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Samstag, 28. März 2015


Deutsch

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Außer dem Mo­nats­ge­dicht wer­de ich in den nächs­ten vier­zehn Ta­gen ver­mut­lich kei­ne neu­en Bei­träge hoch­la­den, denn ich bin end­lich ein­mal wie­der in der Hei­mat.


Bis den­ne!
> exit↵

Freitag, 20. März 2015

Das kommunistische Prinzip #4


Deutsch

Hier kommt das nächs­te Frag­ment der ein­zi­gen Ge­schich­te auf mei­nem Blog. Für die ers­ten drei Tei­le s. Das kom­mu­nis­ti­sche Prin­zip, Das kom­mu­nis­ti­sche Prin­zip #2 und Das kom­mu­nis­ti­sche Prin­zip #3.
Ein großer Dank geht dies­mal an einen zeich­ne­risch be­gab­ten Freund, wel­cher auf mei­nen Wunsch hin ein Bild zu die­sem Bei­trag er­stellt hat. Man fin­det es am En­de des Bei­tra­ges.

Ich kom­me zu mir. Ich be­fin­de mich nicht in mei­nem Zim­mer.
Es gibt kei­nen We­cker. Es ist ver­mut­lich Sams­tag, aber das ist egal; die­se Ta­ge lau­fen eh nicht al­le gleich ab. Ich rich­te mich auf und bli­cke mich in mei­nem Zim­mer um. Es gibt kein Fens­ter, trotz­dem fal­len Licht­strah­len ei­ner Lam­pe von der De­cke her­ab. Sie fal­len auf nichts wei­ter als einen Wech­sel­strom­ge­ne­ra­tor, be­ste­hend aus ei­ner Kat­ze, wel­che ein Mar­me­la­den­brot auf ih­rem Rücken hat, ei­nem Tra­fo­kas­ten und ein paar Ka­beln. Mei­ne Kla­mot­ten von ges­tern ha­be ich noch an. Ich will den Raum ver­las­sen, doch mir kommt je­mand ent­ge­gen.
Er heißt mich will­kom­men und weist mich – freund­lich, aber di­rekt – an, ihm zu fol­gen. An­schei­nend sind wir in ei­ner un­ter­ir­di­schen An­la­ge, denn es gibt nur künst­li­ches Licht. Sie sieht sehr pro­vi­so­risch aus. Die Men­schen, de­nen wir be­geg­nen, tra­gen nicht die ein­heit­li­che Ar­beits­klei­dung, wie ich sie am Leib ha­be. Die Um­ge­bung sieht so un­wirk­lich aus, dass ich mich fra­ge, ob ich träume. Wir ge­lan­gen schließlich an ei­ne den Gang ver­sper­ren­de Tür mit der Auf­schrift „Q. E. D.“ Der ers­te Buch­sta­be kommt mir be­kannt vor und trotz­dem fin­de ich auf An­hieb kein Wort, das ihn enthält. Der Mann öff­net die Tür mit ei­nem klei­nen, gülde­nen Schlüssel. Drin­nen er­war­ten uns ein großer, dunk­ler Raum und ei­ne Frau – von der ein un­be­schreib­li­cher, hel­ler Schim­mer aus­zu­ge­hen scheint. Ih­re schwar­zen Haa­re fal­len auf ein lan­ges, tief­blau­es Kleid. Als sie sich zu uns um­dreht, se­he ich, dass an ih­rem grünen Gürtel ei­ne Pis­to­le steckt. – Gehört sie zum Mi­litär? – Ob­wohl sie kei­ne ho­hen Schu­he trägt, ist sie größer als ich. Mein Blick wan­dert wei­ter die mit ei­ner grau­en Strumpf­ho­se be­netz­ten Bei­ne nach oben und an ih­rer schlan­ken Fi­gur hin­auf. – Ich kann mich nicht er­in­nern, je­mals ei­ne so hübsche Frau ge­se­hen zu ha­ben. – Das Wort „Pro­gramm“ reißt mei­nen Blick von ih­rem tie­fen Hals­aus­schnitt und lässt mich ihn auf ihr Ge­sicht rich­ten. Ich stel­le fest, dass sie ei­ne brau­ne Bril­le trägt, durch die das Leuch­ten zwei­er gel­ber Au­gen, wie die Au­gen ei­ner Kat­ze, zu mir dringt, – und dass sich ih­re blut­ro­ten Lip­pen, wel­che sich deut­lich von ih­rer weißen Haut ab­he­ben, wohl schon die gan­ze Zeit be­wegt ha­ben. Sie fragt mich, ob ich ein­ver­stan­den sei. – Ich weiß nicht, was sie meint, aber an­ge­sichts ih­rer stren­gen Mi­ne las­se ich jed­we­de Nach­fra­ge fal­len und sa­ge das Erst­bes­te, was mir einfällt: „Ja.“
Mi­nu­ten später fin­de ich mich ver­ka­belt auf ei­nem Stuhl wie­der. Mir ge­genüber sitzt der Mann im glei­chen Zu­stand. Erst jetzt kann ich ihn rich­tig von vor­ne se­hen. Ich be­trach­te sein Ge­sicht: jung und streng, kei­ne Fal­ten, kei­ne Run­zeln, kei­ne Krat­zer. Ei­ne blon­de Strähne kräuselt sich über die Stirn. Als ich ihr fol­ge, trifft mein Blick den sei­nen und ich schaue ihm di­rekt in die Au­gen. – Wer ist die­ser Kerl da auf der an­de­ren Sei­te? – Die Frau in Blau betätigt einen ro­ten Druck­knopf. Zu­erst se­he ich einen Stern­ha­gel, dann Schwärze. Und dann:

Die Frau in Blau in der Vor­stel­lung ei­nes Le­sers.
(Die Frau in Blau von Mo­vie­Trash)


Dienstag, 17. März 2015

Brand names in German


English

My Tan­dem part­ner asked me for the genders of Ger­man brand names. And like al­most everything in Ger­man this is very com­plic­ated, too. So I re­membered an art­icle of the Ger­man journ­al­ist and au­thor Basti­an Sick Krieg der Geschlechter (i. e. War of the Genders). On the basis of this art­icle I made a con­clu­sion.

Nor­mally, brand names re­ceive the gender from what they are rep­res­ent­at­ives of. For ex­ample:
der Labello(= der Lippenstift)
die Nivea(= die Hautcreme)
die Colgate/Elmex(= die Zahnpasta)
das Ariel/Persil(= das Waschmittel)
das Tempo/Kleenex(= das Taschentuch)
...

The ex­cep­tion is when the brand name is a well-known noun. For ex­ample:
der Weiße Riese(= das Waschmittel)
der General(= das Putzmittel)
der Flutschfinger(= das Speiseeis)
...

The ex­cep­tion of the ex­cep­tion is when the product dom­in­ates the gender of the brand name (even when it has its own gender). For ex­ample:
der Fiesta/Golf(= der Wagen) | die Fiesta, das Golf
die Camel/Prinz(= die Zigarette) | das Kamel, der Prinz
das König/Urquell(= das Bier) | der König, der Urquell
das Hanuta/Mars(= das Naschwerk) | die Haselnusstafel, der Mars
...
Cars are (al­most) al­ways mas­cu­line, ci­gar­ettes are al­ways fem­in­ine, beers and chocol­ate bars are al­ways neu­ter.

Just two things more. If you speak about medic­a­ments, it is a dif­fer­ent wheth­er you mean a whole pack­age or just a pill. For ex­ample:
das Aspirin/Viagra(= das Medikament)
die Aspirin/Viagra(= die Pille)

The gender of Nu­tella is of­fi­cially not defined. So you can say all three:
der/die/das Nutella

But der Nu­tella ac­tu­ally is not used and there is also a war between people who say die Nu­tella and people who say das Nu­tella, so I re­com­mend to by­pass the prob­lem such as with der Nu­tel­laauf­strich, die Nu­tel­lacreme or das Nu­tel­laglas.

Freitag, 13. März 2015

Das Problem mit dem Überlappen


Deutsch

Bei (ma­schi­nel­ler) Über­set­zung stößt man bis­wei­len auf das Pro­blem, dass ver­schie­de­ne Wörter in un­ter­schied­li­chem Kon­text an­ders über­setzt wer­den müssen. Zum Bei­spiel hat das Wort Ge­richt ei­ne ju­ris­ti­sche und ei­ne ku­li­na­ri­sche Be­deu­tung und wird ins Eng­li­sche dement­spre­chend ent­we­der mit court oder mit dish über­setzt. Um die­ses Pro­blem soll es aber gar nicht ge­hen, son­dern um das Pro­blem der un­ter­schied­li­chen Ein­tei­lung von Din­gen in un­ter­schied­li­chen Spra­chen (bei glei­chem Kon­text).
Ein ein­fa­ches Bei­spiel soll das Pro­blem ver­an­schau­li­chen: Im Deut­schen gibt es die Be­grif­fe Schüler und Stu­dent, im Eng­li­schen gibt es die Be­grif­fe pu­pil und stu­dent. Die Über­set­zung er­folgt aber nicht 1 zu 1, denn wie wir wis­sen, wer­den älte­re Schüler im Eng­li­schen als stu­dents be­zeich­net. Ge­nau­er:
DeutschEng­lisch
Pri­mar­stu­fe Schüler pu­pil
Se­kun­dar­stu­fe I
Se­kun­dar­stu­fe II stu­dent
Uni­ver­sität Stu­dent
Für die­ses Pro­blem gibt es u. a. die fol­gen­den drei Lösungs­vor­schläge: Ers­tens könn­te man stur sa­gen, dass [Schülerpu­pil] und [Stu­dentstu­dent]. Geht man von 4 Jah­ren Pri­mar­stu­fe, 5 Jah­ren Se­kun­dar­stu­fe I, 3 Jah­ren Se­kun­dar­stu­fe II und 5 Jah­ren Uni­ver­sität aus, so wäre die Feh­ler­quo­te 3/17 = 18%. Das geht, weil es im Deut­schen und im Eng­li­schen je­weils ge­nau zwei Be­grif­fe gibt, die auch so in et­wa das Glei­che be­schrei­ben. Im Chi­ne­si­schen sieht das aber wie­der an­ders aus. Dort gibt es ein all­ge­mei­nes Wort für Schüler/Stu­dent (学生 xuéshēng) und da­zu noch je­weils ei­ne spe­zi­fi­sche Be­zeich­nung für Grundschüler (小学生 xiǎoxuéshēng), Mit­telschüler (中学生 zhōng­xuéshēng), Gym­na­si­ast (高中生 gāozhōngshēng) und Stu­dent (大学生 dàxuéshēng). Zwei­tens könn­te man dem Be­nut­zer ver­schie­de­ne Be­grif­fe nach Wahr­schein­lich­keit sor­tiert vor­schla­gen: [Schülerpu­pil (75%); stu­dent (25%)] und [Stu­dentstu­dent (100%)] bzw. [pu­pilSchüler (100%)] und [stu­dentStu­dent (71%); Schüler (29%)]. Die Pro­z­ent­zah­len könn­te man auch an­ders fest­le­gen, in­dem man sehr vie­le Tex­te ana­ly­siert und zählt, wie oft was wo­durch über­setzt wur­de. Und drit­tens könn­te man nach Schlüsselwörtern su­chen, die ei­nem ver­ra­ten, was ge­meint ist. So wäre bspw. a twenty-year-old stu­dent kaum ein zwan­zigjähri­ger Schüler.
Wie an­fangs erwähnt, war das ein ein­fa­ches Bei­spiel. Jetzt wer­den wir ei­ne gänz­lich an­de­re The­ma­tik be­trach­ten, nämlich Schmet­ter­lin­ge1. Im Deut­schen un­ter­tei­len wir die bun­ten Flügel­we­sen in Tag­fal­ter und Nacht­fal­ter, wo­bei Ers­te­res meis­tens ein­fach Schmet­ter­ling ge­nannt wird. Zu den Nacht­fal­tern gehören die Mot­ten. Im Eng­li­schen hin­ge­gen un­ter­teilt man nur in but­ter­fly (= Tag­fal­ter) und moth (= Nacht­fal­ter). So­weit, so gut. Aber ich neh­me noch das Chi­ne­si­sche mit hin­zu. Dort un­ter­teilt man grundsätz­lich nicht in Tag- und Nacht­fal­ter, son­dern in Schmet­ter­lin­ge, die in et­wa so aus­se­hen ( dié) und Schmet­ter­lin­ge, die in et­wa so aus­se­hen ( é). Der Be­griff 蝴蝶 húdié meint des Wei­te­ren sol­che Tag­fal­ter. Im Eng­li­schen wie im Chi­ne­si­schen gibt es auch noch ein Fach­wort für das deut­sche Schmet­ter­ling, al­ler­dings möchte ich mich hier auf ei­ne volks­mund­ge­treue Über­set­zung kon­zen­trie­ren und es be­nutzt wohl kaum je­mand das Wort le­pi­do­pte­rus. Gra­phisch dar­ge­stellt (die ge­klam­mer­ten Be­grif­fe fal­len bei der fol­gen­den Be­trach­tung weg):
DeutschEnglischChinesisch
 Schmetterling
/\
( Tagfalter) Nachtfalter
M Motte
( lepidopterus)
/\
 butterfly moth


( 鳞翅 línchì)
/\
  dié  é
 蝴蝶 húdié
Die Bäume kann man wie folgt in­ter­pre­tie­ren: Je­der Kno­ten erbt die Ei­gen­schaf­ten sei­nes Va­ter­kno­tens (in­klu­si­ve des­sen er­erb­ter Ei­gen­schaf­ten). 蝴蝶 húdié hat bspw. die Ei­gen­schaf­ten ★✖☼. Möchte man tatsächlich kor­rekt über­set­zen, so kann man nur ein Ziel­wort wählen, wel­ches in al­len Ei­gen­schaf­ten, die es be­sitzt, mit dem Aus­gangs­wort über­ein­stimmt. So kann man [★☾M Mot­te] mit [★☾ moth] über­set­zen, aber nicht um­ge­kehrt (, da es auch Nacht­fal­ter gibt, die kei­ne Mot­ten sind). An­ge­nom­men, dass zwei reich­lich große Schnitt­men­gen von Schmet­ter­lin­gen mit der Ei­gen­schaft und Schmet­ter­lin­gen mit der Ei­gen­schaft so­wie von Schmet­ter­lin­gen mit der Ei­gen­schaft und Schmet­ter­lin­gen mit der Ei­gen­schaft be­ste­hen – ich ver­mu­te das, ha­be aber kei­ne Be­le­ge –, so kann man den chi­ne­si­schen Schmet­ter­lings­baum umändern und an­pas­sen. Las­sen wir im Deut­schen den Schmet­ter­ling auf den Platz vom Tag­fal­ter rut­schen und strei­chen den Nacht­fa­ler weg, dann er­hal­ten wir fol­gen­de Bäume:
DeutschEnglischChinesisch
/\
 Schmetterling Motte
/\
 butterfly moth
/\
 蝴蝶 húdié  é
Jetzt ha­ben wir ei­ne Lösung nach dem obi­gen ers­ten Vor­schlag, wel­che ge­nau die 1-zu-1-Über­set­zung ist, wel­che uns der Goo­gle-Über­set­zer vor­schlägt.
Die­ses Pro­blem, dass sich die ein­ge­teil­ten Men­gen über­lap­pen2, ist uni­ver­sell. Blei­ben wir in der Tier­welt und be­trach­ten ein letz­tes Bei­spiel:
DeutschEnglischChinesisch
Tintenfisch
KalmarKrake – Oktopus
Krake [myth.]
(coleoidea)
squidoctopus
kraken [myth.]
( shāo)
鱿 yóu章鱼 zhāngyú – 八爪鱼 bāzhuǎyú
鱿鱼 yóuyú
Zunächst ein­mal gibt es im Deut­schen wie­der einen Über­be­griff Tin­ten­fisch. Ins Eng­li­sche über­setzt ver­wen­det man meist ein­fach squid, ob­wohl da­mit streng ge­nom­men nur die Kal­ma­re ge­meint sind.3 Im Chi­ne­si­schen gibt es das Wort 鱿鱼 yóuyú, wo­mit man die klei­nen, ess­ba­ren Kal­ma­re meint. Für die an­de­ren wie die großen, die mit den Wa­len kämp­fen, ver­wen­det man dann eher 鱿 yóu.4 Wei­ter gibt es im Deut­schen und Chi­ne­si­schen zwei (vom Sin­ne her) ver­schie­de­ne Be­zeich­nun­gen für Kra­keOk­to­pus, oc­to­pus und 八爪鱼 bāzhuǎyú be­deu­ten nämlich glei­cher­maßen Achtfüßer. Während es im Deut­schen nur ein Wort für einen ech­ten Kra­ken und das my­thi­sche Seeun­ge­heu­er gibt, gibt es im Eng­li­schen zwei und im Chi­ne­si­schen (aus kul­tu­rel­len Gründen) gar keins im ei­gent­li­chen Sin­ne (man kann es nur um­schrei­ben). Je­den­falls dürf­te es schon et­was schwie­ri­ger wer­den, die­se Bäume zu ver­ein­heit­li­chen.

1Der Schmet­ter­ling hat übri­gens nichts mit schmet­tern zu tun, son­dern lei­tet sich vom ost­mit­tel­deut­schen Schmet­ten (= Sah­ne) ab, denn nach al­tem Volks­glau­ben flie­gen He­xen in Schmet­ter­lings­ge­stalt um­her, um Milch und Sah­ne zu steh­len (Quel­le: Du­den).
2Die­ser Ein­schub ist nur ein Wink mit dem Zaun(s)pfahl an die­je­ni­gen, die im­mer noch auf einen Über­lap­pen war­ten.
3Die be­kann­tes­ten Un­ter­grup­pen der Tin­ten­fi­sche sind die Kal­ma­re, die Kra­ken und die Se­pi­en. (Letzt­ge­nann­te ha­be ich in mei­ner Be­trach­tung außen vor ge­las­sen.) Man sieht hier sehr schön, dass der Goo­gle-Über­set­zer für Tin­ten­fisch die Über­set­zun­gen squid (= Kal­mar), oc­to­pus (= Kra­ke) und cutt­le­fish (= Se­pie), mit Prio­rität auf dem erst­ge­nann­ten, vor­schlägt. Im Eng­li­schen gibt es auch das Wort ink­fish, was aber laut Wiktio­na­ry nur ein ugs.es Wort für die Se­pi­en ist.
4Ein­fach mal bei Goo­gle-Bil­der 鱿 und 鱿鱼 ein­ge­ben.

Sonntag, 8. März 2015

Himmel und Hölle
 天堂和地狱


Deutsch中文

Da ich heu­te Mor­gen fest­stel­len muss­te, dass der Got­tes­dienst aus or­ga­ni­sa­to­ri­schen Gründen ausfällt, erzähle ich euch heu­te mal ei­ne Ge­schich­te (ein rus­si­sches Märchen), die mir ein Pfar­rer neu­lich erzählt hat. Es geht um Him­mel und Hölle – oho!

Ein Rab­bi­ner bat Gott ein­mal dar­um, Him­mel und Hölle se­hen zu dürfen, was ja ei­gent­lich nur den To­ten zu­steht. Aber Gott er­laub­te es ihm und gab ihm den Pro­phe­ten Elia mit.
Zu­erst ka­men die bei­den in einen großen Raum, in dem nichts war außer ei­nem Sup­pentop­fe mit köstli­chem Es­sen auf ei­nem Feu­er, und rings­her­um saßen im Krei­se Men­schen auf Stühlen. Kei­ner sag­te et­was, sie sa­hen erschöpft aus und wa­ren ab­ge­ma­gert, ob­wohl je­der einen lan­gen Löffel hat­te, der bis an den Topf reich­te. Denn auf­grund der Länge der Löffel, konn­te sich kei­ner das Es­sen in den Mund schie­ben. Der Rab­bi­ner frag­te den Pro­phe­ten, was das für ein Ort sei, und die­ser ant­wor­te­te: Das ist die Hölle.
Sie be­tra­ten einen zwei­ten Raum, der dem ers­ten glich: In der Mit­te ein Topf mit köstli­chem Es­sen und drum­her­um Men­schen mit lan­gen Löffeln. Doch die­se un­ter­hiel­ten sich fröhlich und spru­del­ten vor Freu­de, denn sie fütter­ten sich ge­gen­sei­tig mit den Löffeln. Und Elia sag­te: Das ist der Him­mel.

Dass Him­mel und Hölle kei­ne geo­gra­phi­schen/ir­di­schen Plätze sind, wis­sen wir. Aber durch die­se Ge­schich­te be­kom­men wir ei­ne Vor­stel­lung da­von, worum es bei je­nen sym­bo­li­schen Or­ten wirk­lich geht. Nämlich um die Be­zie­hung der Men­schen un­ter­ein­an­der und zu Got­te. Ge­gen­ein­an­der statt fürein­an­der – wer sich so verhält, wird im Rei­che Got­tes hun­gern, so, wie er schon zu Leb­zei­ten hun­ger­te. Doch wer gibt, der wird auch emp­fan­gen.

今早我发现了礼拜取消因为组织原因,所以今天我给你们说一下一位牧师最近告诉了我的故事(一个俄国的神话故事)。它是关于天堂和地狱──喔耶!

一位拉比求上帝给他看天堂和地狱,其实只有死者可以看。但是上帝允许,给他派以利亞先知。
首先两者都进一个大房间,房间内一个锅子在火上装著好吃的食物,人们坐在椅子上围著这个锅子。没人说什么,他们看起来疲惫、瘦弱。虽然每人都有一个够得到锅子的长勺子,但是勺子的长度没人能吃一口。拉比问了先知这是什么地方,他回答了:「这是地狱。」
他们进第二个房间看起来象第一个:房间中间有一个锅子和好吃的食物,人们拿着长勺子围坐在这个锅子。但是这些人们高兴得说话,充满了快乐,他们因为用这个勺子互相喂了。以利亞说了:「这是天堂。」

我们知道天堂和地狱不是地理的/地球的地方。但是咱们读这个故事,能臆断那个象征性地的地方是关于什么。也就是人们的关系给互相和给上帝。「拿而非给」──谁那么行事,谁在上帝的王国里饿,他似的生前饿。但是谁送给,谁也得到。

Freitag, 6. März 2015

Á Gänglé an Freidichnachmeddoch


Deutsch





































































Hei’r nachn Hal­w’r­omd wollt ich á weng ei­keff unn do­d’r­bei gleich in Müll non­d’r­breng. Al­so ho ich in Ei­keffs­beu­tel num­mé, mei­né altn Latschn ozochn unn bin los­gan­gé. Weil ás Wát­t’r ow’r so hisch wor unn mei Vad­d’r em­m’r socht, däss iich fei sé we­nig laf, ho ich m’r gé­docht: „Machs­té halt ámol á klä Gäng­lé an d’r freschn Luft.“ Unn so ho ich di Straß lenks liichn lassn. Nu ho ich lei­der än Ori­en­tii­rungs­senn wii á Fra unn nach á Schteck­lé iiw’r di Wiisn ho ich auf ämol vur á Fáll schtu­né, wu ächnt­lich di Ei­keffs­hol­lé schtän det missn. Ow’r d’r Wách iiw’r ás Fáll wor so in Son­né­licht gé­taucht, däss ich ach kä Lust mehr off’s Ei­keffn hett. Unn wál ich ach mei Omol­ap­pa­rat do­d’r­bei hett, bin ich dán Fáll­wách äfoch no­gan­gé. Nach á Wei­lé wor ich dann in Bárg kom­mé. Di ärsch­té Sált­sam­hät, di ich hei’r Nach­med­doch gé­sän­né ho, wor á Ba­sis fer wos ach em­m’r meddn in Bárg. Á Schteck­lé in Schteich non­d’r ho ich’s dann plät­sch’rn gé­heert. Ha, nu na: Do kom fei á klä Bäch­lé in á kinst­lich ogé­lechtn Ka­nal ogé­flossn. Ich hett sche seit änch’r Zät kä­né Leit mehr gé­sän­né (unn ich sellt ach noch äniché Zät kä­né mehr sänn) unn so bin ich dán Was­s’r äfoch gé­folgt: Auf Kurv­né unn vur­bei an altn Ap­pa­ra­tur­né unn klä­né Iiw’r­wách­né. Bis ár schliiß­lich an á Hung wid­d’r in Gé­schtä v’r­schwond. Ärchnd­wu ontn ho ich di Au­tos rauschn gé­heert, sist wor’s still. Karz do­drauf kom ich an á Dänk­mal (ás „Demm­ler-Denk­mal“) aus in Johr 1622 miit än Text, wu ich kaum noch konnt gé­les. Di In­fo-Táfl nám­no hot m’r dann d’r­zehlt, däss an dár Schtell 1621 in Demm­ler sei Jong töd­lich v’r­un­gleckt wor unn sei Vad­d’r dann dos Dänk­mal d’r­richt hot. Unn tat­sach­lich – do hot gé­schtu­né: „Ubi­que mors et vi­ta ubi­que.“ (Iiw’r­olt is d’r Tod unn iiw’r­olt is ás Lám.) So ho ich ás Dänk­mal zé­reck­gé­lassn unn bin nach á Schrán­ké­lé an á wách­wei­s’r­lo­sé Krei­zung gé­langt. Also ho ich äfoch ärchnd­än Schteich num­mé. Di Sonn wor ach sche do­d’r­bei, on­t’r­zé­geh. In Bäm­né ihré Est wárn em­m’r län­g’r unn bé­droh­li­ch’r. Auf än Schta­pel Hoolz ho ich á Äch­heern­lé d’r­bleckt. Ás hot miich sé­ärscht net wäß­kricht unn so konnt ich’s á weng bé­ab­sol­virn. Ow’r als ich’s wollt omol, is ás fart­gé­huscht. Ich bin né hen­t’r­har unn von rich­tichn Wách okom­mé. An Änd von dán Schteich wor ow’r ner á Bánk, kä Tiir­lé. Net ámol Maus, eb­wohl ich offn „Maus­weg­le“ gé­landt wor. Unn dos uh­ne Land­kart, di ich et­zé fei gud konnt gé­brauch. Ner än Schpecht ho ich ärchnd­wu häm­m’rn gé­heert. Wál di Sonn lang­sam is on­t’r­gan­gé, ow’r ich zé faul zun Zé­reck­lafn wor, bin ich á böß­lé gé­rennt unn dann off’s „Stein­sträß­le“ kom­mé. Dart ho ich in ärschtn Mänsch seit Lon­gé gé­troffn. Á Mo in Schworz, wu hot á klápp­rich (Ken­n’r-)Wochn vur siich har gé­schom. Härr Urian hot m’r dann in Häm­wách d’r­klärt. Als ich miich á zwätt Mol nach né ho em­dreht, wor ár wág – sált­sam. Dár bé­schrieb­né Wách hot lei­der in Mo­rast gé­ändt. Ich gung noch á Schteck bis zé än Hach­setz, als ich dann ow’r á Schlang – od’r wos ach em­m’r – ho raschln gé­heert, ho ich reck­lings Räß­aus gé­num­mé. Als­bal bin ich zwä Rä­t’r­né bé­gech­net – wos fer á Gleck: noch net in viir­né. Á weng schpe­t’r kom ich wid­d’r an á Krei­zung. D’r äné Wách soh aus, wii wänn’r miich naus det breng. Ow’r als ich né wollt nám, han di Bäm v’r­sucht, miich zé pack’n, also misst ich än an’rn Wách geh. Di „Wüs­te Wie­sen-Al­lee“ hot miich wid­d’r vur­bei an á Schran­ké, á gal Wách­mar­kii­rung unn á Bank gé­fiirt. Schliiß­lich ho ich á wohl­bé­kannt Plät­sch’rn v’r­num­mé. Unn sche ho ich bein Deicht in un­s’r Wohn­häm sei Näh schtu­né unn konnt in Son­né­on­t’r­gang gé­niß. Als ich dann häm kom, ho ich gé­merkt, däss ich in Müll ho v’r­gássn non­d’r­zé­breng. Unn wos hat ihr hei’r sé Nach­med­doch so gé­macht?




































































Excursus: Minion language


English

Who doesn't know them? The little creatures look­ing like liv­ing sur­prise eggs—the Min­ions. Of course they have their own lan­guage, a mix out of a couple of world lan­guages, al­beit the Min­ions' fic­tion­al his­tory says that the Min­ion race is older than the hu­man one. For I like lan­guages, also the fic­tion­al ones, I tried to find some gram­mat­ic­al struc­tures in the few lan­guage ex­amples which are on the in­ter­net. And here we go:

Per­son­al pro­nouns


per­sonnom­in­at­iveob­ject­ive
sin­gu­lar1sttata­tame
2ndyuti/tu/yu
plur­al1sttu­la­liloous
2ndyuyu

Tata­ta and tu­la­liloo are given by ex­ample. I placed yu and me at the same po­s­i­tion like it is in Eng­lish. I guessed us (no equi­val­ent word giv­en), be­cause me is also the same like in Eng­lish. To my mind, ti and tu can­not be plur­al. I'm even not sure with the cases, but there are no gen­it­ive forms giv­en and they use pre­pos­i­tions, so they ac­tu­ally don't need a sep­ar­a­tion of dat­ive and ac­cus­at­ive.

Oth­er pro­nouns


Po ka means what.

Art­icles


It seems that they have no in­def­in­ite art­icle and at least one def­in­ite art­icle—la.

Nouns


I guess, nouns aren't in­flec­ted by case and for mak­ing the plur­al form you nor­mally have to add an -s.

Here's a list of some known nouns:

Min­ionEng­lish
bableapple
baboitoy
ba­nanaba­nana
bee-dofire
bodamar­riage
buttbutt
but­tombot­tom
chasychair
gelatoice cream
muakkiss
paicup
pappleapple


Ad­ject­ives


I know only one ad­ject­ive: ba­nan­on­inaugly. It seems to be de­rived from the noun ba­nana, so maybe the suf­fix -on­ina is used to form an ad­ject­ive out of a noun. I have no idea, why ad­ject­ives should be in­flec­ted any­way, so I think they aren't.

Num­bers


The first three car­din­al num­bers are:

Min­ionEng­lish
hanaone
dultwo
saethree

Be­cause of they only have three fin­gers, they pos­sibly count in the tern­ary or sen­ary sys­tem.

Verbs


First a list of verbs:

Min­ionEng­lish
amolove
balahate
luklook
stupastop
tankthank
un­der­wearswear
wantwant

Firstly I thought, that the verbs (at least the Ro­man­ic ori­gin­ated ones) must be in­flec­ted by per­son, but then I saw that amo is first per­son plur­al, so I think they just use only one form for every per­son.

Pre­pos­i­tions


After pre­pos­tions has to stand the ob­ject­ive case. The two known pre­pos­i­tions are atat and parafor.

In­ter­jec­tions


If you want to say hello and good­bye, you can use bello and poopaye.

Dienstag, 3. März 2015

Chinesische-Tiernamen-Ontologie


Deutsch

Als ich chi­ne­si­sche Tier­na­men lern(en woll)te, fiel mir auf, dass die­se teil­wei­se echt ul­kig sind. Bei­spiels­wei­se ist ei­ne Gi­raf­fe ein Lang­hals­hirsch oder ein Kängu­ru ei­ne Beu­tel­maus. Al­so be­gann ich, die Be­grif­fe et­was zu sor­tie­ren. Nach et­wa 12 Stun­den hat­te ich dann (mit­hil­fe von bub­bl.us) fol­gen­de klei­ne On­to­lo­gie er­stellt:



Da­bei nahm ich nur we­nig Rück­sicht auf die bio­lo­gi­sche Klas­si­fi­ka­ti­on, son­dern ging nach der Zu­sam­men­set­zung der Na­men vor. Des­halb fin­det man auch den Del­fin (海 (hǎitún), d. h. See­schwein) beim Schwein (豚 (tún)).

Da­zu schrieb ich auch noch ein Pro­gramm, wel­ches zu ei­nem Tier­na­men (Ein­ga­be auf Deutsch, Pin­yin oder ver­ein­fach­tem Chi­ne­sisch) den Pfad in der On­to­lo­gie aus­gibt.

Zum Bei­spiel hat die Ein­ga­be Ze­bra die Aus­ga­be:
动物 (dòngwù) Tiere ⇒ 哺乳动物 (bǔrǔdòngwù) Säugetiere ↝ 马 (mǎ) Pferd ⇒ 斑 (bānmǎ) Zebra



Auf Syn­ony­me wird kei­ne Rück­sicht ge­nom­men, d. h. die Ein­ga­ben Kil­ler­wal – Or­ca – Schwert­wal oder Bril­len­schlan­ge – Ko­bra – Na­ja lan­den je­weils nur beim un­ter­stri­che­nen Be­grif­fe einen Tref­fer.

Und noch ein­mal die vollständi­ge On­to­lo­gie als Lis­ten­ver­zeich­nis:

Sonntag, 1. März 2015

Die Furie


Deutsch

Die­ses Mo­nats­ge­dicht ha­be ich letz­te Wo­che aus dem Hut ge­zau­bert und ein­ge­scho­ben. Viel Spaß da­mit! ;-)

Die Furie von Tilly Dö

Es streck­te sich ein­mal
Vor sehr lan­ger Zeit
Über ein Kerb­tal
Ein König­reich weit.

Ganz oben auf dem größten Berg
Stand ei­ne Burg sehr prächtig.
Dar­in wohn­te der König – ein Zwerg –
Der war wei­se und mächtig.

Und eben­so leb­te dort –
Dass ich nicht la­che –,
An die­sem bildhübschen Ort,
Ein schreck­li­cher Dra­che.

Der raub­te zur Mit­ter­nachts­stun­de
Die Zwer­gen­prin­zes­sin Bea­te
Auf sei­ner mit­ternächt­li­chen Run­de
Aus ih­rer Ke­me­na­te.

Dann fraß er al­le Zwer­ge,
Die leb­ten in dem Tal,
Und den König auf dem Ber­ge,
So­dass das Reich ward kahl.

Mit der Prin­zes­sin aber,
Der letz­ten ih­rer Art,
Hat er sich oh­ne Pa­la­ber,
Mal ein­fach so, ge­paart.

Sie be­ka­men ein sehr schönes Kind,
Wie die Mut­ter so klein und der Va­ter ge­fahr­lich –
Da es do­mi­nan­te Ge­ne sind –,
Ei­ne Fu­rie wahr­lich.

Und nach dem Tod ih­rer Al­ten
Zog in uns­re Welt die Schlang’,
Ließ Verführungsküns­te wal­ten
Und das 1.000 Jah­re lang.

Es bevölker­te das Land
Ei­ne neue Art von Frau­en;
Die al­te Art ver­schwand
Fast gänz­lich, wich dem Grau­en.

Und das will sie sein,
Die Er­klärung der Sa­che,
Dass Frau­en oft klein,
Doch furchtbar wie’n Dra­che.

Bohnanzawoche


Deutsch

Schon über ei­ne Wo­che ist’s her, dass ich mich das letz­te Mal ge­mel­det ha­be, denn ich war beschäftigt. Und zwar mit dem Aus­tra­gen ei­nes BOHNANZ­A­MA­RA­THONs!
10 Par­ti­en und ein Fi­na­le wur­den ge­spielt und da­bei ha­ben mein Geg­ner und ich ver­sucht, möglichst vie­le mei­ner neus­ten Er­run­gen­schaf­ten mit ein­zu­be­zie­hen. Die­se sind im Ein­zel­nen:

  • Mein erstes Bohnanza
  • Sissi! Die Bohnenkaiserin
  • Rabohnzel
  • Kannibohne
  • Mutabohn
  • Telebohn
  • Bohnedikt

Bei den Par­ti­en wur­de natürlich kei­ne Kom­bi­na­ti­on dop­pelt ge­spielt und es wur­den auch Spie­le kom­bi­niert, die übli­cher­wei­se nicht zu­sam­men­ge­mischt wer­den. Des­we­gen und auf­grund der Tat­sa­che, dass wir nur zu zweit wa­ren, muss­ten ei­ge­ne Re­geln ein­geführt oder be­ste­hen­de Re­geln ab­geändert wer­den. Lan­ge Re­de, kur­z­er Sinn – es folgt die Spie­leüber­sicht:

Nr.KombinationBohnensorten
und Dauer
Punkte
gegnerischeeigene
1Grundspiel
+ Bohnopoli
8
130 min
3547
2Grundspiel
+ Bohnedikt
8
45 min
2829
3Mein erstes Bohnanza
 
10
80 min
2025
4Rabohnzel
 
7
75 min
34,1026,33
5Mein erstes Bohnanza
+ Rabohnzel
13
175 min
56,1855,10
6Sissi!
 
8
65 min
3937
7Sissi!
+ Bohnedikt
8
90 min
5253
8Rabohnzel
+ Sissi!
+ Bohnedikt
8
125 min
 
42,1547,23
9Kannibohne
 
6
145 min
5047
10Kannibohne
+ Grundspiel
+ Bohnedikt
11
105 min
 
4351
FMein erstes Bohnanza
+ Rabohnzel
+ Sissi!
+ Bohnopoli
14
225 min

 
51,3374,03
#
Gesamt
 
1260 min450,76491,69
Nr.Beschreibung
1
Zwar ist die­ses Spiel für min­des­tens drei Per­so­nen an­ge­dacht, aber das sind sie ja fast al­le. Mit ei­ner Fla­sche Ap­fel­wein geht’s auch so. Ei­ni­ge Re­geln wur­den ab­geändert, so ha­ben wir bspw. das Frei-Par­ken wie im Mo­no­po­li ein­geführt. Letzt­end­lich hat­te der Ka­pi­ta­list aber kei­ne Chan­ce ge­gen mei­ne so­zia­lis­ti­sche We­nig­keit und das trotz ei­nes Hau­ses in der Boh­nen­al­lee und der selbst­ge­bas­tel­ten Ge­wächs­häuser.
2
Für die­ses Spiel gibt es ex­tra ei­ne Zwei-Per­so­nen-Va­ri­an­te, was uns aber nicht dar­an ge­hin­dert hat, die Re­geln mit der für mehr Per­so­nen zu mi­schen oder gänz­lich neue Re­geln ein­zuführen. So konn­te man bspw. in der Han­del­s­pha­se wie bei Bohn to be wild! drei Kar­ten auf­de­cken und ei­ne wie­der weg­le­gen. Am En­de hat­te dann ich (mit Got­tes Hil­fe) um einen Punkt die Na­se vorn.
3
Das neus­te Spiel der Bohnan­zafa­mi­lie wur­de für Kin­der laut Ver­pa­ckung zum leich­ten Ein­stieg von Pädago­gen ent­wi­ckelt. – Denks­te! Mit der lästi­gen Ein-Boh­nen-Re­gel muss man auch schnell mal zwei sei­ner drei Boh­nen­fel­der abern­ten und dann zeigt sich der in­ne­re Schwei­ne­hund in den Han­del­s­pha­sen. Die ed­le Prin­zess­boh­ne ward schnell zum Has­s­ob­jekt und schlus­send­lich kam es dar­auf an, wer die bes­se­ren Kar­ten zog.
4
Nach ei­ni­gen Abände­run­gen der Re­geln die­ses (ei­gent­lich 3–5-Per­so­nen-)­Spiels, wie z. B. oh­ne Ein-Boh­nen-Re­gel und die Übert­ra­gung des Ef­fekts der Ge­mei­nen Boh­ne auf al­le (bei­de) Spie­ler, konn­te dann end­lich los­ge­legt wer­den. Ja, die Boh­nen ha­ben Ef­fek­te und es gibt Zau­ber­kar­ten im Wert von ei­ni­gen Pfen­ni­gen ganz im Stil von Yu-Gi-Oh. Mei­ne em­sig an­ge­bau­ten Prin­zess­boh­nen fie­len dies­mal je­doch den geg­ne­ri­schen Schwert­boh­nen zum Op­fer.
5
Die letz­ten bei­den Spie­le las­sen sich natürlich frei nach dem Mot­to glei­cher Na­me, glei­che Sor­te und die obers­te Boh­ne zählt su­per zu­sam­men­mi­schen, auch, wenn der ei­ne oder an­de­re nach wie vor bei Rie­sen­boh­nen und Di­cken Boh­nen durch­ein­an­der­kom­men könn­te. Nach drei durch­ge­spiel­ten Zug­sta­peln bzw. drei Stun­den Spiel­zeit hat­te dies­mal der Zau­ber­trank­kun­di­ge­re noch einen Glücks­ta­ler in der Ta­sche.
6
We­sent­li­ches Ele­ment in die­ser aus Öster­reich be­stell­ten Bohnan­za-Ver­si­on ist das Tau­schen von Sis­si­boh­nen in der Han­del­s­pha­se, was all­ge­mein die Net­tig­keit der Spie­ler zu fördern scheint. Ein 3. Boh­nen­feld wird gar nicht benötigt, da je­der da­mit beschäftigt ist, sei­ne Fel­der über­haupt ein paar Run­den vor übermäßigem Ein­fluss der Boh­nen­kai­se­rin zu schützen. Außer­dem ver­mu­te ich so lang­sam einen kau­sa­len Zu­sam­men­hang zwi­schen der Gültig­keit der Ein-Boh­nen-Re­gel und dem Ge­win­ner.
7
Wenn man die feh­len­den Blau­en Boh­nen durch die blaublüti­gen Sis­si­boh­nen er­setzt, kann man auch Sis­si! mit Boh­ne­dikt er­wei­tern. Auf Got­tes Acker ha­ben wir die Sis­si-Ak­ti­on natürlich nicht durch­geführt ... Das Er­geb­nis die­ses Spiels ähnelt dem der ers­ten Boh­ne­dikt-Par­tie und wirft die Fra­ge auf, ob ein Christ, der fleißig op­fert, bei die­ser Er­wei­te­rung viel­leicht wirk­lich himm­li­sche Un­terstützung be­kommt.
8
Den Sta­pel bil­de­ten dies­mal die Sis­si­boh­nen, die sie­ben Boh­nen­sor­ten aus Ra­bohn­zel und die Boh­ne­dik­te. Da die Op­fer­kar­ten die Boh­nen­sor­ten des Grund­spiels zei­gen, muss­ten wir erst mal ei­ne Ent­spre­chungs­lis­te ma­chen, dann konn­te aber auf dem Bisch-Hof, Got­tes Acker und dem per­ma­nen­ten 3. Boh­nen­feld wild drauf­los ge­spielt wer­den. Be­son­de­ren Ärger hat­ten wir dies­mal mit Pflück­boh­nen.
9
Die­ses aus nur we­ni­gen Spiel­kar­ten be­ste­hen­de Zwei-Per­so­nen-Spiel der Bohnan­za-Fa­mi­lie führ­te uns die kan­ni­ba­li­schen Ver­sio­nen von be­kann­ten Boh­nen an­de­rer Spie­le vor. Nach der ers­ten Run­de, wel­che ich mit 25 zu 21 für mich ent­schei­den konn­te, for­der­te mein Geg­ner aber die re­gel­ge­rech­te Re­van­che und lag am En­de um drei Boh­nen vorn. In der Tat, um Ta­ler wird hier nicht ge­spielt, son­dern um Boh­nen, die man in sei­nen Koch­topf tun kann.
10
Nach­dem wir heu­te Mor­gen be­reits einen Ca­che von Bohnanz­as er­le­digt hat­ten, grif­fen wir zu Hau­se so­fort wie­der nach den Spiel­kar­ten. Um dann Kan­ni­boh­ne mit Boh­ne­dikt er­wei­tern zu können, ga­ben wir noch ein hal­b­es Grund­spiel da­zu und re­du­zier­ten die Boh­ne­dik­te eben­falls um die Hälf­te. Auch die­ses Mal spiel­ten wir ei­ne Re­van­che, doch der Sie­ger blieb der­sel­be wie bei al­len bis­he­ri­gen Boh­ne­dikt-Par­ti­en.
F
Ei­ni­ge Stich­punk­te zum großen Fi­na­le:
  • Zur Pflück­boh­nen­ab­wehr wur­den 3 (statt 2) Kar­ten nach­ge­zo­gen (bei ma­xi­mal 8 Hand­kar­ten).
  • Es gab Pha­se 0, 1, 1½, 2, 3 und 4.
  • Als leich­te Ein­nah­me­quel­le wur­den Sis­si­boh­nen ein­ge­mischt.
  • Es gab ein An­ge­bot (aus Pha­se 2).
  • Nach ei­nem Vier­tel der Spiel­zeit hat­te ich im­mer noch nur ein Feld, mein Geg­ner aber al­le fünf.
  • Im Frei-Par­ken la­gen bis zu 10 T.

Nach­trag: Im Nach­hin­ein hat sich her­aus­ge­stellt, dass es sich bei Bohnanz­as um den Er­fin­der von Bohno­po­li han­delt. Wie klein die Welt doch ist!