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Sonntag, 25. Januar 2015

clunc


EnglishDeutsch

On Ja­nu­a­ry 23 and 24 the se­cond an­nu­al Com­pu­ta­tio­nal Lin­gui­stics Un­con­fe­rence (clunc) or­gan­zied by Aexea took place in Stutt­gart. We we­re the­re!
My per­so­nal im­pres­si­ons—short over­view:
  • An un­con­fe­rence is at least as cool as a con­fe­rence. The at­mo­s­phe­re is qui­te mo­re re­la­xed and the pro­ce­du­re is fre­er as well. The food is ex­cel­lent and you get T-shirts.
  • I par­ti­ci­pa­ted in a se­ries of in­te­res­ting pre­sen­ta­ti­ons and talks about the to­pics good­s­peak, CL in fu­ture, au­to­ma­ted text ge­ne­ra­ti­on, up-to-da­te ma­chi­ne trans­la­ti­on, Twit­ter bots and WTF-8.
  • We won the hacka­thon with our pro­ject tit­led Hack­Geo­Ling af­ter a one-night pro­gram­ming shift!

Am 23. und 24. Ja­nu­ar fand die zwei­te jähr­li­che und von Aexea or­ga­ni­sier­te Com­pu­ter­lin­guis­tik-Un­kon­fe­renz (clunc) in Stutt­gart statt. Wir wa­ren da!
Mei­ne persönli­chen Ein­drücke – ein kur­z­er Über­blick:
  • Ei­ne Un­kon­fe­renz ist min­des­tens so toll wie ei­ne Kon­fe­renz. Die At­mo­sphäre ist viel ent­spann­ter und der Ab­lauf ist eben­falls frei­er. Das Es­sen ist aus­ge­zeich­net und es gibt T-Shirts.
  • Ich nahm an ei­ner Rei­he von in­ter­essan­ten Vor­trägen und Ge­sprächen rund um die The­men Gut­sprech, CL in der Zu­kunft, au­to­ma­ti­sier­te Text­ge­ne­ra­ti­on, ak­tu­el­le ma­schi­nel­le Über­set­zung, Twit­ter-Bots und Zei­chen­ko­die­rung teil.
  • Wir ge­wan­nen den Pro­gram­mier­ma­ra­thon mit un­se­rem Pro­jekt Hack­Geo­Ling nach ei­ner schlaflo­sen Nacht des Pro­gram­mie­rens!

Dienstag, 20. Januar 2015

Per pöstlichem Pa(c)kete


Deutsch

Im­mer die­ser Recht­schreibärger mit Packe­ten und Päck­chen! Oder war es an­ders­her­um: … mit Pa­ke­ten und Päkchen!? Hach, die­se deut­sche Spra­che mit ih­ren schwie­ri­gen Wörtern! Auf Eng­lisch ist man we­nigs­tens kon­se­quent und schreibt packet und packa­ge. Natürlich sind die bei­den Wörter ver­wandt. Warum dann die un­ter­schied­li­che Schrei­bung? Nun, bei Päck­chen han­delt es sich um ein Erb­wort und bei Pa­ket um ein Lehn­wort (so­wie bei Packa­ge um ein Fremd­wort). Ers­te­res ist ein De­ri­vat von Pack und Zwei­te­res ei­ne Ein­deut­schung von paquet (so­wie Letz­te­res ein An­g­li­zis­mus). Noch ein­mal die Klas­si­fi­zie­rung:
  • Erb­wort: von der früher­en Sprach­stu­fe über­nom­me­nes d. h. ge­erb­tes Wort.
  • Lehn­wort: aus ei­ner an­de­ren Spra­che über­nom­me­nes und in Aus­spra­che, Schrei­bung und Fle­xi­on an­ge­pass­tes d. h. ent­lehn­tes Wort.
  • Fremd­wort: aus ei­ner an­de­ren Spra­che über­nom­me­nes und nicht­an­ge­pass­tes d. h. als fremd emp­fun­de­nes Wort.
Auch wis­sens­wert: Das deut­sche Post­we­sen war früher kom­plett auf Französisch. Dann kam die Zeit des Deut­schen Sprach­pu­ris­mus und un­ter Hein­rich von Ste­phan wur­den vie­le französi­schen Fachwörter durch deut­sche er­setzt (im 19. Jh.). Der Post ist übri­gens ver­wandt mit die Post und bei­des mit Po­si­ti­on.

Sonntag, 18. Januar 2015

Vergessen und gegessen


Deutsch

Da ver- und ge- bei­des ge­bräuch­li­che Präfi­xe der deut­schen Spra­che sind, stellt sich die Fra­ge, ob die bei­den Ver­ben ir­gend­wie ver­wandt sind. Al­so, ob z. B. das Grund­wort gessen und das g bei es­sen ir­gend­wann weg­ge­fal­len ist. Die Ant­wort vor­ne­weg: Nein, die bei­den Wörter sind nicht ver­wandt. Das Grund­wort bei ver­ges­sen ist tatsächlich gessen, was im Deut­schen aber nur noch ein Ver­bin­dung mit ver- be­nutzt wird. Im Eng­li­schen hin­ge­gen sind so­wohl to for­get als auch to get und ei­ni­ge an­de­re de­ri­vier­te For­men ge­bräuch­lich. Gessen im Sin­ne von er­hal­ten wur­de bei uns im Mit­tel­hoch­deut­schen je­doch durch be­kom­men er­setzt. Ver­ges­sen verhält sich al­so ganz nor­mal, wor­aus die ei­gent­li­che Fra­ge ent­steht, wo­her denn das zwei­te g im PPP von es­sen kommt. Das Präfix ge- wird im heu­ti­gen Deutsch bei (nicht ganz aus­nahms­los) al­len Ver­ben zur Mar­kie­rung des PPPs ge­nutzt. Das war aber nicht im­mer so. Bei schwa­chen Ver­ben war es unnötig, da sich die PPP-For­men durch den Per­fekt­stamm­vo­kal schon vom Präsens- und Präte­ri­tum­stamm­vo­kal un­ter­schei­den, und wur­de bis zum Be­ginn des Frühneu­hoch­deut­schen auch nicht re­gelmäßig be­nutzt. Zum bes­se­ren Verständ­nis le­se man fol­gen­de Bei­spiel­phra­sen: Ich ha­be fun­den. Du bist gan­gen. Er hat trof­fen. Wir ha­ben trun­ken. Ihr seid wor­den. Sie ha­ben sun­gen. Bei an­de­ren Ver­ben be­nutz­te man ge-, so auch bei es­sen: gees­sen, was dann aber im Lau­fe der Zeit zu gessen verkürzt wur­de: Er hat gessen. Und dann kam ein wich­ti­ges Sprach­wan­del­in­stru­ment zum Ein­satz: Ana­lo­gie­bil­dung. Die deut­schen Spre­cher ver­pass­ten al­len Ver­ben ei­ne ein­heit­li­che Par­ti­zip­bil­dung, in­dem sie das ge- an (fast) al­le For­men dran­kleb­ten, so wie wir sie heu­te ken­nen: ge­fun­den, ge­gan­gen, ge­trof­fen, ge­trun­ken und eben auch ge­ges­sen, was ei­gent­lich dop­pelt ge­mop­pelt ist. (Ana­lo­gi­en sind übri­gens auch im heu­ti­gen Deutsch sehr wich­tig und for­men so­wohl star­ke in schwa­che als auch schwa­che in star­ke Ver­ben um: ba­cken – buk wird zu ba­cken – back­te und win­ken – ge­winkt wird zu win­ken – ge­wun­ken.) Ge­ges­sen ist al­so mor­pho­lo­gisch ge­se­hen kein Wort der deut­schen Spra­che, für das man kei­ne Aus­nah­me­re­ge­lung einführen muss.

Nach­trag: In ei­ni­gen deut­schen Dia­lek­ten wird ge- nicht stan­dardmäßig ver­wen­det; so heißt ge­ges­sen bspw. auf Schwäbisch gessa und auf Itz­gründisch gássn.

Der Bip­pel

Was ist denn ein Bip­pel?, frag­te ich, als ei­ne Freun­din im Ge­spräche eben­die­ses Wort be­nutz­te. Es stell­te sich her­aus, dass drei der An­we­sen­den das Wort kann­ten und zwei nicht. Da es sich nur bei den erst­ge­nann­ten um aus Zen­tral­thürin­gen stam­men­de Per­so­nen han­del­te, kam in mir natürlich so­fort die Ver­mu­tung auf, dass es sich bei Bip­pel um ein Dia­lekt­wort han­de­le. Ein kur­z­er, er­geb­nis­lo­ser Blick in den Du­den bestätig­te das. Al­lein im Wörter­buch der elsässi­schen Mund­ar­ten fand sich in Ein­trag zu Bip­pel, aber in der Be­deu­tung Küken (s. dort Pip­perl), was aber über­haupt nichts mit der Ge­mein­ten Be­deu­tung, nämlich Stöpsel zu tun hat. Schließlich wur­de ich nach ei­ni­gem Su­chen dann doch noch fündig: Bip­pus un­ter Syn­ony­me für Din­gens und (mit bin­nen­deut­scher Kon­so­nan­ten­schwächung) Bib­bus un­ter Sächsisch, Thürin­gisch & Sächsisch-Thürin­gi­scher Dia­lekt. Bip­pel ist dann lo­gi­scher­wei­se der Di­mi­nu­tiv. Wörter, bei de­nen man fra­gen­de Bli­cke ern­tet, hat wohl je­der in sei­nem Re­per­toire. Mir ging es zum Bei­spiel schon öfter bei Ver­ben wie auf­hu­ckeln, knören, schnurp­sen, verschüren oder Sub­stan­ti­ven wie Büff­chen so, die ich bis zu ih­rer Ent­tar­nung als Dia­lektwörter (durch Nichtauf­fin­den im Du­den) stets für stan­dard­sprach­lich hielt. Ein in­ter­essan­te Ef­fekt ist nämlich zu be­ob­ach­ten: Die Aus­spra­che und Schrei­bung der ge­nann­ten Wörter ha­be ich als jen­seits des ost­fränki­schen Dia­lekt­ge­bie­tes Auf­ge­wach­se­ner ein­fach an das Hoch­deut­sche an­ge­passt, im Ori­gi­nal schreibt und spricht man sie nämlich merk­lich an­ders.

Ge­spens­ter vs. Geis­ter

Wo liegt der Un­ter­schied? Das ist jetzt mehr ein phi­lo­so­phi­sches Pro­blem, trotz­dem fra­gen sich das vie­le Men­schen und die­ses Wo­chen­en­de frag­te auch ich mich. Ein biss­chen Her­um­su­chen im In­ter­net ließ mich ei­ne ei­ge­ne De­fi­ni­ti­on fas­sen, die ich so all­ge­mein wie möglich hal­ten woll­te:

  • Geist: ein Mensch oh­ne Körper.
  • Ge­spenst: ein spu­ken­des We­sen.

Der Geist ist zunächst ein­mal das, was man bei je­dem Men­schen erhält, wenn man die körper­li­che Hülle weg­nimmt. Da­zu muss er nicht ein­mal ster­ben. Des­halb kann man auch ei­ne Geis­terer­schei­nung von ei­nem Men­schen ha­ben, der gar nicht tot ist, aber des­sen Körper sich wo­an­ders be­fin­det. Stirbt ein Mensch, so ver­west der Körper und der Geist bleibt übrig. Der Gru­sel­fak­tor kommt dann ins Spiel, wenn Geis­ter her­ums­pu­ken: als Pol­ter­geist, in ei­nem Geis­ter­schloss oder auf ei­nem Geis­ter­schiff.
Ein Ge­spenst (oder auch Phan­tom) hin­ge­gen kann zwar in men­schenähn­li­cher Ge­stalt er­schei­nen, war je­doch nie­mals ein Mensch. Vom Wor­te her ist ein Ge­spenst ein Trug­bild, et­was, das je­man­den weg­lockt (vgl. ab­spens­tig). Eben­so wie Geis­ter können Ge­spens­ter z. B. in Spuk­schlössern ihr Un­we­sen trei­ben.


Bohnanzamathematik


Deutsch

Ei­gent­lich woll­te ich noch ein biss­chen mehr zu die­sem The­ma ma­chen, doch seit Ta­gen ha­be ich dafür kei­ne Zeit dafür ge­fun­den, al­so kommt hier erst mal das, was ich bis jetzt schon hab: Be­rech­nun­gen zum Bohnan­za-Spiel. Fol­gen­de Fra­gen wer­den ma­the­ma­tisch be­ant­wor­tet:
  1. Wann ist ein 3. Boh­nen­feld sinn­voll?
  2. Wann lohnt es sich, Boh­nen zu ver­schen­ken?
  3. Wann lohnt es sich, Boh­nen­ge­schen­ke an­zu­neh­men?
  4. In wel­cher Rei­hen­fol­ge soll­ten man sei­ne Hand­kar­ten los­wer­den?

Das Gan­ze ha­be ich in ausführ­li­cher Form als PDF-Da­tei hoch­ge­la­den:
PDF-Da­tei
Das Her­un­ter­la­den so­wie Wei­ter­ver­wen­den des Do­ku­ments und/oder des­sen In­hal­ten ist hier­mit ge­stat­tet.

Freitag, 9. Januar 2015

Minimum- und Maximumfunktion


Deutsch

Die herkömm­li­che Me­tho­de, um das Mi­ni­mum ei­ner Lis­te gan­zer Zah­len zu be­rech­nen:

private static Integer min(List<Integer> array){
 Integer min = Integer.MAX_VALUE;
 for(Integer i : array){
  if(i < min){
   min = i;
  }
 }
 return min;
}


Ich ha­be mich ge­fragt, ob es schnel­ler geht, wenn man einen Al­go­rith­mus be­nutz, der kei­ne Ver­glei­che durchführt, son­dern das Mi­ni­mum re­kur­siv be­rech­net. Er sah dann wie folgt aus:

private static Integer min(List<Integer> array){
 try {
  Integer a = array.get(0);
  array.remove((int) 0);
  Integer b = min(array);
  return (a+b-Math.abs(a-b))/2;
 }
 catch(IndexOutOfBoundsException e){
  return Integer.MAX_VALUE;
 }
}


Die­sem Al­go­rith­mus liegt die Be­rech­nung des Mi­ni­mums zwei­er Zah­len zu­grun­de: min(a,b)=(a+b-|a-b|)/2.

Mit ein paar Abände­run­gen ist die­ser Kode auch zum Be­rech­nen ei­nes Ma­xi­mums taug­lich.

Al­ler­dings ist die Lauf­zeit mei­nes Al­go­rith­mus höher als die der Stan­dard­va­ri­an­te (im Praxis­test ge­mes­sen).

Spaßfakt: Das Wort Al­go­rith­mus lei­tet sich von Al-H̲wa­rizmī, dem Na­men ei­nes per­sisch-ara­bi­schen Ma­the­ma­ti­kers, ab. (vgl. Du­den)

Montag, 5. Januar 2015

Das generische Femininum


Deutsch

Warum sagt man Kat­ze und nicht Ka­ter, wenn man das Ge­schlecht des Tie­res nicht kennt? Man sagt doch auch Hund und nicht Hündin für ein sol­ches Tier un­be­kann­ten Ge­schlech­tes. In der fe­mi­nis­ti­schen Lin­guis­tik wird stets dafür ein­ge­tre­ten, dass Men­schen un­be­kann­ten Ge­schlechts mit ei­ner sog. gen­der­ge­rech­ten bzw. ge­schlech­ter­ge­rech­ten Form und nicht mit ei­nem ge­ne­ri­schen Mas­ku­li­num be­zeich­net wer­den und ei­ne Form wie Leh­rer durch ei­ne der fol­gen­den er­setzt wer­de: Leh­rer/-in (kor­rek­te Schrägstrich­schrei­bung), Leh­re­rIn (mit Bin­nen­ma­jus­kel), Leh­rer_in (mit Gen­der Gap), Leh­re­rin (im Dresd­ner Stil), Leh­ren­de(r) (nicht im­mer ganz rich­ti­ge PPA-Sub­stan­ti­vie­rung) oder Lehr­kraft (Ent­per­so­ni­fi­zie­rung). (Al­ler­dings ha­be ich noch nie von je­man­dem gehört, der sich für ei­ne neu­tra­le Form von ge­ne­risch fe­mi­ni­nen Per­so­nen­be­zeich­nun­gen wie z. B. Per­son selbst ein­setzt ... der Per­son, Per­seur, Persönier?) Aber wo blei­ben die Tie­re? Bei ei­ni­gen Ar­ten wird be­reits das ge­ne­ri­sche Fe­mi­ni­num ver­wen­det. Dies ge­schieht schier willkürlich und ist von Spra­che zu Spra­che ver­schie­den.
Ei­ne klei­ne Ta­bel­le da­zu:*
ge­ne­rischmänn­lichweib­lich
Af­fe {m}Af­feÄffin
Bär {m}BärBärin
En­te {f}En­te­rich/Er­pelEn­te
Gans {f}Gänse­rich/Gan­terGans
Hund {m}HundHündin
Kat­ze {f}Ka­terKat­ze
Man sieht, dass in den meis­ten Fällen die je­weils an­de­re Form von der ge­ne­ri­schen nach ei­nem be­stimm­ten Mus­ter de­ri­viert ist. So fal­len ne­ben Af­fe, Bär und Hund auch noch Fuchs, Löwe, Wolf u. a. in die -in-Ka­te­go­rie, während ne­ben En­te und Gans auch Maus und Kröte in die -erich-Ka­te­go­rie für die männ­li­chen For­men fal­len. Mit­un­ter wer­den auch ganz ko­mi­sche For­men kre­i­ert. Zum Bei­spiel in Günter Grass' Werk Die Rättin, wo be­tont wer­den soll, dass es sich um ei­ne weib­li­che Rat­te han­delt. Männ­li­che Rat­ten packt man dann ent­we­der ins Mäuse- oder ins Zie­gen­sche­ma und nennt sie Rat­te­rich oder Rat­ten­bock.
In­ter­essant sind Tie­re, wel­che ei­ne zusätz­li­che sächli­che Be­zeich­nung ha­ben:
ge­ne­rischmänn­lichweib­lich
Huhn {n}HahnHen­ne
Pferd {n}HengstStu­te
Rind {n}Bul­leKuh
Schaf {n}Bock/Wid­derZib­be
Schwein {n}EberSau
In man­chen Dia­lek­ten wird bei Letz­te­rem auch di­rekt auf die weib­li­che Form zurück­ge­grif­fen, da heißt es in der ge­schlechts­un­be­kann­ten Form Wild­sau. Ei­ni­ge wer­den auch in un­ter­schied­li­chem Ge­brau­che für an­de­re Tier­ar­ten her­ge­nom­men: Au­er­hahn – Au­er­hen­ne, Ele­phan­ten­bul­le – Ele­phan­tenkuh usw. Da­zu kom­men dann bei vie­len Haus- und Nutz­tie­ren Ex­tra­be­zeich­nun­gen für ka­strier­te Männ­chen: Och­se (beim Rin­de), Ham­mel (beim Scha­fe).
Ei­ne letz­te Grup­pe bil­den die­je­ni­gen Tie­re, de­ren ge­schlechts­neu­tra­le Be­zeich­nung gar kein neu­tra­les Ge­nus hat:
ge­ne­rischmänn­lichweib­lich
Ha­se {m}Ramm­lerHäsin/Zib­be
Zie­ge {f}BockGeiß
Die jun­gen Tie­re bzw. Jung­tie­re sind oft sächlich. Das sieht man schon beim Men­schen selbst: das Kind (un­abhängig da­von, ob der Mensch jetzt als Tier zählt oder nicht). Wei­te­re Jung­tier­be­zeich­nun­gen sind: Kalb, Foh­len, Lamm, Küken (al­le­samt sächlich), aber auch Lar­ve (weib­lich) so­wie Wel­pe (männ­lich).
Zurück bei der ei­gent­li­chen Fra­ge kann ich nicht sa­gen, warum man bei Kat­zen das ge­ne­ri­sche Fe­mi­ni­num dem ge­ne­ri­schen Mas­ku­li­num vor­zieht. Es hilft ja nor­ma­ler­wei­se, sich die Sprach­ge­schich­te an­zu­schau­en, doch kommt das Wort Kat­ze (auch e. cat) aus dem La­tei­ni­schen und schon da gab es zwei Wörter für Männ­chen und Weib­chen (cat­tus {m} und cat­ta {f}). Bei Men­schen stütz­ten sich al­ler­dings schon die Römer auf das ge­ne­ri­sche Mas­ku­li­num: Ei­ne Grup­pe galt als gram­ma­ti­ka­lisch männ­lich, so­bald min­des­tens ein Mann da­bei war. Die Grup­pe an sich ist dann wie­der weib­lich und wenn sie abends fei­ern geht, ha­ben am nächs­ten Mor­gen viel­leicht ei­ni­ge einen Ka­ter und an­de­re ei­ne Kat­ze. Doch das ist ei­ne an­de­re (Sprach-)­Ge­schich­te.
*Ei­ne ge­naue­re Ta­bel­le be­fin­det sich auf Wi­ki­pe­dia. Man be­ach­te die Be­zeich­nun­gen für das Mur­mel­tier und mer­ke sich: Wenn ein Bär mit ei­ner Kat­ze schläft, dann be­kom­men sie ein Äff­chen. ;-)

Freitag, 2. Januar 2015

Bohnanza: Spielekombinationen


Deutsch

Nach­dem wir ges­tern nach ei­ner Stun­de Yu-Gi-Oh und zwei Stun­den Mun­ch­kin auch noch sechs Stun­den und bis zum Mor­gen­grau­en Bohnan­za ge­spielt hat­ten – was wohl ein biss­chen der Tat­sa­che ge­schul­det ist, dass ein ge­wis­ser Herr G. im­mer bis zum Geht­nicht­mehr ver­han­deln woll­te –, muss ich jetzt ein­fach noch einen Bei­trag zum The­ma Bohnan­za schrei­ben. Von den be­sag­ten sechs Stun­den wa­ren nämlich über fünf ein ein­zi­ges Spiel, weil wir auf die Idee ka­men, Bohn to be wild!, Bohnis­si­ma und das Er­wei­te­rungs-Set zu kom­bi­nie­ren und den Zug­sta­pel zwei­mal durch­spiel­ten.
An die­ser Stel­le möchte ich al­le Bohnan­za­lieb­ha­ber da­zu er­mu­ti­gen, die ein­zel­nen Spie­le auch über die Her­stel­ler­an­ga­ben hin­aus zu kom­bi­nie­ren.

Chi­li­boh­ne, Schwar­ze Boh­ne, Boh­nus, Acker­boh­ne, Wein­brand­boh­ne,
Auf­trag, Bohna­par­te, Bon­bohn, Bohn­du­el­le, Nicht die Boh­ne, Bohno­pol

Für (so gut wie) je­des Bohnan­za-Spiel braucht man ein Grund­spiel, wel­ches dann um di­ver­se Er­wei­te­run­gen ergänzt wer­den kann. Als Grund­spiel tau­gen z. B.:
  • das ur­sprüng­li­che Bohnan­za-Grund­spiel,
  • Va­ri­an­ten des­sel­ben (wie die Fan-Edi­ti­on oder Fun & Ea­sy),
  • La­dy­bohn (mit Boh­nen­weib­chen und -ba­bys) und
  • Al Ca­boh­ne (ge­gen die Boh­nen­ma­fia).

Im­mer drauf­pa­cken kann man z. B.:
  • das Er­wei­te­rungs-Set (für mehr Boh­nen und Auf­träge) und
  • Bohnis­si­ma (für Ak­ti­ons­kar­ten).

Um die Spiel­hand­lung dann in ei­ne be­stimm­te Welt des großen Bohni­ver­sums zu ver­le­gen, kann man noch ei­ne (oder auch meh­re­re – je nach­dem, wie viel Zeit, Lust und Platz man hat) Er­wei­te­rung(en) hin­zu­neh­men, z. B.:
  • Bohna­par­te (Na­po­le­on),
  • Bohnröschen (Märchen­welt),
  • High Bohn (Wil­der Wes­ten),
  • La Is­la Bohnitâ (zur See)
  • ...

(Möchte man die Hand­lung in den Welt­raum ver­le­gen, bie­tet sich Space Be­ans an, was aber nicht mit an­de­ren Bohnan­za-Spie­len kom­bi­nier­bar ist.)

Ich hof­fe, dass ich da­mit ei­ni­ge An­re­gun­gen ge­ben konn­te. Es gibt natürlich noch viel mehr Bohnanz­a­spie­le, auch zum Sel­ber­bas­teln.
Wer­den Bohnan­za-Spie­le mit­ein­an­der ge­mischt, für de­ren Kom­bi­na­ti­on es kei­ne Spiel­an­lei­tun­gen gibt, emp­fiehlt es sich, einen Spiel­lei­ter zu be­stim­men, der bei Streit­fra­gen neue Re­geln fest­legt.

Wenn die­ser Bei­trag in­ter­essant war, dann sie­he auch den letz­ten.

Donnerstag, 1. Januar 2015

Heuteschnee


Deutsch

Das ers­te Mo­nats­ge­dicht in die­sem Jah­re han­delt vom heu­ti­gen Wet­ter.

Heu­te­schnee von Til­ly Dö

Win­ter ist, wenn's draußen schneit,
Dach­te ich zu frührer Zeit.
Doch die­ser Jah­re tu ich wis­sen,
Dass das, was run­ter­kommt mit Platsch,
Ist, so sa­ge ich ver­bis­sen,
Schnee­matsch.

Fie­len einst die ers­ten Flo­cken,
War Schluss mit In-der-Stu­be-Hocken.
Schnee­ball­schlacht im weißen Gar­ten,
Spaß zu ham, war ein' der Ar­ten.
Bei die­sem Mat­sche, bit­ter­lich,
Bleib ich doch lie­ber in der Kich.