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Montag, 31. März 2014

Hier kann man echt alles als Überschrift machen, oder?^^

Sonntag, 30. März 2014

Tram

Als ich gestern mit der Straßenbahn fuhr, frug mich ein Kind mit einem Fingerzeig auf ein Plakat, was denn "Tram" bedeute. Ich antwortete, dass es gleichbedeutend mit "Straßenbahn" sei. Ein Bekannter frug mich daraufhin, woher das Wort komme, und als ich ihm daraufhin nur die Antwort "Aus der Schweiz oder Österreich" geben konnte, meinte er, dass ich es doch auf meinem Blog schreiben könne.
Also, das feminine Wort "Tram" wird tatsächlich hauptsächlich in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz verwendet, wobei es in der Schweiz auch als Neutrum verwendet werden kann.
Die Etymologie entnehme ich dem Duden: englisch tram, Kurzform von: tramway = Straßenbahn(linie), eigentlich = Schienenweg, aus: tram = (Holz)schiene; Schienenstrecke; Wagen (unterschiedlichster Art) < mittelniederdeutsch, mittelniederländisch trame (dafür mittelhochdeutsch trām[e], drām[e] = (Quer)balken, die ältesten Schienen bestanden aus Holzbalken) und way = Weg

When I went by streetcar yesterday, a child pointing to a poster asked me what a "tram" is. I answered, that it is synonym to "streetcar". A acquaintance asked me thereupon from where the word comes and as I could give him only the answer "From Britain" he meant that I could write it on my blog.
So, the neuter word "tram" is used in Britain.
The etymology I quote from The New Oxford Dictionary of English (p. 1966): early 16th cent. [...]: from Middle Low German and Middle Dutch trame 'beam, barrow shaft'. In the early 19th cent. the word denoted the parallel wheel tracks used in a mine, on which the public tramway was modelled [...]

Freitag, 28. März 2014

Deutsch-Kursarbeit

Da ich schon eine Weile nichts reingestellt und gerade etwas wenig Zeit dafür habe, folgt meine abgetippte Deutsch-Kursarbeit. Es handelt sich um eine Interpretation von Günter Kunerts Parabel "Ein Ausflug". Leider habe ich im Netze keinen Text dazu gefunden, die Zeilenangaben sind natürlich auch hinfällig. Viel Spaß beim Lesen! :-)

Nachtrag: den vollständigen Parabeltext gibt es hier.

In der Parabel „Ein Ausflug“ von Günter Kunert aus dem Jahre 1972 geht es um einen Wanderer, der im Gebirgsnebel seine Gruppe verliert und sich verirrt. Es gibt nur einen Handlungsstrang und keine Namen, nur den Ich-Erzähler, was Eigenschaften einer Parabel sind.
Eine Gruppe von Wanderern („wir“) macht einen Ausflug ins Gebirge. Zunächst fällt der Aufstieg nicht schwer, denn der Pfad „stieg stetig, aber nicht steil“ (Zeile 2) – eine Alliteration – an. Dann allerdings wurde die Bahn „schmaler, holpriger“ (Zeile 6). Diese beiden Beschreibungen lassen an einen Lebensweg erinnern, der zuerst leicht, aber dann stetig schwerer werdend verläuft. Diese Vorstellung wird bekräftigt durch das Gefühl, welches der Ich-Erzähler in zunehmender Höhe empfindet: „zunehmende Kühle: eine feuchte Kälte, klamm wie vollgesogene Tücher“ (Zeile 7). Vollgesogene Tücher sind schwer; Schwere und Kälte – Gefühle, die man kurz vor dem Tode spürt, auf alle Fälle negative Empfindungen. Auch die Bäume erinnern an eine Gruppe alternder und wegsterbender Menschen, denn sie werden, durch eine Alliteration ausgedrückt, „kleiner und krüppliger“ (Zeile 10), „verrenkt und beschädigt“ (Zeile 11) und weniger. Die Wanderer nähern sich „den Wolken“ (Zeile 12), also dem Himmel. Durch zunehmende Verschlechterung des Weges kommen sie „immer langsamer“ voran (Zeile 15), das Gestein ist teilweise sehr glitschig und scheinbar „von fließendem Gewässer […] überspült […], wie Küstenstreifen bei Flut“ (Zeile 16) – eine Metapher. Nachdem der Autor bisher durch gutes Beschreiben der Gebirgslandschaft dem Leser schon fast den Eindruck vermittelt hat, selbst vor Orte zu sein, schafft er nun noch eine Geräuschkulisse; „Geräusche […]: gleichmäßige Schläge […], dunkle Rufe“ (Zeile 18), welche durch das Ohr des Ich-Erzählers an das innere Ohr des Lesers gelangen. Nicht einmal die Tiere begeben sich in diese durch „Dunst“ (Zeile 8) „unkenntliche Umgebung“ (Zeile 21). Auch der Pfad endet. Die Wanderer müssen sich „von Gewächs zu Gewächs vorwärts und aufwärts“ (Zeile 22) tasten; die Wort(bestandteil)wiederholung gibt den frequentativen Vorgang wieder. Die Vegetation weicht schließlich einer „Strecke grober Kies“ (Zeile 24) und ab dort wird im Texte nur noch das karge Wort „Boden“ verwendet. Durch das „dichte[…] quirlende[…] Grau“ (Zeile 26) war die Sicht erheblich eingeschränkt bis gänzlich verloren und auch vor dem inneren Auge des Lesers ist eine Nebelbrunst aufgezogen. Der Ich-Erzähler sieht „nicht mehr, wohin [er] die Sohlen“ setzt (Zeile 25), welche als Pars pro toto stellvertretend für den ganzen Fuß stehen.
Etwa bei der Hälfte der Parabel kommt es dem Ich-Erzähler so vor, „als hätte sich [die] Gruppe um einige Stimmen verringert.“ (Zeile 27) An dieser Stelle wechselt der Ich-Erzähler schlagartig vom Plural in den Singular, vom „wir“ zum „ich“. Er ruft mehrmals „Hallo!“ – die einzige wörtliche Rede im gesamten Texte –, bekommt aber nur „ein mehrfaches Echo“ (Zeile 31) zurück. Es überkommt den Ich-Erzähler: „ich war allein“ (Zeile 33); er spürt, „daß etwas nicht in Ordnung [ist]“ (Zeile 33). Dem Leser stellt sich die Frage: „War er womöglich schon die ganze Zeit allein und hat sich nun selbst verloren? Oder steht der Aufstieg wirklich für den Lebensweg und alle seine Begleiter haben schon das Zeitliche gesegnet?“ Fragen dieser Art werden vom Autor offen gelassen.
Der Ich-Erzähler möchte der unbehaglichen Situation entkommen.
Seiner Sehfähigkeit beraubt, greift er „einen fauligen Ast“ (Zeile 34), den er bildlich als „Blindenstock“ (Zeile 34) und „Tentakel“ (Zeile 36) bezeichnet und „tappt[…] abwärts, [will] abwärts“ (Zeile 35); so schnell wie möglich abwärts will er – wird aber jäh gebremst, denn vor ihm tut sich „sofort“ (Zeile 35) „ein Abgrund von unbestimmter Tiefe“ (Zeile 37) auf. Die Wörter „aufwärts“ und „abwärts“ und Verben wie „ansteigen“ und „absteigen“ kommen im Texte mehrmals vor. Bis hierher hatte „aufwärts“ eine positive Bedeutung, die sich an dieser Stelle aber ins Negative wandelt, denn nun will der Wanderer nicht mehr, kann aber „nur weiter aufwärts gehen und hinter dem Gipfel den Abstieg suchen“ (Zeile 38). Das Erreichen des Gipfels ist ein Ziel, das der Wanderer unbedingt erreichen muss, denn erst danach ist er gewissermaßen „über den Berg“. „Nach einiger Zeit“, die dem Wanderer wie Stunden vorkommt, entdeckt er, „daß [er] direkt auf dem Grat wandert[…], rechts und links von Abstürzen begleitet, die [er] nur vermuten [kann], wenn [s]ein Fuß ein Steinchen ins Rollen [bringt], dessen Hinunterpoltern [er] nachlauscht[…]“ (Zeile 40). – Für nicht schwindelfreie Leser keine schöne Vorstellung!
Dann folgen zwei plötzliche Eindrücke/Empfindungen des Ich-Erzählers aufeinander, nämlich ein Funken von Hoffnung und Enttäuschung, welche durch die Satzanfänge „Dann:“ und „Leider:“ eingeleitet werden. Denn der Wanderer findet „ein[en] gelblackiert[en] Kasten an einem Holzpfahl“ (Zeile 44) mit der angesichts des Ortes sehr markabren und angesichts der Situation sehr ironischen Aufschrift: „Für Wünsche und Beschwerden – Einwurf hier“. Der Wanderer wirft ein Notizblatt ein mit Angaben zu Strecke und Tageszeit, damit man ihn fände, falls ihm etwas zustieße (Zeile 45); doch „der Boden fehlt[…]“ (Zeile 47) und so wird das Blatt weggewirbelt. (Hier nimmt der Parabeltitel „Ein Ausflug“ auch eine ganz andere Dimension ein, weil das Notizblatt aus dem Kasten unbeirrt „herausfliegt“.) Den Ich-Erzähler trifft die Flucht des Papieres „derart unerwartet, daß [er] minutenlang reglos da[steht], in die Schwaden starrend, als könne das Papier einem [metaphorischen] Vogel gleich zurückgeflattert kommen, […] als [s]ein eigenes, [ihm] entflogenes Selbst. (Zeile 48) Das macht wieder deutlich, dass er sich selbst im Gebirge verloren hat. Hier könnte die Parabel zu Ende sein, aber in den letzten zwei Sätzen erfüllt den Wanderer neue Hoffnung, denn „wo ein solcher Meldekasten hing, […] mußten auch Menschen in der Nähe sein: irgendwer jedenfalls. Und irgendwer ist besser als nirgendwer“ (Zeile 52), denkt er und stellt damit Indefinitpronomen und Negativpronomen gegenüber. Der Meldekasten ist ein Zeichen der Zivilisation, die der Ich-Erzähler jetzt suchen wird; dabei ist es ihm gleich, um was für Menschen es sich handelt, es könnte nämlich sein, dass er im dichten Nebel „eine Grenze überschritten [hat], ohne es zu merken“ (Zeile 54). Es klingt im letzten Satze sein Eindruck von den Wetterbedingungen im Gebirge mit, welche so stark sind, dass durch sie sogar Grenzmarkierungen ihre Gültigkeit verlieren. Lenkt man die Interpretation wieder auf den Lebensweg, ist es schwierig, den Wanderer da einzuordnen, wo er jetzt steht. Möglicherweise vor dem Himmelstor; aber ob G. Kunert überhaupt diese Interpretation im Sinne hatte oder ob sie allein in des Interpretierenden Kopfe entstanden ist, wagt selbiger nicht mit Bestimmtheit zu sagen.



Die Kursarbeit meines Schulkameraden, der sich mit einer anderen Thematik beschäftigte, war ebenfalls ein (sehr guter) Erfolg. Weil auch er sie der Internetgemeinschaft nicht vorenthalten will, kann man sie hier nachlesen.

Sonntag, 23. März 2014

Mathe

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Heule, Eule! / Howl, owl! / Ulula, ulula!

Nachdem ich neulich in einem Kommentar zum letzten Beitrag bereits kurz den Zusammenhang zwischen Vogel und Geräusch erwähnte, möchte ich dieses interessante Beispiel für die Entstehung eines Verbes noch einmal genauer durch einen Wortstammbaum darstellen. Natürlich hat sich diese Ableitung nicht in allen europäischen Sprachen vollzogen und es gibt dort andere Wörter für Eulen und Geheul, doch im Deutschen, im Englischen und im Lateinischen sieht man den Zusammenhang noch recht gut.

After I already mentioned the relation between bird and noise shortly in a comment to the last post recently, I want to display this intersting example for a verb's origin more exactly with a word etymology tree again. Certainly this derivation hasn't taken place in every European language and there there're other words for owls and howling, but in German, in English and in Latin you see the realtion quite good as yet.

Postquam nuper in glossa ad pristinum collationem iam collecte cohaerentiam inter avemque rumorem commemoravi, id exemplum delectans pro ortu verbi iterum accuratius per arborem etymologiae verbi monstrare volo. Scilicet ea etymologia non in omnibus linguis Europae existet atque ibi alia verba pro ululis et ululare sunt, sed in Theodisca, in Anglica et in Latina cohaerentiam etiam optime videt.


PIE
*up-
/
GEM
\
ITC
uwwalǭ
/
GOH
\
ANG
|
LAT
ūwila*hūwilaūleululaululare
|
GMH
|
ENM
owlehoule
|
NHG
|
ENG
Euleheulenowlhowle

ANG AltenglischOld EnglishAnglica antiqua
ENG NeuenglischModern EnglishAnglica moderna
ENM MittelenglishMiddle EnglishAnglica media
GEM GermanischGermanicGermanica
GMH MittelhochdeutschMiddle High GermanTheodisca alta media
GOH AlthochdeutschOld High GermanTheodisca alta antiqua
ITC ItalischItalicItalica
LAT LateinLatinLatina
NHG NeuhochdeutschNew High GermanTheodisca alta moderna
PIE IndogermanischIndo-EuropeanIndoeuropaea

Samstag, 15. März 2014

Tierlaute / Animal sounds / 动物的声音

Eine kleine Auswahl einer Sammlung, die ich vor langer Zeit einmal angefertigt habe:

Eselschreitiah
Euleschreitschuhu
Froschquaktquak
Hahnkrähtkikeriki
Hundbelltwau
Katzemiautmiau
Krähekrächztkrah
Kuckuckruftkuckuck
Kuhmuhtmuh
Mauspiepstpieps
Schafblöktmäh
Schlangezischeltss
Taubegurrtruckediku
Uhuschreituhu
Ziegemeckertmeck

Des Weiteren sagt man im Allgemeinen Folgendes: Der Affe kreischt, der Bär und der Käfer brummen, die Biene summt, der Delphin klackt, der Elch röhrt, der Elephant trompetet, die Ente schnattert, die Grille zirpt, der Hase muckt, das Huhn gackert, der Löwe brüllt, das Meerschwein quiekt, die Mücke surrt, das Pferd wiehert, das Schwein grunzt, der Spatz tschilpt, der Specht trommelt, der Storch klappert, der Wal singt und der Wolf heult.


A small collection of a compilation, I made a long time ago:

donkeybrayshee-haw
owlscreamstu-whit tu-whoo
frogcroaksribbit
cockcrowscock-a-doodle-doo
dogbarksbow-wow
catmiaows/meowsmiao/meow
crowcawscaw
cuckoocuckooscuckoo
cowmoosmoo
mousepeepspeep
sheepbleatsbaa
snakehisseshisss
dovecurrscoo
eagle owlscreamstu-whit tu-whoo
goatbleatsbaa

Furthermore it is usually said the following: The monkey screeches, the bear growls, the bee hums, the dolphin clacks, the elk bells, the elephant trumpets, the duck quacks, the cricket clitters, the rabbit and the guinea pig squeak, the chicken clucks, the beetle drones, the lion roars, the gnat buzzes, the horse neighs, the pig oinks, the sparrow chirps, the woodpecker drums, the stork clatters, the whale sings and the wolf howls.


一个汇编的一个小集合,早前我作了:

嘶叫嘻嗬
猫头鹰1嘟噫嘟呼
青蛙蛙鸣呱呱
公鸡啼叫咕咕咕
汪汪
猫叫喵喵
乌鸦哇哇
布谷鸟杜宇布谷
哞哞
老鼠吱声吱吱
咩咩叫咩咩
嘶嘶嘶
鸽子鸽子叫咕咕
雕鸮嘟噫嘟呼
山羊咩咩叫咩咩


1Note that an owl in Chinese literally is a "cat-head eagle"

Dienstag, 11. März 2014

Würdetitel Jesu im Neuen Testament

Da ich so lange nichts reingestellt habe -- ich habe gerade etwas viel um die Ohren --, kommt hier meine Relihausaufgabe. :-)

Hinweis: Die eingefügten Wortstammbäume (Links) sind der Definitions-Funktion von Google entnommen. Es besteht daher keine Garantie für Korrektheit, zumal sie einen Linguisten ihrer Unvollständigkeit halber wohl nur wenig zufriedenstellen. Sie dienen nur zur ungefähren Einordnung der Begriffe.

1. Christus
Google: Christus (Englisch)
Etymologie des englischen Begriffes Christ für Christus (wortverwandt).
Begriff:
griechisch: „Gesalbter“
Religionsgeschichtlicher/biblischer Hintergrund:
Es handelt sich bei „Christus“ nicht, wie manche vielleicht denken, um den Nachnamen Jesu, sondern um einen Hoheitstitel, der synonym mit „Messias“ ist. (s. 10. Messias)

2. Davidssohn / Sohn Davids
Begriff:
stammbaummäßiger Nachkomme des Königs David bzw. Synonym für „Messias“ oder den direkten Nachkommen Davids, Salomo
Religionsgeschichtlicher/biblischer Hintergrund:
Der Messias wurde als spätere Nachkomme des Davidsgeschlechtes erhofft, nachdem König David Großisrael gründete und jeher ein Idol für die Christenheit ist. Der direkte Nachkomme Davids Salomo war ein Dämonenaustreiber, weswegen Jesus auch seinetwegen als Sohn Davids bezeichnet wird.

3. Gott
Begriff:
Hindeutung auf die Wesensidentität von Jesus und Gott bzw. die Dreieinigkeit
Religionsgeschichtlicher/biblischer Hintergrund:
Jesus bezeichnete sich nie direkt selbst als Gott, wurde aber von anderen als der (wahrhaftige) Gott bezeichnet. Außerdem verwendet Jesus in der Bibel Aussagen, die auch Gott verwendet (z. B. „Ich bin das Alpha und das Omega“).

4. Gottessohn / Sohn Gottes
Begriff:
in viele Kulturen übliche Bezeichnung für einen Herrscher, z. B. den Pharao im alten Ägypten
Religionsgeschichtlicher/biblischer Hintergrund:
Im Hellenismus wurden allgemein Wundertäter und Weise, im alten Rom auch Herrscher und im Judentum besonders fromme Männer als Gottessohn bezeichnet. Der Begriff hat nichts mit der Jungfrauengeburt Mariä zu tun.

5. Heiland
Google: Heiland (Englisch)
Etymologie des englischen Begriffes savior für Heiland (wortverwandt mit dem lateinischen Begriffe salvator).
Begriff:
griechisch: „Retter“, „Heilmacher“, „Heilbringer“; synonym zu lateinisch: „salvator mundi“, d. h. „Retter der Welt“
Religionsgeschichtlicher/biblischer Hintergrund:
Bei den Griechen und Römern fand der Begriff Verwendung für Götter und Menschen, die Heil bringen / Gutes getan haben bzw. für Heilkundige, die z. B. Blinde wieder sehend machen können.

6. Herr
Google: Herr (Englisch)
Etymologie des englischen Begriffes lord für Herr (nicht wortverwandt)
Begriff:
Übersetzung von „Jahwe“, d. h. alttestamentlicher Name Gottes
Religionsgeschichtlicher/biblischer Hintergrund:
Ursprünglich war es eine Höflichkeitsanrede, später eine Hoheitsbezeichnung für Jesus, welcher somit den gleichen Ehrentitel wie Gott selbst erhält.

7. Kyrios
Begriff:
griechisch: „Herr“; Übersetzung vom hebräischen „adonai“ in derselben Bedeutung
Religionsgeschichtlicher/biblischer Hintergrund:
Er ist der zweithäufigste Titel Jesu im Neuen Testament. Er wurde für Jesus übernommen, nachdem er zuvor im Judentum als Ersatz für den Gottesnamen „Jahwe“ im Alten Testament verwendet wurde.

8. Lamm Gottes
Google: Agnus Dei (Englisch)
Etymologie des englischen Begriffes Lamb of God für Lamm Gottes (wortverwandt).
Begriff:
aus dem Lateinischen: „Agnus Dei“, d. h. „Lamm Gottes“
Religionsgeschichtlicher/biblischer Hintergrund:
Einerseits erinnert das Lamm an die Opferung Isaaks und an das apokalyptische Lamm, andererseits ist es allgemein ein Symbol für Wehrlosigkeit. Lämmer werden mit Opfern in Verbindung gebracht, so wie Jesus, der für uns (Christen) ans Kreuz gegangen ist. Das Lamm steht auch für die Unschuld.

9. Menschensohn
Begriff:
aramäisch: „Mensch“ im Sinne eines Einzelwesens
Religionsgeschichtlicher/biblischer Hintergrund:
Ein von Gott mit Vollmacht ausgestatteter Mensch, der z. B. Sünden vergeben kann – in Abgrenzung zu Tieren, welche im Alten Testament für die (bösen) Heiden stehen. Ein Menschensohn ist die von Gott gesandte Gestalt, die dessen Willen durchsetzen und als Richter auftreten soll. Diese Bezeichnung wird auf Jesus übertragen, weil die Vorstellung herrscht, dass Jesus am Ende der Zeiten (zum jüngsten Gerichte) kommt.

10. Messias
Google: Messias (Englisch)
Etymologie des englischen Begriffes messiah für Messias (wortverwandt)
Begriff:
aramäisch: „Gesalbter“, „König“; griechisch: „Christus“
Religionsgeschichtlicher/biblischer Hintergrund:
Könige und Hohepriester im altorientalischen Kulturraum, Ägypten, wurden üblicherweise gesalbt, was die göttliche Berufung ins Amt symbolisierte. Die Verwendung des Begriffes wurde später auf einen Idealkönig verwendet, auch im transzendenten Sinne. Die Messiasprophezeiung aus dem alten Testament wird auf Jesus angewendet, weil er als gerechter König verstanden wird, welcher mit göttlicher Vollmacht ausgestattet ist.

11. Rabbi
Google: Rabbi (Englisch)
Etymologie des englischen Begriffes rabbi für Rabbi (wortverwandt).
Begriff:
„mein Herr“, Anrede eines (jüdischen) Lehrers der Bibel
Religionsgeschichtlicher/biblischer Hintergrund:
Jesus äußerte sich wie ein Rabbi in Form von Lehrvorträgen, Gesprächen und Diskussionen in der Synagoge usw.; er unterscheidet sich von einem Rabbi in einigen Punkten: 1. Er war nicht nur Lehrer, sondern auch Prophet und Heiler; 2. Seine Schüler/Jünger sollten in erster Linie nicht irgendwelche Überlieferungen lernen, sondern ihn aktiv unterstützen; 3. Jesus zitierte nicht aus der Bibel, sondern erzählte seine eigenen Geschichten (woraus dann das Neue Testament entstand).

Montag, 3. März 2014

Re: Sozialistische Republik unter Diktatur der Aristokratie

Du bist ja sehr optimistisch… Nur, weil du dich für schlau hältst, heißt das ja nicht, dass alle „Aristokraten“ das tatsächlich sind und sie deshalb richtige Entscheidungen treffen.

Wenn du die Wirtschaft von einem Gremium aus sozialistischen Wirtschaftsexperten organisieren lässt, ist das sicher besser, als wenn man sie durch eine Horde egoistischer Lobbyisten lenken lässt.

Vielleicht, aber trotzdem ist das nicht unbedingt gut. Wer sagt, dass sie nicht auch ihre Macht missbrauchen? Vielleicht geht's dem Proletariat auch auf den Sack, wenn sie überhaupt nichts zu melden haben. Wie kommt man überhaupt in die Aristokratie, dass man stimm- und wahlberechtigt wird?

Dass sie sozialistisch sind, setzt ja voraus, dass sie ihre Macht nicht missbrauchen. Wenn das Proletariat zufrieden ist, wird es schon nicht meckern. Und wenn doch, hat es ja eh nichts zu sagen. Wie man da reinkommt, wurde in den Kommentaren schon gefragt.

[...]

[...] Du schreibst in deinem Blog… Es dürfen nur die in die Regierung gewählt werden, die auch sozialistisch sind… Woran siehst du das denn?

Ja, keine Ahnung, wie hat man denn in der DDR gemerkt, ob jemand der Parteilinie treu ist? Ich sagte außerdem, dass alle in die Regierung gewählt werden dürfen, sich dann aber dem Gemeinwohl unterordnen müssen. Und wenn sie das nicht tun, sind sie für die Führung einer sozialistischen Republik ungeeignet und Sozialisten schon gar nicht. Sie müssen ja nicht zum Sozialismus stehen, aber sich ihm eben unterordnen.

Gut, und wenn sie's halt nicht machen? Was machst du dann? Oder wenn sie's nur vorgaukeln? Was bringt es zu sagen: „Schlaue Sozialisten führen mein Land“, wenn du nicht mal weißt, wie du die finden willst und sicherstellen, dass sie dann eben auch das Richtige machen?

Wenn sie das nicht machen, dann werden sie halt aus der Regierung geworfen. Wählen und in Expertengremien sitzen dürfen sie ja dann immer noch. Und ich habe keine Ahnung, wie ich mir einen Kapitalisten vorstellen darf, der vorgaukelt, ein Sozialist zu sein.

Wie einen Sozialisten?

Ja und was macht der dann? Das fällt ja auf, wenn er Kapitalistenkram macht.

Ja, aber vielleicht kann er lang genug Kapitalistenkram machen, um was kaputt zu machen.

Ja, und was?

Hey, in der DDR hat man doch auch gedacht (unabhängig vom vorigen Punkt), alles wird super… Aber irgendwie war's das halt nicht. War die Regierung nicht schlau genug?

Erst mal gab die DDR-Regierung ja vor, eine Diktatur des Proletariats zu sein… War sie dann zwar nicht, sondern eine Diktatur einer Partei. Die durchaus aus schlauen Leuten bestand, aber eben nicht die Aufgaben übernommen hat, die ich mir vorstelle.

Okay, wieso denkst du, wird das eine zukünftige Regierung tun?

Ich denke überhaupt nicht, dass das jemals irgendeine Regierung tun wird. Das habe ich auch nie behauptet. Ich habe behauptet, dass es so am Besten wäre. Denn wenn du das etwas weiterspinnst, hast du irgendwann gar kein Proletariat mehr, sondern nur noch Aristokraten. Diese Aristokraten wählen dann eine (diktatorische) Regierung, die aber nur dazu da ist, Expertengremien zu organisieren und deren Ergebnisse auszuwerten und umzusetzen.

Wieso hast du kein Proletariat mehr? Weil alle schlau werden?

Ja.

So ein Quark. Wie das denn? Indem du dem Proletariat verbietest, sich fortzupflanzen? Oder indem du dumme Kinder umbringst?

Indem ich allen Leuten die gleiche Bildung gebe?

Na und… Die Grenzen setzt das Gehirn… Das ist was Chemisch-Biologisches und Vererbtes. In Deutschland haben alle die gleiche Bildung, [...]. Trotzdem studieren nicht alle, trotzdem sind manche "schlau" und andere nicht.

[...] Mit „irgendwann“ meinte ich jetzt nicht „in 30 Jahren“. Jedenfalls werden immer mehr Leute schlau. [...] Und irgendwann [...] hat man alle auf dem gleichen Niveau und dann gibt's kein Proletariat mehr.

[...] Und wer macht dann die Aufgaben, die heute das „Proletariat“ macht?

Aristokraten.

Dann brauchen sie gar nicht erst Aristokraten werden.

Ist aber besser so, finde ich.

Wieso? Welchen Nutzen hast du davon?

Ich als wer? Dann gibt's keine großen Niveauunterschiede mehr, jeder kennt sich hier oder da ein bisschen besser aus oder hat seine eigenen Vorlieben. Irgendjemanden, der gerne Sachen baut, wird es schon geben und wenn nicht, hey, das ist Sozialismus, dann werden eben Leute eine Zeit lang dazu verpflichtet, das zu machen.

Sonntag, 2. März 2014

Sozialistische Republik unter Diktatur der Aristokratie / Socialist republic under dictatorship of the aristocracy

Wenn man mich nach dem meiner Meinung nach besten politischen System früge, antwortete ich gewiss, dass ich eine sozialistische Republik für die beste Staatsform und eine Diktatur der Aristokratie für die beste Regierungsform halte. Dazu möchte ich erst einmal ein paar Begriffe klären:
  • Sozialismus: politische Ideologie, die alles dem Wohle der Gesellschaft unterordnet.
  • Republik: Staatsform, bei welcher die Regierung gewählt wird.
  • Diktatur: uneingeschränkte Herrschaft durch einen oder einige.
  • Aristokratie: soziale Gruppe der Besten, in diesem Falle der Schlausten.
Die Aristokratie wählt aus ihren Reihen eine diktatorisch regierende Vertretung, die dann im sozialistischen Sinne den Staat führt. Dadurch, dass die regierende Gruppe nur aus den Schlausten besteht und im sozialistischen Sinne herrscht, kann das Gemeinwohl am besten erreicht werden. Dadurch, dass die aristokratische Regierung diktatorisch herrscht, können ihre Beschlüsse nicht durch die proletarische Mehrheit verhindert werden.


If one asked me for the best polity in my opinion, I certainly would answer that I deem a socialist republic the best form of state and a dictatorship of the aristocracy the best form of government. Thereto I want to clarify some terms at first:
  • socialism: political ideology which subordinates everything to the weal of the society.
  • republic: form of state in which the government is elected.
  • dictatorship: supreme rule to one person or a couple of persons.
  • aristocracy: social group of the best ones, in this case the most intelligent ones.
The aristocracy elects a dictatorially ruling replacement from within the ranks of it, which leads the state in the socialist sense then. Because of the governing group only consists of the most intelligent ones and rules in the socialist sense, the common weal can be achieved in the best way. Because of the aristocratic government rules dictatorially, its decisions can't be provented by the proletarian majority.

Samstag, 1. März 2014

Die Hühner / The chickens / La kokoj

Es folgt das Monatsgedicht. Heute mal mit einer mehr oder weniger guten Englisch- und Esperantoübersetzung.

Die Hühner von Tilly Dö

Huhn und Hahn,
Die mochten sich sehr.
Sie hatten viel Spaß
Und bald waren's mehr.

Hühnchen und Hähnchen
Hopsten herum.
Da kamen die Menschen
Und brachten sie um.

Warum sie das taten?
Das ist doch glasklar!
Sie wollen sie braten,
Die Vogelschar.


Next up, the monthly poem. Once today with a more or less good English and Esperanto translation.

The chickens by Tilly Do

Chicken and cock
Each other adore.
They'd a nice time
And became more.

Little chickens and little cocks
Gamboled all day.
Then humans came
And took them away.

Why did they do this?
Clear as daylight!
The flock of birds
Shall become fried.


Sekvas la monata poemo. Hodiaŭ iam kun pli aŭ malpli bona angla kaj Esperanta traduko.

La kokoj de Tilly Do

Kokino kaj koko,
Sin tiuj ŝategis,
Havis mult' emon
Kaj baldaŭ kreskegis.

Kokinetoj kaj koketoj,
Bonfartegis sin.
Tiam homoj venis
Kaj masakris ilin.

Kial fari tion?
Estas tre klar'!
Ili volas friti
La birdar'!