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Donnerstag, 27. November 2014

Worum geht es an Weihnachten?


Deutsch

Worum geht es an Weih­nach­ten? Oder bes­ser: Was ist Men­schen an Weih­nach­ten wich­tig? Was ist an Weih­nach­ten so be­son­ders? Oder ein­fach: Was ist Weih­nach­ten? Die Ant­wort auf die­se Fra­ge lässt sich schwer mit ei­nem kur­z­en Sat­ze ge­ben. Des­halb möchte ich mal ganz an­ders an sie her­an­tre­ten.

Was an Weih­nach­ten (oder ge­ne­rell) in den Köpfen der Men­schen vor­geht, er­kennt man am bes­ten, in­dem man sich ih­re Äußerun­gen in die­ser Zeit an­schaut. Und vie­le bis al­le Men­schen äußern die­ses wie je­des Jahr ab dem 1. Ad­vent Ad­vents- und Weih­nachts­lie­der (kurz: Weih­nachts­lie­der) in Hülle und Fülle, da­her wer­den die­se das Kor­pus der Ana­ly­se bil­den. Die Idee ist ganz ein­fach: Es wird ei­ne Men­ge von Weih­nachts­lie­dern be­trach­tet und ein Fre­quen­zwörter­buch er­stellt. Die Wörter, die am häufigs­ten vor­kom­men, tau­chen dann ganz oben auf der Lis­te auf. Ins­ge­samt wer­den 34 Weih­nachts­lie­der be­trach­tet (die Lis­te be­fin­det sich am En­de vom Ein­trag). Ein Pro­blem da­bei liegt in der Fle­xi­on des Deut­schen. Denn ei­ne ein­fa­che Fre­quenz­ana­ly­se un­ter­schei­det nicht zwi­schen zwei ver­schie­de­nen Fle­xi­ons­for­men des glei­chen Le­xems (d. h. Grund­wort). Für die­ses Pro­blem gibt es ver­schie­de­ne Lösun­gen, u. a.:
  1. Vor der Ana­ly­se des Tex­tes wer­den al­le Wörter in ih­re Grund­form um­ge­wan­delt oder
  2. die Wörter wer­den zum Ver­glei­che in ei­ne Spra­che mit ei­nem klei­ne­ren Fle­xi­ons­pa­ra­dig­ma über­setzt.

Der Ein­fach­heit hal­ber ent­schei­de ich mich für die Ver­wen­dung von Me­tho­de 2. Als Ziel­spra­che wird das Eng­li­sche aus­er­ko­ren, bei wel­chem die For­men von No­mi­na­tiv, Da­tiv und Ak­ku­sa­tiv zu­sam­men­fal­len und merk­lich nur noch in Sin­gu­lar und Plu­ral un­ter­schie­den wird. Trotz­dem gibt es im­mer noch zwei ver­schie­de­ne Me­tho­den von Me­tho­de 2: Man kann je­des Wort ein­zeln über­set­zen (kon­text­frei) oder das ge­sam­te Lied (kon­textabhängig). Ich wer­de die kon­textabhängi­ge Me­tho­de ver­wen­den. (Ne­ben­ef­fekt: Weil die Ziel­spra­che der deut­schen Lie­der Eng­lisch ist, könn­ten auch ori­gi­na­leng­li­sche Lie­der mit in den Ver­gleich ein­be­zo­gen wer­den.)

Das Pro­gramm, wel­ches ein Fre­quen­zwörter­buch aus den Lie­dern er­stellt, sieht in ver­ein­fach­ter Pseu­do­ko­de­dar­stel­lung wie folgt aus:

lege Wörterbuch an
FÜR jedes Lied
    übersetze Lied nach Englisch
    FÜR jedes Wort aus Lied
        übersetze Wort nach Deutsch
        WENN Wort noch nicht in Wörterbuch
            füge Wort hinzu
            setze Zähler auf eins
        SONST
            erhöhe Zähler von Wort um eins
sortiere Wörterbuch nach Zählern
gebe Wörterbuch aus

Das aus­ge­ge­be­ne Wörter­buch fasst um die 900 ver­schie­de­ne Ein­träge. Die­se ha­be ich dann von Hand noch et­was nach­be­rei­tet und in ta­bel­la­ri­scher Form ab­ge­tippt:

An­zahl (pro Lied) Be­griff(e) (auch ver­wand­te und ab­ge­lei­te­te For­men)
75 (2,1)Abend, Nacht, Weih­nach­ten
     "Glo­cke, Klim­pern, Klin­gen, Tönen
65 (1,9)Chris­tus, Je­sus, König, Ret­ter, Sohn
     "Freu­de, Froh, Glück­lich, Lus­tig
50 (1,4)En­gel, Hei­lig, Him­mel
45 (1,3)Kom­men
40 (1,1)Kind
30 (0,9)Brin­gen, Ge­ben
     "Chor, Ju­beln, Sin­gen
     "Gott, Va­ter
     "Herz, Lie­ben
     "Gut, Schön
25 (0,7)Baum, Wald
     "Er­de, Welt
     "Gebären, Le­ben
     "Groß, Hoch, Weit
     "Jung­frau, Ma­ria
20 (0,6)Hell, Leuch­ten
15 (0,4)Beth­le­hem
     "Chris­ten­heit, Men­schen
     "Ni­klaus
     "Se­hen
     "Stern
10 (0,3)Schnee
     "Zeit
     ⋮     ⋮


Da­mit sind die Schwer­punk­te ge­setzt. Natürlich könn­te man Fach­ar­bei­ten über die­ses und gleich­ge­ar­te­te The­men ver­fas­sen ... Doch das Er­geb­nis mei­ner Ana­ly­se scheint jetzt auch nicht gänz­lich falsch zu sein, wenn man es mal mit sei­nen er­war­te­ten Er­geb­nis­sen ver­gleicht: Hei­ligabend, Klänge al­ler Art, das Je­sus­kind und je­de Men­ge po­si­ti­ve Gefühle ste­hen ganz oben auf der Lis­te der wich­ti­gen Din­ge an Weih­nach­ten. Ge­folgt von Zahl­rei­chen an­de­ren Din­gen, die sich mit der Ge­burt Je­su be­fas­sen. In den Lie­dern wird größten­teils mit hel­lem Glanz, fro­hem Ton, süßem Duft, leck­rer Speis' und war­mem Schein für Au­gen, Oh­ren, Na­se, Mund und Ge­spür ei­ne durch und durch an­ge­neh­me Um­ge­bung be­schrie­ben und ver­mit­telt. Wei­te­re wich­ti­ge Din­ge sind (an­schei­nend) der Ni­ko­laus, Schnee, das Ba­cken und Ge­schen­ke/Ga­ben (auch, wenn die bei­den letzt­ge­nann­ten nicht im obe­ren Teil der Fre­quenz­lis­te auf­tau­chen).
Liedliste:

Alle Jahre wieder
Es ist ein Ros' entsprungen
Es ist für uns eine Zeit angekommen
Es kommt ein Schiff, geladen
Es schneit
Fröhliche Weihnacht überall!
Guten Abend, schön Abend
Hört der Engel helle Lieder
Ich steh' an deiner Krippe hier
Ihr Kinderlein kommet
In der Weihnachtsbäckerei
In dulci jubilo
Jingle Bells
Joseph, lieber Joseph mein
Kling, Glöckchen, klingelingeling
Kommet, ihr Hirten
Kommt und laßt uns Christum ehren
Laßt uns froh und munter sein
Leise rieselt der Schnee
Macht hoch die Tür', die Tor' macht weit
Maria durch ein' Dornwald ging
Morgen kommt der Weihnachtsmann
Morgen, Kinder, wird's was geben
O du fröhliche
O Tannenbaum, o Tannenbaum
O Tannenbaum
Schneeflöckchen, Weißröckchen
Stern über Bethlehem
Stille Nacht, heilige Nacht!
Süßer die Glocken nie klingen
Tochter Zion
Vom Himmel hoch, da komm' ich her
Vorfreude, schönste Freude
Zu Bethlehem geboren

Freitag, 21. November 2014

Chinese sign tables


English

Something I really like to do is the cre­at­ing of such tables.

主 (zhǔ)
mas­ter
木 (mù)
tree
山 (shān)
moun­tain
亻 (rén)
hu­man
住 (zhù)
to live
休 (xiū)
to rest
仙 (xiān)
im­mor­tal
氵 (shuǐ)
wa­ter
注 (zhù)
to in­ject
沐 (mù)
to wash one's hair
汕 (shàn)
fish trap
木 (mù)
tree
柱 (zhù)
pil­lar
林 (lín)
forest
杣 (shan)
tim­ber
  Small ver­sion:


It is show­ing very well how most of the Chinese char­ac­ters are con­struc­ted: As a phono-se­mant­ic com­pound. In the table's first row are the phon­et­ic (zhu, mu, shan) and in the first column the se­mant­ic ("hu­man", "wa­ter", "tree") com­pon­ents. In­side the cells there're the com­pounds. These take the sense of the se­mant­ic com­pon­ent, which of­ten are Chinese rad­ic­als, and the sound of the phon­et­ic com­pon­ent, as you can see in the table. (Note, that 休 and 林 aren't phono-se­mant­ic com­punds, they're com­pound ideo­graphs, look here: Chinese char­ac­ter clas­si­fic­a­tion. That's why they're pro­nounced oth­er­wise.)
Chinese char­ac­ters can­not only be used as phon­et­ic com­pon­ent xor se­mant­ic com­pon­ent, they can be both, e. g. 木 in the table. There's also no fixed po­s­i­tion and num­ber of the com­pon­ents. A (phono-se­mantic­ally) com­posed char­ac­ter can also be used as the phon­et­ic com­pon­ent in an­oth­er char­ac­ter.
If a Chinese speak­er sees an ideo­graph in a text and doesn't know how to pro­noun­ci­ate it, s/he tries one of the com­pon­ents as phon­et­ic one for read­ing it aloud (look here: Youbi­an du­bi­an).

Donnerstag, 20. November 2014

19 jaroj
 十九岁了


Esperanto中文

Ĉe la dek naŭa nas­kiĝta­go mia blo­go ha­vas pli ol dek mil kla­kojn, tio estas be­la do­naco. Mi sa­lu­tas la mondon, mi­an fa­mi­li­on, mi­ajn ami­kojn kaj la tu­tan ho­ma­ron! Mi de­zi­ras pa­con por ti­uj kaj be­ni­tan krist­nas­kan tem­pon.

在我的第十九生日我的网志有更多于万个点击,那个礼品很漂亮。我迎接世界,我家,我朋友们和全人类!我给大家希望和平和祝福的圣诞季节。

Zài wǒ de dì shí­jiǔ shēng­rì wǒ de wǎng­zhì yǒu gèng duō yú wàn gè diǎn­jī, nà­gè lǐ­pǐn hěn piào­liang. Wǒ yíng­jiē shì­jiè, wǒ jiā, wǒ péng­yǒu­men hé quán rén­lèi! Wǒ gěi dà­jiā xī­wàng hé­píng hé zhù­fú de shèng­dàn jì­jié.

Freitag, 14. November 2014

Eioberflächenberechnung


Deutsch

Kürz­lich wur­de ich mit der Be­rech­nung der Ober­fläche ei­nes Eis kon­fron­tiert. Mei­ne spon­ta­ne Lösung stell­te mich aber nicht wirk­lich zu­frie­den. Des­halb kom­men hier ei­ni­ge Nähe­rungs­for­meln für die Ei­o­ber­fläche im Ver­glei­che.
Bei al­len Glei­chun­gen sind h die Höhe und d der Durch­mes­ser des Eis.

Die ers­te Glei­chung ist von ei­ner Sei­te der Uni­ver­sität Würz­burg[1]:
   
Da­bei wird ein Ei nähe­rungs­wei­se als Qua­der be­trach­tet.

Die zwei­te Glei­chung ist mei­ne Spont­anlösung:
   
Da­bei wird ein Ei nähe­rungs­wei­se als Zwi­schen­ding von Qua­der und Ku­gel be­trach­tet.

Die drit­te Glei­chung ist von ei­ner Sei­te der Uni­ver­sität Han­no­ver[2]:
   
Da­bei wird ein Ei als Ro­ta­ti­ons­el­lip­so­id be­trach­tet.

Die vier­te und letz­te Glei­chung ist aus Le­xi­kon der Ma­the­ma­tik[3]:
   
Da­bei wird ein Ei eben­falls als Ro­ta­ti­onskörper be­trach­tet.

Um die­se For­meln nun mit der Wirk­lich­keit ver­glei­chen zu können, braucht man natürlich einen ex­pe­ri­men­tell er­mit­tel­ten Wert für die Ober­fläche von Ei­ern. Da ich we­der die Lust noch die Mit­tel für ein ge­eig­ne­tes Ex­pe­ri­ment[4] ha­be, be­die­ne ich mich des all­wis­sen­den In­ter­nets: Ein Ei hat ei­ne Ober­fläche von 68 cm².[5] Wo­her der Wert kommt, sei mal da­hin­ge­stellt, aber et­was an­de­res zum Ver­glei­chen ha­be ich mo­men­tan nicht. Für die Be­rech­nun­gen neh­me ich für die Eihöhe 7 cm und für den Ei­durch­mes­ser 4,5 cm an.

Ober­fläche in cm²Ab­wei­chung in %
AW166,5145
AT115,169
AH88,230
AL86,026

Straußenei­er sind die größten auf der Er­de vor­kom­men­den. Um zu se­hen, ob die For­meln auch für große Ei­er noch tau­gen, ei­ge­nen sie sich als Test­ob­jek­te al­so aus­ge­zeich­net. Dies­mal neh­me ich für die Eihöhe 15 cm und für den Ei­durch­mes­ser 12 cm an.[6] Die Ober­fläche ei­nes Straußen­eis ha­be ich im In­ter­net nicht ge­fun­den, da­her muss ich den Wert des Hühne­reis neh­men und die­sen hoch­rech­nen. (Auf der glei­chen Sei­te ist das Vo­lu­men mit 53 cm³ an­ge­ge­ben.) All­ge­mein gilt für Körper, dass sich bei der Ver­dop­pe­lung der Grund­sei­te die Ober­fläche ver­vier­facht und das Vo­lu­men ver­acht­facht. Auf ver­schie­de­nen In­ter­netsei­ten steht, dass ein Straußenei das 23-fa­che Vo­lu­men ei­nes gewöhn­li­chen Hühne­reis hat.[7] Ver­drei­und­zwan­zig­facht man al­so das Vo­lu­men ei­nes Hühne­reis, wächst die Fläche um den Fak­tor 23 hoch 2/3, al­so um et­wa 8. Das macht aus­ge­rech­net für ein Straußenei ei­ne Ober­fläche von 544 cm².

Ober­fläche in cm²Ab­wei­chung in %
AW1008,085
AT730,234
AH529,43
AL395,127

Und da­mit drei ver­gleich­ba­re Ei­ty­pen vor­lie­gen, be­trach­te ich zum Schluss auch noch Wach­te­lei­er. Ich schätze das Vo­lu­men auf et­wa 10 cm³. Das macht ein Schrump­fen ei­nes nor­ma­len Eis um den Fak­tor 6,8 auf ein Wach­te­lei. Dem­zu­fol­ge schrumpft die Ober­fläche um den Fak­tor 3,6 auf 19 cm². Eihöhe und Ei­durch­mes­ser schrump­fen eben­falls je­weils um den Fak­tor 1,9 auf 3,7 cm und 2,4 cm, wo­bei die­se bei­den An­ga­ben da­von aus­ge­hen, dass die Form ei­nes Wach­te­leis der ei­nes Hühne­reis ent­spricht.[8]

Ober­fläche in cm²Ab­wei­chung in %
AW47,0147
AT32,672
AH24,931
AL24,026

Die Ab­wei­chun­gen sind da­bei natürlich gleich der Ab­wei­chun­gen beim nor­ma­len Hühne­rei, weil des­sen Wer­te ein­fach pro­zen­tu­al her­un­ter­ge­rech­net wur­den. Zu­sam­men­fas­send kann man sa­gen, dass die For­mel aus dem Bu­che ei­ne Ei­o­ber­fläche wohl am bes­ten be­schreibt. Die 26% Ab­wei­chung kann man an die­ser Stel­le wohl auf die Tat­sa­che schie­ben, dass Ei nicht gleich Ei ist. Und ei­ne ex­pe­ri­men­tel­le Mes­sung eig­net sich zur Fest­stel­lung ei­ner Ei­o­ber­fläche so­wie­so am bes­ten.
[1]Quel­le: www.pro­jekt.di­dak­tik.ma­the­ma­tik.uni-wu­erz­burg.de
[2]Quel­le: www.iazd.uni-han­no­ver.de
[3]Quel­le: www.ma­t­he­board.de
[4]Ein paar ge­eig­ne­te Ex­pe­ri­men­te gibt's übri­gens hier: www.ju­gend-forscht.de
[5]Quel­le: www.ra­bensei­ten.de
[6]Die Maße ent­stam­men fol­gen­der Sei­te: www.wie-gross.com
[7]Vgl. www.af­ri­ca­team.de und www.ans­wers.ya­hoo.com
[8]Nach­trag: Die­se An­nah­me war gar nicht so falsch. 3,7 cm Höhe und 2,4 cm Durch­mes­ser ent­spre­chen et­wa den Wer­ten auf ver­schie­de­nen In­ter­netsei­ten, z. B. auf www.ama­zon.de

Donnerstag, 13. November 2014

Über eine Entdeckung von Wörtern im Alltag


Deutsch

Ich schrie­be ja wirk­lich ger­ne über et­was, das ich ge­ra­de im Stu­di­um ler­ne. Aber der Punkt, an dem die Po­pulärwis­sen­schaft aufhört, ist schon über­schrit­ten. Al­so kommt heu­te et­was aus mei­nem All­tag.
Das mit dem Wörte­rer­fin­den ist ja so ei­ne Sa­che. Ist ein Wort er­fun­den, nur weil es noch nir­gend­wo in der (do­ku­men­tier­ten) Sprech- und Schrift­ge­schich­te auf­tauch­te? Ich be­zeich­ne­te dies eher als Ent­de­ckung. Denn ei­gent­lich wa­ren al­le Bau­stei­ne, d. h. Ba­sen und Af­fi­xe, für die Kon­struk­ti­on ei­nes neu­en Wor­tes ja schon vor­han­den, be­vor man sie zu­sam­men­setz­te.
Ich schrei­be ge­ra­de heu­te darüber, weil mir heu­te oh­ne großes Nach­den­ken hin­ter­ein­an­der die Sätze Es sind aber zwei Tschüsse ge­fal­len. und Das wer­de ich gleich mal du­deln. über die Lip­pen ge­gan­gen sind.
Tschüsse und du­deln. Was hat das Ge­hirn ge­macht? Es hat fest­ge­stellt, dass das be­reits vor­han­de­ne Vo­ka­bu­lar nicht mehr aus­reicht, um die Ge­dan­ken so in Wor­te zu fas­sen, dass der Hörer sich et­was dar­un­ter vor­stel­len kann, das in et­wa dem Ge­dach­ten ent­spricht. Tschüss steht als sächli­ches Sub­stan­tiv durch­aus im Du­den, nur aber mit dem Plu­ral Tschüss. Und das war dem Spre­cher natürlich be­kannt. Al­so warum sag­te er dann Tschüsse?
Fol­gen­der Kon­text lag vor: Drei Per­so­nen ver­ab­schie­de­ten sich, aber es war nur zwei mal das Wort Tschüss zu hören. Mir war al­so nicht ganz klar, wie oft über­haupt Tschüss ge­sagt wur­de und von wem, zu wem und in wel­cher Rei­hen­fol­ge. Sol­che Fra­gen spie­len natürlich auch in der Bal­lis­tik ei­ne Rol­le, wenn es dar­um geht, wer wann und auf wen einen Schuss ab­ge­ge­ben hat. Auch die Wort­kom­bi­na­ti­on Schüsse fal­len ist ge­bräuch­lich. Und so wur­de eben statt es sind Tschüss ge­fal­len in­tui­tiv es sind Tschüsse ge­fal­len ge­sagt, auch, um dem Hörer klarzu­ma­chen, dass die Wor­te in Ge­dan­ken mit Schüssen as­so­zi­iert wur­den.
Nach­dem ich es aus­ge­spro­chen hat­te, fand mein in­ne­res Sprach­verständ­nis dann aber auch, dass Tschüsse kein Wort der for­ma­len deut­schen Spra­che ist und brach­te mich ins Zwei­feln. Und bei sol­chen Zwei­feln schaue ich natürlich im Du­den nach.
Warum sag­te ich nun aber du­deln an­statt im Du­den nach­schla­gen. Du­deln exis­tiert be­reits als Wort, aber mit ei­ner völlig an­de­ren Be­deu­tung, wel­che der Hörer in die­sem Mo­ment so­fort aus­schloss. Be­trach­ten wir al­so die zwei­te­re Va­ri­an­te: Et­was im Du­den nach­schla­gen klingt nach ei­nem großen Buch, das man auf­schla­gen muss, nach ei­nem klei­nen Auf­wand, nach ei­ner Ak­ti­on, die nicht so mal eben aus­geführt wird. Aber ge­nau dafür muss­te ein Verb her: etw. oh­ne großen Auf­wand im Du­den nach­schla­gen. Und da für die­se spe­zi­el­le Hand­lung noch kei­nes im ak­ti­ven Wort­schat­ze des Spre­chers war, wur­de halt ein neu­es hin­zu­gefügt. Wenn auch nach fragwürdi­gen mor­pho­lo­gi­schen Re­geln.
Du­den ist zunächst ein Sub­stan­tiv, hier in der Be­deu­tung Wörter­buch ge­braucht. Die En­dung -en lässt das gan­ze aber auch ein­fach in ein Verb (ich du­de, du du­dest, er du­det usw.) um­for­men. Die Ver­ben­dung -eln hat im Deut­schen letzt­lich auch zwei Be­deu­tun­gen, die ite­ra­ti­ve und die di­mi­nu­ti­ve. Da aber klar ist, dass ich nicht im­mer und im­mer wie­der ein und das­sel­be Wort im Du­den nach­schla­gen würde, fiel die ite­ra­ti­ve Be­deu­tung dem Kon­text zum Op­fer und es blieb die di­mi­nu­ti­ve, d. h. ver­klei­nern­de. Außer­dem wird du­deln dem Klang nach auch wie­der mit goo­geln in Ver­bin­dung ge­bracht und es wird mit dem Wor­te du­deln aus­drück­lich ge­sagt, dass man eben nicht Goo­gle, son­dern den Du­den be­nutzt, aber trotz­dem auf ei­ne ähn­li­che Art und Wei­se.
Wer mal auf sei­ne Sprech­pro­duk­te ach­tet, wird auch bei sich hin und wie­der ein bis­her un­be­kann­tes Wort ent­de­cken ... Das war's.

Freitag, 7. November 2014

Der Sinnträger 女
 Significum 女


DeutschLatina

Heu­te gibt es mal wie­der et­was über chi­ne­si­sche Zei­chen. Und zwar soll es um das Ideo­gramm 女 () für „Frau“ ge­hen. Als Sinn­träger fin­det man es z. B. in Ver­wandt­schafts­be­zeich­nun­gen für weib­li­che Per­so­nen: 妈=⿰女马 (; , )[1] für die Mut­ter, 姐=⿰女且 (jiě; , qiě) für die älte­re Schwes­ter und 妹=⿰女未 (mèi; , wèi) für die jünge­re Schwes­ter, 奶=⿰女 (nǎi; , nǎi) für die Großmut­ter väter­li­cher­seits[2] usw. Im Wor­te für „Mädchen“, wel­ches aus zwei Zei­chen be­steht, steckt der Sinn­träger gleich zwei mal: 姑娘 (gūni­ang)[3]. In Per­so­nal­pro­no­men steht der Sinn­träger 女 () als weib­li­ches Ge­genstück zu 亻 (rén): 他=⿰亻也 (; rén, ) – „er“ und 她=⿰女也 (; , ) – „sie“ so­wie 你=⿰亻尔 (; rén, ěr) – „du“ und 妳=⿰女尔 (; , ěr) – „du“ (ex­pli­zit weib­lich). Die weib­li­chen Per­so­nal­pro­no­men sind al­ler­dings Neue­run­gen in der chi­ne­si­schen Schrift­spra­che, bei an­de­ren Zei­chen funk­tio­niert das Prin­zip der Aus­tausch­bar­keit von 亻 (rén) und 女 () nicht: 娥=⿰女我 (é; , ) be­deu­tet „schön(e Frau)“ und 俄=⿰亻我 (é; rén, ) be­deu­tet „rus­sisch“. Der Sinn­träger für Frau steckt außer­dem in vie­len Schrift­zei­chen, die die An­schau­un­gen der al­ten Chi­ne­sen[4] auf ei­ne in­ter­essan­te Wei­se bild­lich dar­stel­len. So be­deu­tet ei­ne Frau un­ter ei­nem Dache 安=⿱宀女 (ān; miān, ) so­viel wie „Ru­he“ und „Si­cher­heit“, wo­hin­ter sich die Vor­stel­lung ver­birgt, dass man nur mit ei­ner Frau un­ter sei­nem Dache in Ru­he le­ben kann. (Zwei Frau­en hin­ge­gen würden sich ständig strei­ten.) Ja, es gibt so­gar ein Zei­chen für „Zoff“, be­ste­hend aus zwei Frau­en, aber oh­ne Dach: 奻=⿰女女 (nuán; , ). So lo­gisch, wie man jetzt viel­leicht den­ken mag, ist das Chi­ne­si­sche (wie al­le natürli­chen Spra­chen) dann aber auch wie­der nicht. Bei­spiel: Wirft man drei Bäume auf einen Hau­fen – 森⿱木林 (sēn; , lín) –, be­kommt man einen Wald. Und wirft man drei Men­schen auf einen Hau­fen – 众=⿱人从 (zhòng; rén, cóng) –, be­kommt man ei­ne Men­schen­men­ge. Wirft man aber drei Frau­en auf­ein­an­der – 姦=⿱女奻 (jiān; , nuán) –, dann be­kommt man einen Verräter[5]. Der Bei­trag soll nun aber nicht da­mit en­den, dass mit Frau­en schlech­te Din­ge in Ver­bin­dung ge­bracht wer­den. Ganz im Ge­gen­teil: Das Zei­chen für „gut“ ist 好=⿰女子 (hǎo; , ) und zeigt ei­ne Frau und ein Kind.
[1]Lies: ist von links nach rechts .
[2]Das Zei­chen be­deu­tet auch „Brust“ und „Milch“.
[3]Der Vollständig­keit hal­ber: 姑=⿰女古 (gūn; , ); 娘=⿰女良 (niáng; , liáng).
[4]Ich schrei­be an die­ser Stel­le be­wusst von „al­ten Chi­ne­sen“, da mir zum ak­tu­el­len The­ma auch ein Schrift­zei­chen einfällt, wel­ches von der neu­en Ge­ne­ra­ti­on Chinas kre­i­ert wur­de: ein Ideo­gramm für „Klatsch“, be­ste­hend aus vier Mündern 口 (kǒu) und ei­ner Frau 女 (), an­ge­ord­net wie im Zei­chen 器=⿳吅犬吅 (; xuān, quǎn, xuān). (Nach­zu­le­sen auf Si­nop­li­ce.)
[5]Bei 姦 (jiān) han­delt es sich um ein Lang­zei­chen. Das da­zu­gehöri­ge Kurz­zei­chen ist 奸 (jiān). Es hat übri­gens noch weitaus schlim­me­re Be­deu­tun­gen als „Verräter“.

Ho­die ite­rum ali­quid de sig­nis Si­nis est. The­ma sig­num 女 () pro „fe­mi­na“ est. Sig­ni­fi­ce id e. g. in de­no­mi­na­tio­ni­bus cog­na­tio­nis pro per­so­nis fe­mi­ni­nis re­pe­rit: 妈=⿰女马 (; , )[1] pro ma­tri­bus, 姐=⿰女且 (jiě; , qiě) pro so­ro­re maio­re na­tu et 妹=⿰女未 (mèi; , wèi) pro so­ro­re mi­no­re na­tu, 奶=⿰女 (nǎi; , nǎi) pro avia ava pa­ter­no ge­ne­re[2] etc. In ver­bo por „puel­la“, quod ex duo­bus ver­bis con­stat, sig­ni­fi­cum ve­ro bis in­est: 姑娘 (gū­niang)[3]. In pro­no­mi­ni­bus per­so­na­li­bus sig­ni­fi­cum 女 () fe­mi­ni­num con­tra­ri­um de 亻 (rén) est: 他=⿰亻也 (; rén, ) – „is“ et 她=⿰女 也 (; , ) – „ea“ si­cu­ti 你=⿰亻尔 (; rén, ěr) – „tu“ et 妳=⿰女尔 (; , ěr) – „tu“ (ex­pli­ci­te fe­mi­ni­num). Fe­mi­ni­na pro­no­mi­na per­so­na­lia ali­quid no­vi in Si­nis scrip­tis sunt, 亻 (rén) et 女 () in ali­is sig­nis com­mu­ta­re non pot­est: 娥=⿰女我 (é; , ) sig­ni­fi­cat „pulchra (adules­cens)“ et 俄=⿰亻我 (é; rén, ) sig­ni­fi­cas „Rus­sia“. Sig­ni­fi­cum pro fe­mi­na eti­amnum in mul­tis sig­nis, quae sen­ten­ti­as Si­ni­corum an­ti­quorum[4] pic­te ex­po­nent, in­est. Ita fe­mi­na sub tec­to 安=⿱宀女 (ān; miān, ) „si­len­ti­um“ et „se­cu­ri­tas“ signi­fi­cat, cum ima­gi­na­tio­ne, ut cum una fe­mi­na sub suo tec­to tan­tum in­tre­pi­de vi­ve­re pos­sit. (Con­tra duae fe­mi­nae per­pes iur­ga­rent.) Ita eti­am sig­num ex duo­bus fe­mi­nis, sed si­ne tec­to, con­stans pro „iur­gi­um“ est: 奻=⿰女女 (nuán; , ). Sed ita lo­gi­ca, ut nunc sus­pi­ce­tur, lingua Si­na (si­cut om­nes linguae na­tu­ra­les) non est. Ex­emplum: Si tres ar­bo­res con­icit – 森⿱木林 (sēn; , lín) –, sil­vam adi­pis­ci­tur. At­que tres ho­mi­nes con­icit – 众=⿱人从 (zhòng; rén, cóng) –, tur­bam adi­pis­ci­tur. Sed tres fe­mi­nas con­icit – 姦=⿱女奻 (jiān; , nuán) –, pro­di­to­rem adi­pis­ci­tur[5]. Sed col­la­tio­nem cum ma­la ora­tio­ne de fe­mi­nis fi­ni­re non vo­lo. To­ta­li­ter e con­tra­rio: Sig­num pro „bo­nus“ 好=⿰女子 (hǎo; , ) est et fe­mi­nam­que fi­li­um mons­trat.
[1]Le­ge: a sin­sitra ad dex­tram est.
[2]Sig­num quo­que „mam­ma“ et „lac“ sig­ni­fi­cat.
[3]Com­pleo: 姑=⿰女古 (gūn; , ); 娘=⿰女良 (niáng; , liáng).
[4]Hic pru­den­ter de „Si­ni­cis an­ti­quis“ scri­bo, quod mi­hi ad the­mam eti­am sig­num a no­va ge­ne­ra­tio­ne Si­nae crea­tu­rum suc­cur­rit: sig­num pro „ser­mun­cu­lus“, ex quat­tuor ori­bus 口 (kǒu) et una fe­mi­na 女 () con­stans, ex­or­na­tu­ri qua­lis in sig­no 器=⿳吅犬吅 (; xuān, quǎn, xuān). (Com­pa­ra Si­no­spli­ce.)
[5]姦 (jiān) sig­num tra­di­tio­na­le est. Cog­nan­tum sig­num simplum 奸 (jiān) est. Ce­te­ro eti­am longe peio­rem sig­ni­fi­can­ti­as quam „pro­di­tor“ ha­bat.

Donnerstag, 6. November 2014

Dienstag, 4. November 2014

Verrückte Wortverwandtschaften


Deutsch

Da ich schon ein Weil­chen nichts mehr ge­schrie­ben ha­be, kommt hier ei­ne klei­ne Ku­rio­sität am Ran­de ... Dass GastHos­piz, FußPe­dal, Cha­osGas so­wie AffäreMa­nu­fak­tur je­weils mit­ein­an­der ver­wandt sind, er­kennt je­der, der sich auch nur ein biss­chen mit in­do­ger­ma­ni­schen Wur­zeln und Laut­ver­schie­bun­gen aus­kennt, auf den ers­ten Blick. Da ich in letz­ter Zeit auf ei­ne sehr schöne Rätsel­rei­he ge­stoßen bin (s. u.), kom­men nun ein paar Wort­paa­re, de­ren ge­mein­sa­me Vor­fah­ren schon et­was wei­ter zurück­lie­gen.

PIE
*skey-
/\
LAT
scire
PIE
*skeyd-
||
LAT
sciens
GEM
*skītaz
||
LAT
scientia
GMH
schīze
||
FRO
science
DEU
Scheiße
|
ENG
science
   
PIE
*(s)kew-
/\
PIE
*skuHr-
GEM
*husǭ
||
LAT
scurus
GOH
hosa
||
LAT
obscurus
GMH
hose
||
DEU
obskur
DEU
Hose
   
PIE
*men-
/\
GEM
*manōną
PIE
*memón-
||
GOH
manōn
LAT
mens
||
GMH
manen
LAT
memini
||
DEU
mahnen
LAT
monere
/\
LAT
monitus
LAT
monstrum
||
LAT
monitor
FRM
monstre
||
DEU
Monitor
ENM
monstre
|
ENG
monster
|
ENG
Pocket Monsters
|
DEU
Pokémon

Ja, ich ha­be ge­ra­de ge­zeigt, dass je­weils scienceScheiße, ob­skurHo­se so­wie mah­nenMo­ni­torPokémon mit­ein­an­der ver­wandt sind.

Ein paar wei­te­re amüsan­te Paa­re sind Säug­lingSup­pe, Pa­ra­grafPferd, Klau­surKlos­terWC, Ka­ra­melRohr so­wie TextToi­let­te.

Die be­sag­ten Rätsel sind auf sprach­log.de zu fin­den, bis­her sind es sechs Stück, bei de­nen es je­weils dar­um geht, die ent­spre­chen­den Paa­re zu fin­den: 1. Rätsel, 2. Rätsel, 3. Rätsel, 4. Rätsel, 5. Rätsel, 6. Rätsel.

Die Auflösun­gen sind dann auch auf den ent­spre­chen­den Sei­ten zu fin­den. Auf Wunsch hin, mach ich auch gern noch ein paar mehr Wort­stammbäume.


DEU Deutsch
ENG Eng­lisch
ENM Mit­te­leng­lisch
FRM Mit­tel­französisch
FRO Alt­französisch
GEM Ur­ger­ma­nisch
GMH Mit­tel­hoch­deutsch
GOH Alt­hoch­deutsch
LAT La­tein
PIE Urin­do­ger­ma­nisch

Samstag, 1. November 2014

Hoes before bros!
 Luder vor Bruder!


EnglishDeutsch

Next up, the montly poem ex­pect­ing to cause light con­fu­sion.

Hoes be­fore bros! by Tilly Do

Bill and Will were two bros
And Bil­lie and Wil­lie were two hoes.
Wil­lie was billing
And Bil­lie was will­ing.
And so Will fan­cied Bil­lie
And Bill fan­cied Wil­lie.

But the wife of Will,
Called Til­lie,
Saw the af­fair with Bil­lie
And cheated with Bill.
And Till,
The broth­er of Tille,
Mean­while banged Phil­lie,
The wife of Phil.

Then Bill par­ted with Wil­lie
And Phil­lie with Phil.
Phil­lie got to­geth­er with Till
And Bill got to­geth­er with Lil­lie.
But Lil­lie didn’t love Bill
And left him for Lil.

So Bill got to­geth­er again with Wil­lie
And in an orgy with Will and Bil­lie
Will swapped with Bill
And Bill with Will.

Phil­lie sep­ar­ated from Till,
Be­cause he had no flair.
And so were Bil­lie and Bill
And Wil­lie and Will a lusty
As soon as Phil­lie and Phil a mar­ried,
Til­lie and Till a sib-
And Lil­lie and Lil a les­bi­an pair.

Es folgt das zur leich­ten Ver­wir­rung an­re­gen sol­len­de Mo­nats­ge­dicht.

Lu­der vor Bru­der! von Til­ly Dö

Bill und Will wa­ren zwei Bru­der
Und Bil­lie und Wil­lie wa­ren zwei Lu­der.
Wil­lie war bil­lig
Und Bil­lie war wil­lig.
Und so stand Will auf Bil­lie
Und Bill stand auf Wil­lie.

Aber die Frau von Will,
Na­ment­lich Til­lie,
Sah die Affäre mit Bil­lie
Und schnapp­te sich Bill.
Und Till,
Der Bru­der von Til­lie,
Knall­te der­weil Phil­lie,
Die Frau von Phil.

Dann trenn­te Bill sich von Wil­lie
Und Phil­lie sich von Phil.
Phil­lie ging zu Till
Und Bill ging zu Lil­lie.
Aber Lil­lie lieb­te nicht Bill
Und ver­ließ ihn für Lil.

Al­so ging Bill wie­der zu Wil­lie
Und in ei­ner Or­gie mit Will und Bil­lie
Tausch­te Will mit Bill
Und Bill mit Will.

Es trenn­te sich Phil­lie von Till,
Weil der ein Tölpel war.
Und so wa­ren Bil­lie und Bill
Und Wil­lie und Will ein wollüsti­ges
So­wie Phil­lie und Phil ein ehe­li­ches,
Til­lie und Till ein Ge­schwis­ter-
Und Lil­lie und Lil ein les­bi­sches Paar.