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Montag, 1. Dezember 2014

Blick


Deutsch

Wie üblich kommt das (in die­sem Jahr letz­te) Mo­nats­ge­dicht.

Blick von Til­ly Dö

Im Schla­fe hatt' ich die Vi­si­on,
Ich fühlt' mich mit­ten­drin,
Von ei­ner mächti­gen Na­ti­on –
Da will ich wie­der hin!

Die Macht dort wird vom Volk gewählt
Vom Vol­ke uni­form,
Denn al­les ist, was hier­bei zählt,
Die ein­heit­li­che Norm.

Es gibt kein „In­di­vi­du­um“,
Das and­ren will ge­fal­len.
Auch gibt es kein Ei­gen­tum,
Denn al­les dort ist al­len.

Arm und Reich mit­nich­ten,
Tren­nung nicht nach Ras­sen,
Tei­lung nicht in Schich­ten,
Ord­nung nicht in Klas­sen.

Die Wirt­schaft wird zen­tral ge­lenkt
Von der großen Macht,
Was je­des Ich im Wir ver­senkt,
Was kei­nen Egost­reit ent­facht.

Sol­da­ten lau­fen durch die Gas­sen,
Droh­nen sau­sen übern Him­mel,
Zu brin­gen Ord­nung in die Mas­sen,
Zu pas­sen auf in dem Ge­wim­mel.

In die­sem Land ist je­der gleich
Im Den­ken und im Sin­nen.
So träum ich mir ein star­kes Reich;
Stark nach außen und in­nen.

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