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Sonntag, 2. März 2014

Sozialistische Republik unter Diktatur der Aristokratie / Socialist republic under dictatorship of the aristocracy

Wenn man mich nach dem meiner Meinung nach besten politischen System früge, antwortete ich gewiss, dass ich eine sozialistische Republik für die beste Staatsform und eine Diktatur der Aristokratie für die beste Regierungsform halte. Dazu möchte ich erst einmal ein paar Begriffe klären:
  • Sozialismus: politische Ideologie, die alles dem Wohle der Gesellschaft unterordnet.
  • Republik: Staatsform, bei welcher die Regierung gewählt wird.
  • Diktatur: uneingeschränkte Herrschaft durch einen oder einige.
  • Aristokratie: soziale Gruppe der Besten, in diesem Falle der Schlausten.
Die Aristokratie wählt aus ihren Reihen eine diktatorisch regierende Vertretung, die dann im sozialistischen Sinne den Staat führt. Dadurch, dass die regierende Gruppe nur aus den Schlausten besteht und im sozialistischen Sinne herrscht, kann das Gemeinwohl am besten erreicht werden. Dadurch, dass die aristokratische Regierung diktatorisch herrscht, können ihre Beschlüsse nicht durch die proletarische Mehrheit verhindert werden.


If one asked me for the best polity in my opinion, I certainly would answer that I deem a socialist republic the best form of state and a dictatorship of the aristocracy the best form of government. Thereto I want to clarify some terms at first:
  • socialism: political ideology which subordinates everything to the weal of the society.
  • republic: form of state in which the government is elected.
  • dictatorship: supreme rule to one person or a couple of persons.
  • aristocracy: social group of the best ones, in this case the most intelligent ones.
The aristocracy elects a dictatorially ruling replacement from within the ranks of it, which leads the state in the socialist sense then. Because of the governing group only consists of the most intelligent ones and rules in the socialist sense, the common weal can be achieved in the best way. Because of the aristocratic government rules dictatorially, its decisions can't be provented by the proletarian majority.

Kommentare:

  1. Und wie willst du bitte festlegen, wer die "Schlausten" sind?

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    1. Mit dieser Frage habe ich gerechnet.^^
      Man könnte sagen, Leute die studiert bzw. promoviert haben. Einfach welche, die einen gewissen Bildungsstand erreicht haben.

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    2. Wusst ich's doch ;)
      Aber wer genau soll das denn festlegen, wer diese Leute sind? Außerdem kann man ja Intelligenz nicht nur am Bildungsstand ablesen. Denn leider gibt es viele Leute, die in ihrem Feld super sind, aber dafür oft im sozialen Bereich absolute Nieten. Und solche Menschen sollten dann nicht unbedingt über das Wohl eines Volkes entscheiden, oder?

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    3. Der Bildungsstand ist aber ein gutes und einfaches Maß für die Intelligenz einer Person.
      Nicht alle Aristokraten sind sozial oder Sozialisten, in die Regierung einer sozialistischen Republik dürfen natürlich nur Sozialisten bzw. Leute, die ihre eigene Meinung dem Gemeinwohl unterordnen, gewählt werden.
      Für alle Probleme, die diese Republik dann zu lösen hat, sollten diejenigen aus der Gesellschaft um Rate gefragt werden, die die meiste Ahnung auf diesem Gebiete haben. So soll immer die (für das Gemeinwohl) bestmögliche Lösung gefunden werden. Man braucht aber trotzdem eine Regierung, die alles organisiert und dann das letzte Wort hat.

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    4. Das hast du dir ja alles fein ausgedacht.
      Aber hast du auch schon mal darüber nachgedacht, dass es auch garnicht mal so unwahrscheinlich ist, dass die guten Leuts, die dann da oben an der Spitze stehen und die ganze Macht haben, sich vielleicht zu sehr an die Macht gewöhnen und nicht objektiv genug handeln? Kann ja sein, dass sie am Anfang nur gut Ziele und so haben, aber sowas kann sich ja ändern. Menschen können sich ändern. Und Macht verleitet eben leider. Und dann hast du keine Opposition, die die Regierenden im Ernstfall stürzen könnte (was idealerweise natürlich nicht vorkommen sollte, aber man weiß ja nie). Außerdem ist das dann alles vllt etwas einseitig, ich meine, so ne Oppositiob bringt ja vllt auch mal ein paar andere (wenn auch nicht immer gute^^) Ideen. Das alles hast du dann nicht mehr.
      Und überhaupt, wie stellst du dir das mit dem Regierungswechsel vor? Soll das einfach mit normalen Wahlen funktionieren? Anderenfalls könnte eben das eintreten, dass dann so ein paar Leute da oben sind, die sich mit ihrer Macht so angefreundet haben, dass sie sie nicht mehr abgeben wollen.

      So, jetzt bin ich mal gespannt, wie du meine Argumente fertigmachst ;)

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    5. Was die Opposition angeht, ist das ja gerade der Sinn an der Sache: Es gibt keine und dadurch werden Gesetze schneller umgesetzt. Die Leute, die an der Spitze stehen, setzen dasjenige um, das sie für das Beste erarbeitet haben.
      Was die Machtgier angeht, kann man das natürlich nie wissen. Ich wollte in diesem Beitrage nicht so ins Detail gehen, aber hatte irgendetwas in Richtung "Diktatorisches Kontrollgremium" im Kopfe, wobei ich eigentlich unrealistischer Weise an den Sozialismus in den Führenden appelliert hatte. Dazu hatte ich gestern schon ein Gespräch, ich werde es mal in einem weiteren Beitrage reinstellen und dann kannst du da mal weiterkommentieren...

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  2. *Für die Art der Aristokratie, die ich hier beschriebe, eignet sich wohl besser das Wort Technokratie.

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  3. Hallo,

    du hast in deiner Argumentation mindestens zwei logischen Fehler. Zum einen möchtest du, eine Diktatur, zum anderen Wahlen. Wahlen werden jedoch den den/die Diktator(en) in ihrer Macht beschränken, was der Diktatur wiederspricht.
    Zum anderen ist das Gemeinwohl je nach Bewertungsfunktion vermutlich mit dem Wohl der meisten gleichzusetzen - alternativ auch mit der "Summe des Wohls aller". Da die große Mehrheit (die nach irgendeinem Auswahlverfahren nicht so schlauen sind) nicht entscheiden darf hat man das Problem, dass die Mehrheit des "Allgemeinwohls" nicht berücksichtigt wird und die "schlauen", welche sich ja durch ihre Position abgrenzen mit großer Sicherheit nicht wissen, was für die Mehrheit der Bevölkerung und damit den großen Teil des Allgemeinwohls gut ist.
    Das der Begriff, den du suchtest Technokratie heißt hast du ja schon bemerkt.

    Wenn dich das Thema interessiert würde ich dir mal das Buch "Gegen Wahlen" des belgischen Historikers David van Reybrouck empfehlen. Das wird deine Sicht auf vieles in diesem Zusammenhang sicher verändern.

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    1. "Diktatur" bezieht sich nur auf die Herrschaftsform, nicht aber auf den Weg der Herrschenden an die Macht. Eine "Wahldiktatur", in der die Herrschenden gewählt werden, ist also möglich. -- Begriffssache.
      Beim anderen Punkt stimme ich zu; da habe ich den Herrschenden a priori die Fähigkeit zugeschrieben, das Allgemeinwohl zu erkennen; da kann man aber auch gute Gründe dagegen anführen.
      Zu guter Letzt möchte ich mich von meiner Meinung von vor drei Jahren distanzieren: Ich glaube nicht, dass eine Technokratie, wie sie oben beschrieben ist, die beste Staatsform wäre.

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