Seiten

  • Startseite
  • Impressum
  • Inhalt
  • MINT
  • Sprache
  • Soziales
  • Geist
  • Kunst
  • Gemischtes
  • Gedichte

Samstag, 7. Februar 2015

Pragmatik – p vs. q


Deutsch

Es fol­gen ein paar Ge­dan­ken­fet­zen zur Prag­ma­tik: Seit wir das in ei­ner Vor­le­sung mal ge­macht ha­ben, drücke ich den Un­ter­schied zwi­schen ge­sag­ter und ge­mein­ter Be­deu­tung von Sätzen gern durch lo­gi­sche For­meln aus. Das ist nur lei­der nicht im­mer so ein­fach bzw. manch­mal schier unmöglich. Al­so ha­be ich hier mal ein paar Sätze zu­sam­men­ge­tra­gen, bei de­nen sich die­se bei­den Be­deu­tun­gen un­ter­schei­den.
Die meis­ten der For­meln sind von mir. Ich ha­be sie nach Bauch­gefühl auf­ge­stellt und erläutert. Für An­mer­kun­gen, Ver­bes­se­rungs­vor­schläge usw. bin ich of­fen.[1]
Es kommt im­mer erst der ge­sag­te Satz und sei­ne wört­li­che Be­deu­tung (p) und dann das Ge­mein­te und sei­ne Be­deu­tung (q).


Einfach
Zustimmung – Negation:
p: Das ist aber ein schönes Wetter. (Regen)p=s
q: Das ist aber ein schlechtes Wetter.q=¬s
Konjunktion – Implikation:
p: Sie küssten sich und waren glücklich.p=(sr)
q: Sie waren glücklich, weil sie sich küssten.q=(sr)
Implikation – Äquivalenz:
p: Wenn du mir hilfst, bekommst du 5€.p=(sr)
q: Du bekommst 5€ gdw. du mir hilfst.q=(sr)
Inklusives Oder – exklusives Oder:
p: Willst du ein Erdbeereis oder ein Vanilleeis?p=(sr)
q: Willst du entweder ein Erdbeereis oder ein Vanilleeis?q=(sr)
Konjunktion – Äquivalenz:
p: Er ist Arzt, aber er raucht.p=(sr)
q: Er ist nur ein (richtiger) Arzt, wenn er nicht raucht.q=(s⇔¬r)
Größer-oder-Gleichheit – Gleichheit:
p: Ich habe drei Kinder.p=(x≥3)
q: Ich habe genau drei Kinder.q=(x=3)
Schon schwieriger
Unendlichkeit – Wirklichkeit:
p: Die Fahrt dauerte eine halbe Ewigkeit.p=(x=∞/2)
q: Die Fahrt dauerte sehr lange.q=(x≫0)
Gleichheit der Subjekte – Gleichheit der Relation:
p: Du bist das Licht in meiner Dunkelheit.p=(s=xr=y)
q: Du verhältst dich zu mir, wie das Licht zur Dunkelheit.q=(s~rx~y)
Aussage – Aufforderung:
p: Da ist die Tür.p⇝.
q: Verschwinde!q⇝!
Frage – Aussage:
p: Bist du nur dumm?p⇝?
q: Du bist dumm.q⇝.
Frage – Aufforderung:
p: Könntest du mir bitte die Butter reichen?p⇝?
q: Reich mir bitte die Butter!q⇝!
Für alle – es gibt:
p: Ich mag Hunde.p=(∀e∈Ext(x):y~e)
q: Ich mag einige Hunde.q=(∃e∈Ext(x):y~e)
Absolut fraglich
Notwendigkeit – Möglichkeit:
p: Soldaten sind Mörder!p=(∀e∈Ext(x):∀U:e∈Ext(y)⊆U)
q: (Alle) Soldaten sind möglicherweise Mörder!q=(∀e∈Ext(x):∃U:e∈Ext(y)⊆U)

Und bei die­sen Bei­spie­len ha­be ich noch auf Präsup­po­si­tio­nen ver­zich­tet. ;-)

Na, die Wahr­heits­ta­feln ha­ben ja rich­tig su­per nicht mehr drauf­ge­passt. *seuf­zend­ein­div­mit­grau­em­hin­ter­gr­und­einfüg* Ich will gar nicht wis­sen, wie die­ser Bei­trag in der mo­bi­len Ver­si­on aus­sieht ...
[1]Als ob sich dar­auf je­mand an­ge­spro­chen fühlen würde.^^

Kommentare:

  1. Das ist ja voll interessant ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich weiß genau, wer du bist, Lilly! Und ich weiß genau, dass du das nicht die Bohne interessant findest. ;-)

      Löschen
    2. Nee, du weißt nicht wer ich bin....
      Ich bin nämlich deine Schwester und als diese muss ich alles von dir doof finden...

      Löschen