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Sonntag, 10. November 2013

Martinstag

Heute zum Abendessen gab es Gans. Aber zu den Leuten, die ständig posten, was sie essen, möchte ich natürlich nicht gehören. Ich möchte lieber den Nichtchristen unter uns erzählen, warum zum St.-Martinstage Gans auf den Tisch kommt.
Als Martin von Tours in der gleichnamigen Stadt von den Einwohnern zum Bischofe ernannt werden sollte, versteckte dieser sich in einem Gänsestalle, weil er sich des Amtes unwürdig empfand. Doch die aufgeschreckten Gänse verrieten ihn durch lautes Schnattern und er musste das Bischofsamt antreten. Zur Strafe essen die Christen jedes Jahr Gänse. (Den letzten Satz nicht zu ernst nehmen. ;-))
Außerdem beginnt jährlich am 11. November die Fastenzeit. Und Karneval ist carne vale! ("Fleisch ade!"); da bietet es sich doch an, einen Tag vor der Fleischwegnahme noch einmal ordentlich reinzuhauen...

Das Wort Gans gehört übrigens zum ältesten Bestande der indogermanischen Ursprache. So findet man die Wortwurzel in Indogermanisch *ǵʰans-, Altgriechisch χήν, Latein anser, Altenglisch gos, Englisch goose, Alt- und Mittelhochdeutsch gans, Deutsch Gans sowie Esperanto ansero.

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