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Freitag, 6. März 2015

Á Gänglé an Freidichnachmeddoch


Deutsch





































































Hei’r nachn Hal­w’r­omd wollt ich á weng ei­keff unn do­d’r­bei gleich in Müll non­d’r­breng. Al­so ho ich in Ei­keffs­beu­tel num­mé, mei­né altn Latschn ozochn unn bin los­gan­gé. Weil ás Wát­t’r ow’r so hisch wor unn mei Vad­d’r em­m’r socht, däss iich fei sé we­nig laf, ho ich m’r gé­docht: „Machs­té halt ámol á klä Gäng­lé an d’r freschn Luft.“ Unn so ho ich di Straß lenks liichn lassn. Nu ho ich lei­der än Ori­en­tii­rungs­senn wii á Fra unn nach á Schteck­lé iiw’r di Wiisn ho ich auf ämol vur á Fáll schtu­né, wu ächnt­lich di Ei­keffs­hol­lé schtän det missn. Ow’r d’r Wách iiw’r ás Fáll wor so in Son­né­licht gé­taucht, däss ich ach kä Lust mehr off’s Ei­keffn hett. Unn wál ich ach mei Omol­ap­pa­rat do­d’r­bei hett, bin ich dán Fáll­wách äfoch no­gan­gé. Nach á Wei­lé wor ich dann in Bárg kom­mé. Di ärsch­té Sált­sam­hät, di ich hei’r Nach­med­doch gé­sän­né ho, wor á Ba­sis fer wos ach em­m’r meddn in Bárg. Á Schteck­lé in Schteich non­d’r ho ich’s dann plät­sch’rn gé­heert. Ha, nu na: Do kom fei á klä Bäch­lé in á kinst­lich ogé­lechtn Ka­nal ogé­flossn. Ich hett sche seit änch’r Zät kä­né Leit mehr gé­sän­né (unn ich sellt ach noch äniché Zät kä­né mehr sänn) unn so bin ich dán Was­s’r äfoch gé­folgt: Auf Kurv­né unn vur­bei an altn Ap­pa­ra­tur­né unn klä­né Iiw’r­wách­né. Bis ár schliiß­lich an á Hung wid­d’r in Gé­schtä v’r­schwond. Ärchnd­wu ontn ho ich di Au­tos rauschn gé­heert, sist wor’s still. Karz do­drauf kom ich an á Dänk­mal (ás „Demm­ler-Denk­mal“) aus in Johr 1622 miit än Text, wu ich kaum noch konnt gé­les. Di In­fo-Táfl nám­no hot m’r dann d’r­zehlt, däss an dár Schtell 1621 in Demm­ler sei Jong töd­lich v’r­un­gleckt wor unn sei Vad­d’r dann dos Dänk­mal d’r­richt hot. Unn tat­sach­lich – do hot gé­schtu­né: „Ubi­que mors et vi­ta ubi­que.“ (Iiw’r­olt is d’r Tod unn iiw’r­olt is ás Lám.) So ho ich ás Dänk­mal zé­reck­gé­lassn unn bin nach á Schrán­ké­lé an á wách­wei­s’r­lo­sé Krei­zung gé­langt. Also ho ich äfoch ärchnd­än Schteich num­mé. Di Sonn wor ach sche do­d’r­bei, on­t’r­zé­geh. In Bäm­né ihré Est wárn em­m’r län­g’r unn bé­droh­li­ch’r. Auf än Schta­pel Hoolz ho ich á Äch­heern­lé d’r­bleckt. Ás hot miich sé­ärscht net wäß­kricht unn so konnt ich’s á weng bé­ab­sol­virn. Ow’r als ich’s wollt omol, is ás fart­gé­huscht. Ich bin né hen­t’r­har unn von rich­tichn Wách okom­mé. An Änd von dán Schteich wor ow’r ner á Bánk, kä Tiir­lé. Net ámol Maus, eb­wohl ich offn „Maus­weg­le“ gé­landt wor. Unn dos uh­ne Land­kart, di ich et­zé fei gud konnt gé­brauch. Ner än Schpecht ho ich ärchnd­wu häm­m’rn gé­heert. Wál di Sonn lang­sam is on­t’r­gan­gé, ow’r ich zé faul zun Zé­reck­lafn wor, bin ich á böß­lé gé­rennt unn dann off’s „Stein­sträß­le“ kom­mé. Dart ho ich in ärschtn Mänsch seit Lon­gé gé­troffn. Á Mo in Schworz, wu hot á klápp­rich (Ken­n’r-)Wochn vur siich har gé­schom. Härr Urian hot m’r dann in Häm­wách d’r­klärt. Als ich miich á zwätt Mol nach né ho em­dreht, wor ár wág – sált­sam. Dár bé­schrieb­né Wách hot lei­der in Mo­rast gé­ändt. Ich gung noch á Schteck bis zé än Hach­setz, als ich dann ow’r á Schlang – od’r wos ach em­m’r – ho raschln gé­heert, ho ich reck­lings Räß­aus gé­num­mé. Als­bal bin ich zwä Rä­t’r­né bé­gech­net – wos fer á Gleck: noch net in viir­né. Á weng schpe­t’r kom ich wid­d’r an á Krei­zung. D’r äné Wách soh aus, wii wänn’r miich naus det breng. Ow’r als ich né wollt nám, han di Bäm v’r­sucht, miich zé pack’n, also misst ich än an’rn Wách geh. Di „Wüs­te Wie­sen-Al­lee“ hot miich wid­d’r vur­bei an á Schran­ké, á gal Wách­mar­kii­rung unn á Bank gé­fiirt. Schliiß­lich ho ich á wohl­bé­kannt Plät­sch’rn v’r­num­mé. Unn sche ho ich bein Deicht in un­s’r Wohn­häm sei Näh schtu­né unn konnt in Son­né­on­t’r­gang gé­niß. Als ich dann häm kom, ho ich gé­merkt, däss ich in Müll ho v’r­gássn non­d’r­zé­breng. Unn wos hat ihr hei’r sé Nach­med­doch so gé­macht?




































































1 Kommentar:

  1. Schön, dass du nach einem halben Jahr in Stuttgart endlich mal den nächsten Weg hinterm Wohnheim g'funne hast. Das mit dem Mann und dem Handwagen ist ja wirklich mystisch.

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