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Mittwoch, 1. Januar 2014

Zwei Völker

Hallo liebe Blogleser,

ab diesem Jahre gibt's an jedem Monatsersten ein Gedicht. Ich werd mir Mühe geben. ;-)


Zwei Völker von Tilly Dö

Auf zwei Inseln leben sie;
Die einen da, die andren hie:
Spiegelverkehrt' Insulaner,
Quasi wie Ja- und Nöpaner.

Die einen weinen, die andren lachen,
Hier die Schläfer, dort die Wachen,
Die einen steh'n die andren sitzen,
Hier mit Ernst, dort mit Witzen,

Hüben getan, drüben gelassen,
Hier am Spar'n, dort am Prassen.
Hüben fasten, drüben schlingen,
Hier im Stillen, dort am Singen,

Die einen dumm, die andren schlau,
Hier ist man ruhig, dort macht man blau,
Die einen werfen, die andren winken,
Hier am Schiffen, dort am Sinken,

Hüben bauen, drüben kürzen,
Hier am Dünnen, dort am Würzen,
Hüben nass, drüben trocken,
Hier barfuß, dort mit Socken,

Die einen öd, die andren cool,
Hiesig lesbisch, dortig schwul.
Da die Zähler, hie die Nenner;
Das eine Frau'n, das andre Männer.

Kommentare:

  1. Irgendwie gefällt's mir... Bloß: wie kommt man auf sowas?

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    1. Langeweile im Matheunterricht kann schon so einiges an künstlerisch Verwertbarem hervorbringen. ;-)

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    2. Ja, Schule kann entgegen logischer Annahmen durchaus produktiv sein^^

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