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Sonntag, 7. September 2014

Exkurs: Unas-Sprache


Deutsch

Dass die Goa'uld-Spra­che ei­ne Wei­ter­ent­wick­lung der Un­as-Spra­che ist, er­kennt man ne­ben der ge­schicht­li­chen Ent­wick­lung auch an vie­len Wörtern, die sich noch sehr ähn­lich se­hen oder so­gar gleich ge­blie­ben sind. Ei­ne Auf­lis­tung:

Un­asGoa'uldÜber­set­zung
ka­danaqua­dahNaqua­dah (Ele­ment)
ke­kakektot
kelkel(Fra­ge­wort)
lo­tatalwar­te!
noknokjetzt
enak/onakonakGott, Goa'uld; Feind (pej.)
taktakTrick
tartar (ugs.)Mensch

Da über den Wort­schatz der bei­den (fik­ti­ven) Spra­chen nicht viel be­kannt ist -- für die Un­as-Spra­che nur ein paar Dut­zend Wörter --, kann man kei­ne kla­ren Re­geln für die Ent­wick­lung auf­stel­len.

Die Per­so­nal­pro­no­men für die 1. und 2. Per­son sind in der Un­as- Spra­che te und ta und in der Goa'uld-Spra­che ta und lo ("ich" und "du"). Per­so­nal­pro­no­men für die 3. Per­son exi­si­tie­ren nicht. Ich leh­ne mich mal weit aus dem Fens­ter und be­haup­te, dass te und ta die glei­che Wur­zel zu­grun­de liegt. Es bleibt folg­lich die Fra­ge, wo­her das Wort lo stammt. Man fin­det es z. B. auch in lo­tar (Goa'uld-Spra­che für "Die­ner"; wört­lich über­setzt "Du Mensch"). Im Wort­schatz der Un­as-Spra­che gibt es kei­nen Hin­weis auf die Her­kunft von lo. Bis auf das be­reits an­geführ­te Wort lo­ta, wel­ches ein im­pe­ra­ti­ves "war­te" (al­so 2. Per­son) be­deu­tet. In der Goa'uld-Spra­che fiel dann das Per­so­nal­pro­no­men wie­der weg und ein l kam durch Epi­the­se da­zu.

Ge­ne­rell kann man bei vie­len Sa­chen nur spe­ku­lie­ren, wie sich da jetzt Wörter ge­bil­det ha­ben. Es sind zwar ei­ni­ge Struk­tu­ren zu er­ken­nen, aber kei­ne wort­flächen­de­cken­den Mus­ter. Was dar­an lie­gen könn­te, dass den Köpfen hin­ter die­sen bei­den Spra­chen nicht all­zu viel dar­an ge­le­gen hat, ei­ne er­lern­ba­re Spra­che zu schaf­fen. Nimmt man bspw. den Be­griff ka nay (Freund), dann kann man ihn in die Be­stand­tei­le ka und nay zer­le­gen. Ka be­deu­tet "nicht"; man fin­det es in zahl­rei­chen Kom­bi­na­tio­nen, wie in ka cha (ge­hen) von cha (blei­ben), ka no na (Frem­de) von no na (Hei­mat) und ka nok (später) von nok (jetzt). Die Her­kunft von nay je­doch ist un­ge­klärt. (M)ei­ne Theo­rie ist fol­gen­de: Ka wan­delt Wörter ins Ge­gen­teil und das Ge­gen­teil von Freund ist Feind, in der Un­as-Spra­che onak; ka onakka 'nakka nay. Wei­ter­hin gibt es die Ab­lei­tun­gen ka na­ya (Stamm) und ka nayo (Klan), wo­bei der Ur­sprung der bei­den Suf­fi­xe -a und -o völlig un­be­kannt ist.

Ein wei­te­res Bei­spiel für einen An­satz von lo­gi­scher Wort­bil­dung und -zu­sam­men­set­zung: Die Wur­zel ma (Ab­ma­chung) be­sitzt die Ab­lei­tun­gen ma kan (Ver­ein­ba­rung; kan = "hier"), ma­ka (Ent­schul­di­gung) und ma­ka­nok (Ei­ni­gung); al­le die­se Sub­stan­ti­ve sind auch als Verb ge­bräuch­lich.

Auch über das Zah­len­sys­tem ist lei­der nicht viel be­kannt. Es wird, wie auch in der Na'vi-Spra­che, im Ok­tal­sys­tem gezählt, aber letzt­end­lich sind nur die zwei Zahlwörter se­se­ka (zwei­und­zwan­zig bzw. 268) und so­se­ka (vierund­vier­zig bzw. 548) be­kannt und lei­der rein gar nichts über ih­re Zu­sam­men­set­zung.

Ein biss­chen was ha­ben sich die Leu­te halt doch ge­dacht. Ge­ra­de so viel, dass den lin­guis­tisch in­ter­es­sier­ten Zu­schau­ern von Star­ga­te auffällt, dass das, was die Außer­ir­di­schen re­den, nicht ir­gend­was ist, aber eben nicht so viel, dass man sich ei­ne lücken­lo­se Gram­ma­tik erah­nen könn­te.

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