­len.

我上个星期五去了看电影,看最新的漫威电影。我小时候看很多漫威漫画。所以我很爱看每部新电影。它系列的第十一电影,但是我觉得它比别的电影系列好了。我很喜欢这部新漫威电影,因为它们的故事比漫画的一点儿不同。电影内容邪恶的机器人(叫奥创)要销毁人类,超级英雄们(叫复仇者)得打他。所以电影的名字是《复仇者联盟2:奥创纪元》。这部好极的电影持续两个半小时。我期待下部电影。它在今年七月出版。

Sonntag, 19. April 2015

Bohnanza: Wert einer Bohne #2


Deutsch

Nach­dem ich schon ein­mal über­legt hat­te, wie man am bes­ten den Wert ei­ne Boh­ne während ei­nes Spie­les be­stimmt, bin ich nun zu ei­ner (zu­min­dest mich) zu­frie­den­stel­len­den Lösung ge­kom­men. Und zwar ge­be ich den Wert ei­ner Boh­ne in Punk­ten an. (Man könn­te auch Pro­zent neh­men, da sich die Punk­te stets zwi­schen 0 und 1 be­we­gen, aber das fände ich ir­reführend, da es sich nicht wirk­lich um ein Verhält­nis han­delt. Nichts­de­sto­trotz wer­de ich das Pro­z­ent­zei­chen ver­wen­den, um die Punk­te an­zu­ge­ben.) Die For­mel zur Be­rech­nung vor­weg:
W(t)=N(T(A(t)))/A(t)
bzw.
W(p)=N(T(A(p)))/A(p),
wo­bei t bzw. p für den ak­tu­el­len Zeit­punkt bzw. die ver­stri­che­ne Zeit in % steht. A(p)=⌈A*(1-p)⌉ ist dann die An­zahl der zu die­sem Zeit­punkt im Spie­le be­find­li­chen Boh­nen. Natürlich müss­te man die Boh­nen mitzählen (ei­ne Strich­lis­te böte sich an), dann wäre das Er­geb­nis ge­nau­er, aber das macht ja nie­mand ... Al­so ge­hen wir von ei­ner Gleich­ver­tei­lung aus.
T(N) gibt uns die An­zahl von Ta­lern, die man beim Ern­ten von N Boh­nen (der be­trach­te­ten Sor­te) erhält; N(T) lie­fert die An­zahl von Boh­nen, die man für T Ta­ler benötigt. Der Wert ei­ner Boh­nen­sor­te ist folg­lich der Quo­ti­ent aus der An­zahl der für die ma­xi­mal zu be­kom­men­den Ta­ler benötig­ten Boh­nen und der ak­tu­el­len Ge­samt­zahl der Boh­nen. Ei­ne Boh­nen­sor­te ist so­mit im­mer dann am wert­volls­ten (bei 100 Punk­ten), wenn sich im Spiel ge­nau so vie­le Boh­nen be­fin­den, dass man ei­ne Bohno­me­ter­stu­fe voll­be­kommt. Bspw. sind Feu­er­boh­nen bei den An­zah­len 3, 6, 8 und 9 (Feu­er­boh­nen­bohno­me­ter) am wert­volls­ten, an­sons­ten min­der wert und un­ter 3 gänz­lich wert­los.
Nun noch ein Bei­spiel. Was ist der Wert von Blau­en Boh­nen nach 75% der Spiel­zeit (da wohl nie­mand hell­se­hen kann, muss man die­se Zeit abschätzen und/oder sich an dem Ver­pa­ckungs­auf­druck ori­en­tie­ren)?
V(75%)=N(T(A(75%)))/A(75%)=N(T(5))/5=N(1)/5=4/5=80%
Der Wert von Blau­en Boh­nen liegt al­so bei 80 Punk­ten. Das heißt aber nicht, dass er nicht wie­der stei­gen kann. Neh­men wir an, dass je­mand vier oder fünf Blaue Boh­nen an­baut und abern­tet und dafür 1 Ta­ler be­kommt (al­so ei­ne Blaue Boh­ne aus dem Spiel nimmt), dann liegt der Wert von Blau­en Boh­nen wie­der bei 100 Punk­ten. In­tui­tiv klingt das auch rich­tig so, denn nun ist je­de ein­zel­ne Boh­ne wich­tig, um den ma­xi­ma­len Ge­winn aus die­ser Sor­te her­aus­schla­gen zu können.
Zu gu­ter Letzt ha­be ich – wie könn­te es an­ders sein? – ein Py­thon-Skript ge­schrie­ben, wel­ches den Wer­te­ver­lauf ei­ner Boh­nen­sor­te gra­phisch dar­stellt:
import math
import sys
# size of the diagramme: x = size, y = size/2
# (do not change!)
size = 50
# functions for labeling the scales
def yscale(i):
    ysc = str(abs(100/(size/2)*i-100))
    while len(ysc) < 3:
        ysc = " " + ysc
    return ysc + "-"
def xscale(j):
    xsc = "     "
    for j in range(size+1):
        if j % 5 == 0:
            xsc += "|"
        else:
            xsc += " "
    xsc += "\n     "
    for j in range(size+1):
        if j % 5 == 0:
            xs = str(100/size*j)
            while len(xs) < 5:
                xs += " "
            xsc += xs
    return xsc
# function for making the values visible in the diagramme
def conv(arr, iv):
    for i in range(len(arr)):
        s = 0
        while (arr[i]+s) % iv != 0:
            if s < 0:
                s = -s
            else:
                s = -(s+1)
        arr[i] = arr[i]+s
    return arr
# the time values
t = range(100+1)
# detecting the bean type to show
try:
    bean = sys.argv[1]
except Exception:
    bean = ""
if bean == "coffee":
    a = 24
    bm = {4:1, 7:2, 10:3, 12:4}
elif bean == "wax":
    a = 22
    bm = {4:1, 7:2, 9:3, 11:4}
elif bean == "blue":
    a = 20
    bm = {4:1, 6:2, 8:3, 10:4}
elif bean == "chili":
    a = 18
    bm = {3:1, 6:2, 8:3, 9:4}
elif bean == "stink":
    a = 16
    bm = {3:1, 5:2, 7:3, 8:4}
elif bean == "green":
    a = 14
    bm = {3:1, 5:2, 6:3, 7:4}
elif bean == "soy":
    a = 12
    bm = {2:1, 4:2, 6:3, 7:4}
elif bean == "black-eyed":
    a = 10
    bm = {2:1, 4:2, 5:3, 6:4}
elif bean == "red":
    a = 8
    bm = {2:1, 3:2, 4:3, 5:4}
elif bean == "garden":
    a = 6
    bm = {2:2, 3:3}
elif bean == "cocoa":
    a = 4
    bm = {2:2, 3:3, 4:4}
else:
    try:
        bean = bean.split(":")
        a = int(bean[0])
        bean = bean[1].split(",")
        bm = {}
        for b in bean:
            b = b.split("/")
            bm.update({int(b[0]) : int(b[1])})
    except Exception:
        print "Unaccepted parameter!"
        exit()
# the number of beans depending on the time
at = []
for k in t:
    at.append(math.ceil(a*(100-k)/100))
# the beans' values
v = []
for k in at:
    n = k
    while (not n in bm) and n > 0:
        n -= 1
    try:
        v.append(round(n/k*100))
    except ZeroDivisionError:
        v.append(0)
# setting x and y as time and value
x = conv(t, 100/size)
y = conv(v, 100/(size/2))
# getting diagramme points
def f(i,j):
    for n in range(len(x)):
        if x[n] == (100/size*j) and y[n] == abs(100/(size/2)*i-100):
            return "+"
    return " "
# drawing the diagramme
out = "\n    value in points\n\n    ^\n"
for i in range(size/2+2):
    if i < size/2+1:
        out += yscale(i) + "|"
    else:
        out += "     "
    for j in range(size+1):
        if i == size/2+1:
            out += "-"
            if j == size:
                out += ">\ttime in %"
        else:
            out += f(i,j)
    out += "\n"
out += xscale(None)
print out
Beim Auf­ru­fen des Skrip­tes in der Kom­man­do­zei­le muss ent­we­der der (eng­li­sche) Na­me der Boh­ne mit­ge­ge­ben wer­den oder der Bohno­me­ter. Für Blaue Boh­nen al­so blue oder 20:4/1,6/2,8/3,10/4.
> python bean.py blue

    value in points

    ^
100-|                       +++  +++  +++  +++
 96-|
 92-|                    +++
 88-|                         +++
 84-|                  +++         +++
 80-|                                   +++
 76-|               +++
 72-|             +++
 68-|          +++
 64-|        +++
 60-|     +++
 56-|   +++
 52-|+++
 48-|+
 44-|
 40-|
 36-|
 32-|
 28-|
 24-|
 20-|
 16-|
 12-|
  8-|
  4-|
  0-|                                        +++++++++++
     --------------------------------------------------->       time in %
     |    |    |    |    |    |    |    |    |    |    |
     0    10   20   30   40   50   60   70   80   90   100

> 
Ty­pisch für den Wer­te­ver­lauf der meis­ten Boh­nen­sor­ten ist, dass er erst bis 100 Punk­te an­steigt, bis die höchs­te Bohno­me­ter­zahl er­reicht ist. Dann geht es im Zick­zack zwi­schen 100 und we­ni­ger Punk­ten hin und her. Und schließlich fällt er nach der nied­rigs­ten Bohno­me­ter­zahl auf 0 Punk­te.

Freitag, 17. April 2015

Sprachen-als-Wolken-Modell
 Lingva nuba modelo
 Languages-as-clouds model


DeutschEsperantoEnglish

In mei­nem Kopfe ist ein Ver­an­schau­li­chungs­mo­dell für Spra­chen und de­ren Ver­mi­schung her­an­ge­reift. Nach die­sem Mo­del­le kann man sich Spra­chen (und vor al­lem auch Dia­lek­te) als Wol­ken vor­stel­len, die über dem Ver­brei­tungs­rau­me schwe­ben. Ge­nau­er ge­sagt schwebt über je­dem Spre­cher ein Wölk­chen. Das mag sich ul­kig anhören, aber man stel­le sich Fol­gen­des vor: Ein (ein­zel­ner) Bayer zieht nach Sach­sen, al­so in einen völlig an­de­ren Dialek­traum. Wenn er dort mit den Ein­hei­mi­schen re­det, nimmt die über Sach­sen schwe­ben­de Wol­ke das Wölk­chen des Bayers in sich auf – er fängt an, mehr und mehr Sächsisch zu re­den. Die­ser Pro­zess (in der Lin­guis­tik As­si­mi­la­ti­on ge­nannt) dau­ert natürlich abhängig von der Per­son ver­schie­den lang. Es kann auch pas­sie­ren, dass Men­schen im Um­feld des Bayers ei­ni­ge sprach­li­che Din­ge von ihm über­neh­men. Al­ler­dings wirkt dann auch auf je­ne Men­schen der Druck der großen Wol­ke und ih­re persönli­chen Wölk­chen wer­den sich an die große Wol­ke as­si­mi­lie­ren. (Wenn ich von ei­ner großen Wol­ke spre­che, dann mei­ne ich da­mit die Wol­ke, die aus al­len Wölk­chen der Spre­cher ei­ner Spra­che / ei­nes Dia­lek­tes be­steht.) Reist man ins eng­lisch­spra­chi­ge Aus­land, wird man fest­stel­len, wie das ei­ge­ne Eng­lisch von Tag zu Tag bes­ser wird, da man sich an die Ein­hei­mi­schen an­passt. Lebt man länger dort, so kann sich auch die ei­ge­ne Mut­ter­spra­che verändern. (Ich ha­be schon Deut­sche ge­trof­fen, die nach ei­nem über zehnjähri­gen Auf­ent­halt in den USA nicht mehr ak­zent­frei Deutsch spre­chen konn­ten. Sie hat­ten nicht nur die­sen ame­ri­ka­ni­schen Ak­zent, son­dern muss­ten auch ab und zu nach deut­schen Wörtern und Aus­drücken su­chen.) Im Zeit­al­ter der Glo­ba­li­sie­rung zie­hen ständig ein­zel­ne Wölk­chen und Wol­ken (Wölk­chen­grup­pen) hin und her. Da­durch ver­mi­schen sie sich, Be­grif­fe wer­den an an­de­ren Or­ten ent­lehnt, Ak­zen­te ent­ste­hen, Dia­lek­te lösen sich in ei­ner Stan­dard­spra­che auf usw. Die Sprach­wol­ken kann man nicht geo­gra­phisch ir­gend­wo fest­hal­ten, da je­des Wölk­chen frei­en Kon­takt zu al­len Nach­barwölk­chen hat (was z. B. den Schutz von Min­der­hei­ten­spra­chen ziem­lich er­schwert). Ei­ne Mo­men­tan­auf­nah­me der ak­tu­el­len Wet­ter­la­ge ist möglich, nicht je­doch ei­ne Wet­ter­vor­her­sa­ge für die kom­men­den Jahr­(hun­dert)e.

En mia kapo ilus­tradan mo­de­lon por ling­voj kaj ties in­ter­mikso al­kres­kis. Pre­nante ĉi tian mo­de­lon oni povas imagi ling­vojn (kaj ankaŭ pre­cipe dialek­tojn) kiel nubojn, kiaj ŝvebas su­per la dis­vastiga spaco. Pli pre­cize pa­ro­late su­per ĉiu pa­ro­lanto unu nubeto ŝvebas. Tion eble kelkiu kon­si­de­ras ko­mi­ka, sed oni imagu sek­vaĵon: Ba­varo (sola) translokiĝas al Saksio, do en ab­so­lute ali­an dialektan spa­con. Se tie li pa­lav­ras kun landa­noj, la nubo ŝvebanta su­per Saksio en mem sorbas la nubeto de la Ba­varo – li startas pa­roli sak­san pli kaj pli. Ĉi tian pro­cezo (nomita asi­milado en la ling­vistiko) certe daŭras mal­sam­longe de­pende al la per­sono. Povas ankaŭ okazi, ke ho­moj ĉirkau la Ba­varo kel­kajn lingv­ajn aĵojn trans­pre­nas de li. Sed ankaŭ al tiaj ho­moj la premo de la granda nubo in­flu­as kaj iliaj per­sonaj nubetoj asi­mi­los al la granda nubo. (Kiam mi di­ras granda nubo, tiam mi men­cias per tio la nubon, kio kon­sis­tas el ĉiaj nubetoj de la pa­ro­lan­toj de unu lingvo/dialekto.) Oni vojaĝus en la angla­lingvan eks­ter­landon, oni diag­nozus, ke la angla plibo­nigas de tago al tago, ĉar oni asi­milas al la landa­noj. Oni vivus ĉi tie pli longe, povus ŝanĝi eĉ la pro­pra pat­rina lingvo. En la erao de la tut­mondiĝo per­ma­nente pa­sas so­laj nubetoj kaj nuboj (nubetaroj) tien kaj reen. Kaŭze de tio iĝi in­ter­mik­sas, vor­toj es­tas trans­pre­nataj ĉe aliaj lokoj, ak­centoj ekes­tas, dialektoj dis­solvas en norma lingvo ktp. La lingvaj nuboj oni ne povas geo­grafie fiksi ie, ĉar ĉia nubeto havas li­be­ran kon­tak­ton kun ĉiaj naj­ba­raj nubetoj (kio ekzemple tre mal­fa­cili­gas la pro­tek­tadon de mino­ri­tataj ling­voj). Mo­menta fotado de la ku­ranta vetersitua­cio es­tas eble, sed nenia veterprog­nozo por la ve­nantaj jar­(cent)oj.

In my head an il­lus­tra­tion mod­el for lan­guages has grown up. Us­ing this mod­el, one can think about lan­guages (and es­pe­cially dia­lects) as clouds, which are hov­er­ing over the re­gion of ex­ten­sion. More pre­cisely, one cloud­let is hov­er­ing over every speak­er. This may sound funny, but ima­gine the fol­low­ing: A (single) Scots­man moves to the US, so a totally dif­fer­ent dia­lectal re­gion. Speak­ing with the loc­als there, the cloud hov­er­ing over the US ab­sorbs the Scots­man’s cloud­let—he be­gins to speak Amer­ic­an Eng­lish more and more. That pro­cess (in lin­guist­ics called as­sim­il­a­tion) cer­tainly takes a dif­fer­ent time de­pend­ing on the per­son. It is also pos­sible, that people around the Scots­man take over some verbal things from him. But after that the pres­sure of the big cloud would in­flu­ence those people, too, and there per­son­al cloud­lets would as­sim­il­ate to the big cloud. (When I say big cloud, I mean that cloud which con­sists of all of the cloud­lets of the speak­ers who speak one lan­guage/dia­lect.) When you travel in a for­eign coun­try, you will re­cog­nize that your own for­eign lan­guage skills in­crease from day to day, be­cause you will as­sim­il­ate to the for­eign­ers. In the age of glob­al­iz­a­tion single cloud­lets as same as clouds (cloud­let groups) per­man­ently are go­ing to and fro. That’s why they mix to­geth­er, words are bor­rowed, dia­lects dis­solve in a stand­ard lan­guage aso. The lan­guage clouds can­not held on at a spe­cific­ally geo­graph­ic place, be­cause every cloud­let has free con­tact to their neigh­bour cloud­lets (which for ex­ample com­plic­ates the pro­tec­tion of minor­ity lan­guages). A snap­shot of the cur­rent weath­er situ­ation is pos­sible, but no weath­er fore­cast for the com­ing (tens of) years.

Samstag, 11. April 2015

Rabohnzel-Strategien


Deutsch

Es war wie­der so­weit: Ein wei­te­rer Spie­leabend bzw. ei­ne wei­te­re Spie­le­nacht mit Fräulein B. und Herrn G. Auf der Ge­spiel­ten­lis­te ste­hen dies­mal die Kar­ten­spie­le Mo­ne­gas­sen Ramsch[1], Yu-Gi-Oh![2], Mun­ch­kin[3], Skat[4], Bohnan­za[5] und Uno[6]. In die­sem Bei­tra­ge soll es aber (wie­der ein­mal) nur um das vor­letz­te ge­hen.

Die­ser Bei­trag setzt vor­aus, dass dem Le­ser die Re­geln von Ra­bohn­zel be­kannt sind.

Während des Spiels, kris­tal­li­sier­ten sich nämlich Boh­nen­sor­ten-Mo­no­po­le der ein­zel­nen Spie­ler her­aus, wel­che al­le ei­ne ei­ge­ne Stra­te­gie ver­folg­ten. So sam­mel­ten Fräulein B. vor­wie­gend Prin­zess- und Schwert­boh­nen, Herr G. vor­wie­gend Pflück- und Weiße Boh­nen und ich vor­wie­gend Ge­mei­ne und Schwert­boh­nen. (Da Schwert­boh­nen die häufigs­te Boh­nen­sor­te im Spie­le sind, gab es kei­nen son­der­lich großen Kon­flikt zwi­schen Fräulein B. und mir.) Am En­de stand es zwi­schen Fräulein B., Herrn G. und mir 18:18:17, al­so kann man sa­gen, dass al­le Stra­te­gi­en et­wa gleich gut wa­ren.
Fräulein B. ver­such­te ge­schick­ter­wei­se, die Prin­zess- und die Schwert­boh­nen aus dem Spiel zu neh­men. Ei­ner­seits ha­ben die Prin­zess­boh­nen einen gu­ten Bohno­me­ter, an­de­rer­seits wird durch die Ver­hin­de­rung von Schwert­boh­nen auf geg­ne­ri­schen Boh­nen­fel­dern der Ta­ler­ver­lust durch einen geg­ne­ri­schen Schwert­boh­nen-An­griff eben­falls aus­ge­schlos­sen.
Da wir oh­ne Hand­kar­ten­limit spiel­ten, ge­lang­te Herr G. durch die Ef­fek­te von Pflück- und Weißen Boh­nen zu ei­ner großen Men­ge an Hand­kar­ten, mit de­nen er han­deln konn­te. Zwar hat­te er am En­de die meis­ten Kar­ten auf der Hand, aber da wir mit der Großgrund-En­de-Zu­satz­re­gel spiel­ten, konn­te er bei der fi­na­len Ern­te noch ei­ni­ges Geld her­aus­schla­gen.
Ich ver­such­te schließlich, die Stra­te­gi­en mei­ner Geg­ner ge­gen sie selbst zu ver­wen­den. Da Fräulein B. Boh­nen höher­er An­zah­len ab­ge­baut hat­te, konn­te ich mich mit dem Ge­mei­ne-Boh­nen-Ef­fekt ge­zielt ge­gen Herrn G. rich­ten; und da Fräulein B. vie­le Prin­zess­boh­nen im Ta­ler­sta­pel hat­te, ver­such­te ich es bei ihm mit Schwert­boh­nen-An­grif­fen. Wären die­se nicht so oft fehl­ge­schla­gen, hätte das Spiel mögli­cher­wei­se mit Gleich­stand ge­en­det.
Die Ge­win­ne­rin der Run­de war übri­gens Fräulein B., weil sie/es (sucht’s euch aus) durch die Zau­ber­tränke um zwei (oder drei?) Boh­nen­pfen­ni­ge vor­ne lag.

Eine Ablichtung meiner momentanen Sammlung (ohne Bohnopoli und Bohn Hansa). Es fehlen mir nun nur noch Indiana Bohnes, Vatibohn und Bohniläum.

[1]Ein aus mei­ner Hei­mat­stadt stam­men­des Spiel, wel­ches auf den ers­ten Blick nicht so wirk­lich et­was mit Mo­naco oder Skat zu tun hat.
[2]Fräulein B.s Di­no­sau­ri­er und mei­ne zu­sam­men­gewürfel­ten Krea­tu­ren gin­gen auch dies­mal jämmer­lich in Herrn G.s Gewässern un­ter.
[3]Wir kom­bi­nier­ten dies­mal Zom­bies und Ra­sen­de Rösser.
[4]Fräulein B. ist der bes­te Be­weis dafür, dass man Skat, Dop­pel­kopf und Of­fi­zier­ss­kat (trotz anfäng­li­chem Wi­der­wil­len) bin­nen zwei­er Ta­ge er­ler­nen kann.
[5]Es wur­den je ei­ne Run­de Sis­si! Die Boh­nen­kai­se­rin und Ra­bohn­zel ge­spielt.
[6]Der krönen­de Ab­schluss: Uno, Uno!

Mittwoch, 1. April 2015

Kindesetymologie


Deutsch

Kin­desety­mo­lo­gie ist der Grund dafür, dass Kin­der fra­gen, warum der Bett­ler kei­ne Bet­ten macht oder ob der Tun­fisch ir­gen­det­was tut. Des Wei­te­ren sorgt sie dafür, dass Kin­der Geländer zu Ge­lehn-da (weil man sich dar­an lehnt) oder Man­drill-Af­fe zu Mann-Brüll-Af­fe (weil er so brüllt) um­for­men.1 Und wo wir ge­ra­de bei Af­fen sind, kommt noch ein Ge­dicht zum The­ma:2
Kindesetymologie von Tilly Dö

Es kam des Wegs ein Orang-Utan
Und fragte einen Malerg’sell:
„Warum hast du einen Hut an?“
Der bestrich sogleich sein Fell
Und berichtigte mit „auf“
Den Cyan-Utan kurz darauf.

Nachtrag vom 02.01.2017:
War einmal ein Malerg’sell,
Der malte, malte sehr, sehr schnell,
Malte, bis der Pinsel brach
Und ihm in die Ader stach.

1Al­le Bei­spie­le sind ent­nom­men aus: Cla­ra und Wil­liam Stern. Die Kin­der­spra­che. Ei­ne psy­cho­lo­gi­sche und sprach­theo­re­ti­sche Un­ter­su­chung. Рипол Классик, 1922. Ka­pi­tel Kin­desety­mo­lo­gie.
2Warum Orang-Ut­ans oran­ge sind3, kann man dort nach­le­sen: Mick O’ Ha­re. Why are Oran­gu­t­ans Oran­ge? Science puzz­les in pic­tu­res - with fa­s­ci­na­ting ans­wers. Pro­fi­le Books, 2011. Don’t call me gin­ger.
3Das Orang- in Orang-Utan hat übri­gens ety­mo­lo­gisch ge­se­hen nichts mit oran­ge zu tun. Orang (h)utan ist Ma­lai­isch und be­deu­tet Wald­mensch, vgl. Du­den.