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Freitag, 29. November 2013

Re: Konfliktfreie Gesellschaft

Bist du wirklich der Ansicht, dass der Kommunismus am Ende stehen wird? Irgendwie waren die Leute im Sozialismus schon nicht zufrieden. Irgendwie wird es immer entgegengesetzte Meinungen und Bestrebungen geben und wenn ich diesen Konflikt lösen will, dann kann die Lösung doch nicht für eine (meinetwegen) Minderheit sein, sich dem System total zu beugen und stumpf zu werden und nichts mehr zu hinterfragen.

Ich sagte ja nicht, dass er bald kommen wird. Kennst du "Menschen, Göttern gleich"? Gutes Buch. Beschreibt eine utopische Gesellschaft. Die Menschen leben dort (freiwillig) im Kommunismus. Er hat sich dort nach und nach so entwickelt. Und ich finde diese Hypothese gar nicht so schlecht. Der Kapitalismus wird jedenfalls nicht am Ende stehen, da bin ich mir sicher. Und das Ende sei definiert als eine konfliktfreie Gesellschaft.

Vielleicht gibt es kein Ende.

Naja, in naher Zukunft bestimmt nicht. Ein Nationalstaatgefüge passt nämlich nicht zu dieser Gesellschaft und ehe wir in eine staatenfreie Gesellschaft übergehen, werden wohl noch einige Jahrhunderte verstreichen.

Das sowieso. […] Ich stehe nicht einmal gegen den Kommunismus, ich stehe nicht gegen das Prinzip, was der Kommunismus vertritt oder so. Ich habe vielleicht aufgehört, darüber nachzudenken oder intensiver nachzudenken. Es wird einem so eingeredet: Kommunismus ist schlecht, kann nicht klappen, aus dem und dem und dem und dem Grund und außerdem wegen der Geschichte. Und ich schaue in die Geschichte und sehe: Ja, es hat irgendwie nicht geklappt, aber irgendwie hat man auch nicht versucht, den Kommunismus zu erschaffen oder vielleicht ist der Weg zu schwer oder die Gesellschaft nicht bereit genug. Wie bei einer chem. Reaktion: Man muss erst über den Aktivierungsenergieberg, bevor das entsteht, was man will. Vielleicht muss man erst über den Sozialismus, meinetwegen, nur eine Gedankenexperiment, und der ist der Berg, den niemand erklimmen will, an dem alle scheitern, weil die Menschen keinen Bock auf Sozialismus haben.

Noch nicht. Irgendwann werden sie es vielleicht verstehen. Aber das, was wir bis jetzt an Kommunismus hatten, ist nicht der Kommunismus von dem ich und wahrscheinlich auch Marx rede(te)n. Man muss unterscheiden: Idealkommunismus -- Realkommunismus. Letzterer wird einem Volke oft aufgezwungen. Es gibt eine Regierung, die nur Macht haben möchte, und den Menschen geht es nicht sehr gut. Dort gibt es auch Konflikte. Deshalb steht er nicht am Ende. Und ging zu Grunde.

Deshalb sagte ich: Sie haben gar nicht versucht, den Kommunismus zu errichten -- den Idealkommunismus.

Ja, noch nicht. Der Kommunismus ist in meinen Augen so fern, dass ich den Weg dorthin nicht kenne. Aber wenn man sich die Menschen, mit denen man so zu tun hat, mal anschaut, dann ist bereits der Sozialismus in weiter Ferne. Denn dazu muss man sozial sein. [...] Viele utopische Gesellschaften aus allerlei Medien sind kommunistisch.

[...]

Ich würde mir jedenfalls für die Menschheit wünschen, irgendwann eine konfliktfreie Gesellschaft zu haben. Wenn der Herr uns alle auf einmal erleuchten könnte, dass sie die Dinge so sehen, wie sie jetzt nur wenige sehen...

[...]

Warum erkennen sie nicht, dass es sich miteinander besser als gegeneinander lebt? [...] Hast du es erkannt? Oder liege ich in dieser Hinsicht deiner Meinung nach daneben?

Natürlich lebt es sich miteinander besser -- ich würde nicht einmal behaupten, dass das alle nicht erkennen oder wissen oder so. Aber sie machen halt nichts dafür, wollen selbst nichts aufgeben, haben vielleicht keine Ideen für eine Veränderung, sind vom aktuellen Leben zu sehr determiniert...

Ich denke eben schon, dass nur wenige Sozialsein/Sozialismus als die bessere (besser als Materialismus) Gesellschaftsform ansehen. Viele fragen doch: "Was hab ich davon?" Und wenn's um's Sozialsein geht, dann doch oft auch nur innerhalb der eigenen Gruppe. Es gibt eben viel mehr Pöbel als Aristokratie, um es mal so auszudrücken. Aber man kann eben nicht zu den Leuten hingehen und ihnen sagen, dass der Sozialismus besser als der Materialismus ist, denn dann wird es einem wohl wie dem Höhlenmenschen aus Platons Höhlengleichnis ergehen. Niemand verstünde einen, man würde erschlagen werden. Sinnbildlich.

[...] Gedanken sind wie Krankheiten, nur dass mir das Bild nicht ganz gefällt. Kinder kann man so schnell verderben, indem man ihnen was einpflanzt und das schleppen sie 100 Jahre mit sich rum... Ganze Generationen sind verdorben und solange die Alten die Gedanken weitergeben, wird der schlechte Gedanke nicht ausgerottet... Das passiert nur nach und nach. Das ist wie mit dem Antisemitismus, mit dem übersteigerten Selbstwertgefühl der Amerikaner. Vor 40 Jahren war die Welt scheiße, oder vor 60 -- heute schreien alle hurra, dabei ist sie heute nicht besser -- und vor allen Dingen leben die Leute von vor 40/60 Jahren noch -- und geben ihr schlechtes Gedankengut weiter... Die haben ja ihre Weltansicht nicht geändert.

In "Schöne neue Welt" wird den Neuerschaffenen immer gleich das Gedankengut mitgegeben. Das kann sich freilich noch verändern, aber am Anfang ist es eben noch systemtreu und das bleibt es meistens auch. Du hast Recht damit. Wenn man sich die Gedankenkranken ansieht, dann hat man zwei Möglichkeiten: 1. Man wartet, bis sie von selbst drauf kommen. (ideal) 2. Man zwingt ihnen Meinungen auf. (real) Ich könnte mich mit beidem anfreunden. Mit dem ersten, weil es in meinen Augen richtig erscheint und besser und länger funktioniert; mit dem zweiten, weil es noch zu meinen Lebzeiten passieren könnte. (Es wäre zwar ein besseres System für alle, aber die Menschen würden das nicht erkennen und dann gäb's wieder Konflikte.)

Tja, dass du es noch erleben willst, versteh ich -- dass du deshalb aus Egoismus deine Meinung aufzwingen willst, obwohl du weißt, dass das eher kontraproduktiv ist, finde ich nicht so... gut.

Es ist nicht Egoismus, es wäre ja für alle besser, in so einem System zu leben. Ich denke dabei also an das Wohl aller. [...] Wenn sie das nicht verstehen, weil sie zu ungebildet oder unerleuchtet sind, dann ist das ihr Problem.

Ja, aber du sagst selbst, dass der Mensch nicht verstehen würde, dass das System besser ist zum Einen, es dann wieder Konflikte gäbe, das System den Bach runterginge und Generationen von Kindern eingeimpft würde: Kommunismus ist böse! Zum Anderen bringt es nicht viel, in deinem beschränkten Umfeld etwas zu tun -- Kommunismus müsste schon global sein.

Ich rede hier erst mal immer noch vom Sozialismus. Und den kann man auch auf staatlicher Ebene umsetzen.

[...]

Wie es bereits bewiesen wurde... Und wenn du jetzt an irgendwelche Menschenrechtsverletzungen denkst, so wie es immer alle tun, dann möchte ich noch anmerken, dass ich sehr viel von den Menschenrechten halte und Verstöße nicht im Sinne habe. Freie Presse fällt ja nicht unter Menschenrechte und freie Meinungsäußerung wird eh nur in bestimmtem Maße zugelassen.

[...]

Es ist eine gewöhnliche Reaktion, an das Schlechte zu denken. Ich hatte auch schon sehr ausführliche Gespräche mit anderen Leuten [...] und auch diese sind der Ansicht, dass es der Sozialismus oder Kommunismus ist, der das Beste für alle ist. Aber er funktioniert nur perfekt, wenn er von den Menschen selbst kommt und dazu sind sie noch nicht bereit.

Ich kenne [jdn.], auch so eine rote Socke, aber... [...] Also du zählst dich eher zur Aristokratie. Er sieht sich voll und ganz als Proletariat, ist eher kämpferisch drauf, Sozialismus um jeden Preis [...]. Er ist dir ziemlich entgegengesetzt, obwohl ihr etwa das gleiche Namensziel habt.


Ich möchte keinen Sozialismus durch eine terroristische Revolution, nein.

Donnerstag, 28. November 2013

Konfliktfreie Gesellschaft

Eine Gesellschaft heißt "tote Gesellschaft", wenn es keine sozialen Konflikte mehr innerhalb dieser Gesellschaft gibt. Konflikte sind "eine unvermeidbare und für den sozialen Wandel notwendige Begleiterscheinung des Zusammenlebens in allen Gesellschaften." (Ropers, S. 11) Der Begriff ist absichtlich negativ klingend gewählt; er soll ausdrücken, dass alle Menschen mit dem bestehenden System zufrieden sind und niemand mehr Kritik übt. Doch ist eine solche, tote Gesellschaft wirklich etwas Negatives? In welcher Gesellschaft gibt es keine sozialen Konflikte? Wer da nicht an Marx denkt! Im Kommunismus natürlich. Ihn beschreibt Marx als die Gesellschaftsform, die am Ende steht. Die kommt, nachdem der Kapitalismus in all seinen Formen besiegt wurde, als Nachfolger des Sozialismus. Keine Konflikte, Auseinandersetzungen, Kriege. (Zu welchem Preise? Das sei mal ein anderes paar Schuhe.) Hat eine tote Gesellschaft da wirklich diesen unschönen Namen verdient? Konflikte sind nötig, ja, aber nur bis eine konfliktfreie Gesellschaft, der Kommunismus, erreicht ist. Es ist ersichtlich, dass der Kommunismus zwangsläufig kommen wird, denn solange es soziale Ungerechtigkeit und Unzufriedenheit gibt, ja, selbst solange es unterschiedliche Meinungen und Ansichten gibt, wird es auch Konflikte geben. Und alle Welt will Konflikte lösen.

Montag, 25. November 2013

HTML-Experiment

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Viel Spaß damit! ;-)

Sonntag, 24. November 2013

In Bárg

Hei'r sé Nachmeddoch warn á Freindin unn ich in Bárg unn hán Schpuurt gétriim, do hán m'r auf ämol á Meng Wiildsei béabsolvirt, wu fömpfzáh Met'r an uns vurbei kommé sänn. Zeärscht ho ich net wäßkricht, däss dos Sei sänn, wál ich ner in Tiirné ihré Reckn gésänné ho. Di Tiir sänn dán Schteich nauf gérammlt, wu mir á Värtléschton frih'r no gélafn sänn -- dos war fei hisch géfáhrlich!

Geister u. ä.

Gibt es etwas Übernatürliches/-sinnliches? Wer viele Filme schaut und Bücher liest, wird um diese Frage nicht herumkommen. Ich spreche nicht von utopischer Wissenschaft, die uns nur als übernatürlich vorkommt, da wir sie nicht ganz verstehen, nein, ich rede vom durch jegliche Wissenschaft Unerklärbaren. Ob jemand an das Übernatürliche glaubt, muss er für sich klären. Es gibt die einen, die an etwas glauben, bis die Existenz dessen widerlegt wurde, und die anderen, die nicht an etwas glauben, bis die Existenz bewiesen wurde. Und die Existenz vom Übersinnlichen wurde weder bewiesen noch widerlegt. Es gibt lediglich etliche dokumentierte Fälle von paranormalen Ereignissen. Doch reichen solche Beispiele den meisten Leuten als Beweis nicht aus. Manche glauben auch erst daran, wenn sie es am eigenen Leibe erfahren haben.

Samstag, 23. November 2013

18. Geburtstagsfeier / 18. caeremonia diei natalis

Lasagne ist schon etwas Feines. Besonders, wenn man sie selber macht! Meine Geschenke möchte ich jetzt natürlich nicht aufzählen -- das wäre ja langweilig... ;-)
Wir schauten uns u. a. den russischen Film "White Tiger" an. Es ging um einen deutschen Geisterpanzer, der immer wieder aus dem Hinterhalt auftaucht und russische Panzer zerstört.

Laganum aliquid delicatum est. Prime, si id ipse facit! Silicet meas donas enumerare nun refuto -- illud odiosum esset... ;-)
Russiam pelliculam "White Tiger" i. a. spectabamus. Agitur Germanum currum armatum  larualem iterum atque iterum ex insidiis renare et Russius currus armaturus delere.

Mittwoch, 20. November 2013

18 jaroj! / 18 Jahre!

Fine dek ok! Plenkreska esti estas mojosa! Nun mi povas fari tiel mutajn aĵojn; nur por nomi kelkajn:
  • plene negocoagkapable agi,
  • kun la fajrobrigado eliri,
  • fortan alkoholon aĉeti,
  • leĝe kun maturaj virinoj amari ;-)
  • ...
Tio estas la tago, por kio mi atendis jam longe. Mi nun estas plenaĝa kaj neniu povas nuligi tion! Mia junaĝo troviĝas post mi; mi fartas mem libere.

Jen kukon por miaj kunlernantoj, keston da biero por miaj fajrobrigadaj kameradoj, vespermanĝon por la Juna Komunumo kaj feston por miaj amikoj.

Mia kunlernanto kaj bonamiko hodiaŭ ankaŭ havas naskiĝtagon, vendrede ni festos.

Adiaŭ neplenaĝec'! Tio estas unu de la feliĉaj tagoj de mia vivo!



Endlich achtzehn! Erwachsen sein ist krass! Jetzt kann ich endlich so viele Dinge tun; nur um ein paar zu nennen:
  • voll geschäftsfähig handeln,
  • mit der Feuerwehr ausrücken,
  • starken Alkohol kaufen,
  • legal mit älteren Frauen schlafen ;-)
  • ...
Das ist der Tag, auf den ich so lange gewartet habe. Ich bin jetzt volljährig und niemand kann das rückgängig machen! Meine Jugend liegt hinter mir; ich fühle mich frei.

Es gibt Kuchen für meine Mitschüler, einen Kasten Bier für meine Feuerwehrkameraden, Abendessen für die Junge Gemeinde und eine Fete für meine Freunde.

Mein Mitschüler und guter Freund hat heute auch Geburtstag, am Freitag werden wir feiern.

Mach's gut Minderjährigkeit! Das ist einer der glücklichsten Tage meines Lebens!

Montag, 18. November 2013

Balo / 舞会

Ekzistas apenaŭ io pli belo ol balo. Dimanĉe vespere estis la aŭtuna balo en la Popola Domo. Oni renkontas oldajn kaj maloldajn konatulojn, povas observi la novajn prezentdancantojn kaj dancas mem dum la duona nokto. Multaj de miaj geamikoj havis finan balon de ilia baza kurso kaj ni havis multan amuzon. Mi dancis kun multaj diversaj knabinoj, unu plej beleta ol la alia, sed la plej beleta estis mia danca partnerino. Valso, sambo, fokstroto, diskofokso, la fina busstopo k. m. p. -- ĉio ĉeestis!

几乎不有一点儿更漂亮比一个舞会。在星期天晚上是了秋天舞会在人民房子。遇见亲密和新密熟人们,会看见新演舞者们,自己舞晚上的一半。多我的朋友们有了他们的基础课的毕业舞会,我们很开了心。我与多不同姑娘们舞了,一个比其她更漂亮,但是最漂亮是了我的女舞伴。华尔兹、桑巴、狐步、捷舞、最终汽车站舞和更多——一切都在了座!

Sonntag, 17. November 2013

Warum? / Why?

Deutschland ist ein Sozialstaat mit einer sozialen Marktwirtschaft. Diese Selbstbezeichnung macht deutlich, dass der Staat und nicht der Bürger das soziale Element der Gesellschaft ist. Da die Menschen nicht erkennen, dass es sich miteinander besser als gegeneinander lebt, da sie sich nicht nur das nehmen, was sie brauchen, da sie im Konkurrenzdenken handeln und nicht von sich aus sozial sein wollen, darum muss der Staat ihnen die Sozialität aufzwingen.
Warum können wir nicht einfach alle Freunde sein? Anstatt dem Materialismus und dem Kapitalismus, der Habsucht und dem Geize, zu verfallen, könnten wir uns doch alle gegenseitig helfen -- oder nicht? Werden denn am Ende eines Lebens diejenigen von Gott belohnt, die möglichst viel Material und Kapital angehäuft und möglichst viele Menschen zur Armut verdammt haben? Was nützt einem all der Besitz, all das Geld, wenn andere Menschen gar nichts haben? Warum fällt teilen so schwer? Warum lebe ich in einer Welt, in der ich mir diese Fragen stellen muss?


Germany is a social state with a social market economy. This self-designation makes clear that the state and not the citizen is the social element of the society. Because the people don't realise that it's a better life with each other than against each other, because they don't take just what they need, because they act influenced by the competitive thinking and don't want to be social of their own accord, therefore the state must force them on sociality.
Why can't we all just be friends? Instead of falling for the materialism and the capitalism, the greed and the avarice, we could help us another -- couldn't we? Do all those get rewarded by god at a life's end, who have amassed material and capital and ruined people as most as possible? What's the use of all the property, all the money, when other people have nothing? Why does sharing be that difficult? Why do I live in a world, in which I have to ask myself this questions?

Donnerstag, 14. November 2013

Dienstag, 12. November 2013

Gibt es selbstlose Taten?

Thomas Hobbes, englischer Staatsphilosoph, sah das anders: Der Mensch strebe nach Macht und Selbsterhaltung. Sein Naturrecht sei das Recht auf alles, also absolute Freiheit. Der Naturzustand sei demzufolge, ich zitiere, "bellum omnium contra omnes". Es gebe also im Naturzustande keinen Frieden und keine Sicherheit. Damit es aber Frieden gebe, welcher auch der Selbsterhaltung diene, geben die Menschen einen Teil ihrer Freiheit ab und unterwerfen sich einem Herrscher / einer Herrschergruppe (Gesellschaftsvertrag). Das letzte hat aber nichts mehr mit meiner Fragestellung zu tun. Hobbes meint, dass ein Mensch alles nur für sich tue; er sieht, wie viele seiner Zeit auch, nur das Schlechte, das Egoistische, das Materialistische im Menschen. Und ich setze dagegen, dass es auch Menschen gibt, die selbstlose Taten, d. h. für sie keinen aber für andere Nutzen bringende Taten, vollbringen. Im Endeffekt leben Hobbes und ich aber in zwei völlig verschiedenen Zeitaltern. Zu Hobbes' Zeit war das soziale Engagement viel geringer als heute, da es den Menschen schlechter ging und sie Existenzängste haben mussten. Außerdem gab es dauernd Kriege.
Natürlich gibt es heute immer noch Materialisten bzw. Kapitalisten (nach Adam Smith), die nur materielle Dinge und Kapital im Kopfe haben. Doch es gibt und es gab auch -- heute mehr als früher -- Menschen, die bereit sind, uneigennützig, selbstlos zu helfen. So sind bspw. im Katastrophenschutze über eine Million freiwillige Hilfskräfte tätig; dazu kommen weitere Ehrenämter aller Art; es gibt viele Menschen, die spenden -- und damit meine ich nicht nur die, die vor laufender Kamera einen fetten Scheck überstellen.
Freiwillige Arbeit zum Wohle der Gesellschaft entlastet nicht nur den Staat an einigen Stellen (sofern es sich um einen Sozialstaat handelt und der Staat soziale Aufgaben übernimmt), sondern es macht die Gesellschaft sozialer, d. h. gesellschaftlicher. Wenn alle so denken und handeln würden, hätten wir einen Sozialismus. Keinen Realsozialismus, d. h. einen vom Staate aufgedrängten, sondern einen Idealsozialismus. Doch wie es das Wort schon beschreibt, wird es den auf staatlicher Ebene nicht geben, da Egoisten, Materialisten, Kapitalisten, Imperialisten und der Rest der Familie nicht in absehbarer Zeit verschwinden werden.
An dieser Stelle möchte ich allen Menschen, die sich für ein Miteinander statt Gegeneinander einbringen, ein Lob aussprechen.
Wer Hobbes und seine Aussage vom Kriege aller gegen alle für aktuell erklärt, liegt falsch.

Sonntag, 10. November 2013

Martinstag

Heute zum Abendessen gab es Gans. Aber zu den Leuten, die ständig posten, was sie essen, möchte ich natürlich nicht gehören. Ich möchte lieber den Nichtchristen unter uns erzählen, warum zum St.-Martinstage Gans auf den Tisch kommt.
Als Martin von Tours in der gleichnamigen Stadt von den Einwohnern zum Bischofe ernannt werden sollte, versteckte dieser sich in einem Gänsestalle, weil er sich des Amtes unwürdig empfand. Doch die aufgeschreckten Gänse verrieten ihn durch lautes Schnattern und er musste das Bischofsamt antreten. Zur Strafe essen die Christen jedes Jahr Gänse. (Den letzten Satz nicht zu ernst nehmen. ;-))
Außerdem beginnt jährlich am 11. November die Fastenzeit. Und Karneval ist carne vale! ("Fleisch ade!"); da bietet es sich doch an, einen Tag vor der Fleischwegnahme noch einmal ordentlich reinzuhauen...

Das Wort Gans gehört übrigens zum ältesten Bestande der indogermanischen Ursprache. So findet man die Wortwurzel in Indogermanisch *ǵʰans-, Altgriechisch χήν, Latein anser, Altenglisch gos, Englisch goose, Alt- und Mittelhochdeutsch gans, Deutsch Gans sowie Esperanto ansero.

Samstag, 9. November 2013

O.s 18. Geburtstag

Gestern O.s 18. Geburtstag! Viele alte und neue Bekannte getroffen, reichlich gegessen, getrunken, debattiert und diskutiert. Ja, es ist erstaunlich, dass sich jedes Mal auf O.s Geburtstag über Politik, Wirtschaft und Soziales ausgetauscht wird... Was habe ich geschenkt? Natürlich eine My-Little-Pony-Federmappe für unseren Bronie! Heute mit Russkij Standart im Blute den ATG-Lehrgang besucht.

"Jeder, der eine Waffe in die Hand nimmt, um zu kämpfen -- aus welchen Gründen auch immer --, nimmt das Risiko in Kauf, getötet zu werden."

Donnerstag, 7. November 2013

"Don't Worry, Be Happy"


Das Lied und das Musikvideo haben mich jetzt nicht über alle Maße in Begeisterung versetzt, aber ich fand es trotzdem ganz nett. Die breiten Massen muss es allerdings angesprochen haben, denn alle Welt kennt und liebt dieses Lied. Außerdem habe ich eine Version mit singenden Keksen gefunden:^^


Auf Wikipedia kann man nachlesen, dass der Liedtext auf einem Zitate von einem Hindu beruht. Genauer gesagt auf dessen letzten Worten, bevor er ein Schweigegelübde ablegte und 44 Jahre lang (bis zu seinem Tode) schwieg. Seinen Namen muss ich jetzt allerdings nachschlagen... Meher Baba.
Also dann: "Sorgt euch nicht, seid glücklich!"

Was ist der Unterschied zwischen erfahren sein und weise sein?

Der Unterschied zwischen "erfahren" und "weise" liegt per Definition darin, dass
  • "erfahren" reich an den in der Praxis erworbenen Kenntnissen und
  • "weise" reich an Wissen und Lebenserfahrung
bedeuten. (Wenn man es auf eine Person bezieht; eine Handlung kann auch "weise" sein, dann ist sie von viel Wissen und Lebenserfahrung zeugend.)
Aber Moment mal! Da steckt doch "erfahren" in Lebenserfahrung... Die Begriffe Wissen und Kenntnisse seien gleichgesetzt. So hieße das, dass Weisheit Erfahrung beinhaltet, dass Erfahrung eine Teilmenge von Weisheit ist. Weisheit beruht auf Wissen und Erfahrung auf praktisch erworbenem Wissen.
Ein Philosoph, der sein Leben lang Bücher liest, ist weise.
Ein Handwerker, der sein Leben lang Dinge repariert, ist erfahren.
Natürlich kann ein Philosoph auch erfahren und ein Handwerker weise sein.

Dienstag, 5. November 2013

Sind das deutsche "Pöbel" und das englische "peeple" verwandt?

Diese Frage lässt sich mit einem Blicke ins Etymologienwörterbuch schnell beantworten: Ja, sind sie. Beide kommen vom französischen Worte "peuple", welches auch von dem lateinischen "populus" abstammt.

Montag, 4. November 2013

Copper ball

Today I met the following problem:

A copper ball gets dropped and hits the ground with a temperature of 600°C. Which start height did it have if its start temperature is 0°C?

energy balance: Epot = Ekin + Etherm

m · g · y0 = ½ · m · v2 + m · cCu · ΔT

g · y0 = ½ · v2 + cCu · ΔT

g · y0 = ½ · (g · t)2 + cCu · ΔT

g · y0 = ½ · (g · √[2 · (y1 - y0) · g-1])2 + cCu · ΔT

g · y0 = ½ · g2 · 2 · (y1 - y0) · g-1 + cCu · ΔT

g · y0 = g · (y1 - y0) + cCu · ΔT

g · y0 = g · y1 - g · y0 + cCu · ΔT

2 · g · y0 = g · y1 + cCu · ΔT

y0 = (g · y1 + cCu · ΔT) · (2 · g)-1

y0 = (9,81 m · s-2 · 0 m + 0,39 J · g-1 · K-1 · 600 K) · (2 · 9,81 m · s-2)-1

y0 = (0,39 J · g-1 · K-1 · 600 K) · (2 · 9,81 m · s-2)-1

y0 = 11,9 m

The start height was 11,9 m.

So if you let fall a copper ball from your twelve metres high roof it will get a temperature of more than 600 degrees.

... Really? That's a little bit too hot for twelve metres height, isn't it? The next calculation includes the air resistance.

m · g · y0 = ½ · m · v2 + m · cCu · ΔT

g · y0 = ½ · v2 + cCu · ΔT

g · y0 = ½ · FR · (½ · cW · A · ρ)-1 + cCu · ΔT

g · y0 = m · g · (cW · A · ρ)-1 + cCu · ΔT

g · y0 = V · ρCu · g · (cW · A · ρ)-1 + cCu · ΔT

g · y0 = ¾-1 · r · ρCu · g · (cW · ρ)-1 + cCu · ΔT | r = 1 cm

y0 = ¾-1 · r · ρCu · (cW · ρ)-1 + cCu · ΔT · g-1

y0 = ¾-1 · 0,01 m · 8960 kg · m-3 · (0,45 · 1,29 kg · m-3)-1 + 0,39 J · g-1 · K-1 · 600 K · (9,81 m · s-2)-1

y0 = 229,7 m

The start height was 229,7 m.

This result may be a bit more realistic. But mind that the copper ball emits thermal energy the whole time (the air cools it). So a heating onto this temperature isn't realistic at all.

Sonntag, 3. November 2013

German honorative pronouns

Warning: If you are someone who's going to learn German you shouldn't read this article, because you might give up doing it.

The German language has three persons and two numbers. That makes six personal pronouns:

   sg.   pl.
1.   ich   wir
2.   du   ihr
3.   er, sie, es   sie
      
   sg.   pl.
1.   I   we
2.   you   you
3.   he, she, it   they

The 3rd pers. sg. f. personal pronoun and the 3rd pers. pl. personal pronoun are equal.

In English you call your opponent by the pronoun "you"; in German it is "du", but you can also use another pronoun to be polite. If you use a personal pronoun as a honorative pronoun, it and its derivated forms have to be written with a capital letter to be not confused with the original meaning.

Sample text, with the familiar address: du
Have you read the book?
Hast du das Buch gelesen?

The address by the 2nd pers. pl. as honorative was in use until the twentieth century: Ihr
It was used by the nobility. You will find it in old texts.
Habt Ihr das Buch gelesen?

The address by th3rd pers. pl. as honorative is in use since the twentieth century: Sie
It is the standard honorative pronoun today.
Haben Sie das Buch gelesen?

The address by th3rd pers. sg. as honorative is in use since the nineteenth century: Er, Sie
Today its common is rare. Some people use it when don't know if they shall use the familiar du or the polite Sie. It's also used in some German dialects instead of Sie.
Hat Er das Buch gelesen?
Hat Sie das Buch gelesen?

The personal pronoun du can be used as a honorative (in letters), too. Then it's wrote with a capital letter.
Hast Du das Buch gelesen?

You see, in German there're enough ways to ask: "Have you read the book?"

But those are just the formal forms. There're some colloquial, elided forms, too:
Haste das Buch gelesen? / Haste's Buch gelesen? instead of Hast du/Du das Buch gelesen?
Haben S' das Buch gelesen? / Haben Sie's Buch gelesen? instead of Haben Sie das Buch gelesen?
Hat'r/Hatter das Buch gelesen? / Hat'r's/Hatter's Buch gelesen? instead of Hat Er das Buch gelesen?

Samstag, 2. November 2013

Die Mumie

Bei der letzten Filmenacht haben wir uns u. a. die Die-Mumie-Trilogie angeschaut. In den ersten beiden Filmen geht es um die ägyptische Mumie Imhotep, welche bis auf den Namen nichts mit der historischen Persönlichkeit zu tun hat. Der dritte Film spielt hingegen in China und handelt von Qin Shihuangdis (chinesisch: 秦始皇帝) Wiedererweckung von den Toten. Für alle, die es nicht wissen: Unter Qin Shihuangdis Herrschaft wurde die Terrakotta-Armee gebaut. Im Filme wurde die Existenz der Terrakotta-Armee allerdings damit erklärt, dass eine Hexe den Kaiser und seine Armee verflucht hatte und diese daraufhin zu Ton erstarrten. Diese fiktive Idee finde ich im Gegensatze zu der Annahme, dass jemand um 210 v. Chr. tausende lebensgroße Terrakotta-Soldaten gebaut haben soll, gar nicht so abwegig. Denn wer macht denn so was?

Freitag, 1. November 2013

Seminarfacharbeit

Als ich heute die Buchbinderei verlassen und einen Karton unter dem Arme hatte, spürte ich es: Das Ende ist nah! Und das im positiven Sinne. Denn in dem Karton befanden sich fünf Exemplare unserer (wir waren zu dritt) Seminarfacharbeit. Anderthalb Jahre, 95 Seiten Papier und ein gutes Forschungsergebnis. -- Das macht einen schon stolz.
"Ein dehnbares optisches Gitter" lautet der kurze und bündige Titel. Mehr dazu kommt dann nach der Veröffentlichung -- die uns ja auch noch bevorsteht.

Mein Blog


Innerhalb eines Tages habe ich ihn aus dem Boden gestampft und er wurde schon von 136 Besuchern gesehen. Das Grundgerüst steht nun erst einmal. Als Nächstes werde ich mich um den Ausbau der fremdsprachigen Elemente kümmern. Zumindest gibt es jetzt schon die Varianten "Tilly Dös Blog", "Tilly Do's Blog", "Tilly Doenis Blog", "Tilly Dœes Blogom" sowie "德谛利的网志" und "德諦利的網誌" (Dé Dìlì de wǎngzhì). Außerdem habe ich schon ein paar Beiträge geschrieben; in den Ferien hat man ja die Zeit für so was.
Ich geh ins Bett. Gute N8!

Speznas

Beim Musikhören auf YouTube bin ich auf dieses Bild gestoßen: http://images3.alphacoders.com/121/121575.jpg. Bei dem Lied handelte es sich um "Blitzkrieg" von Audiomachine, aber ich möchte an dieser Stelle nicht über einen Blitzkrieg schreiben. -- Und ja, ich höre Audiomachine.
Das Bild stammt aus dem Computerspiele "Tom Clancy's EndWar" und bildet russische Soldaten ab. Die Welt, wie Clancy sie beschreibt und wie sie in diesem Spiele aufgegriffen wird, befindet sich in nicht allzu ferner Zukunft. Dort gibt es die drei Supermächte Vereinigte Staaten von Amerika, Europäische Föderation, der Nachfolger der EU, und Russland, welches nun, nachdem die arabischen Staaten sich gegenseitig mit Atomwaffen zerbombt haben, die größten Ölvorkommen besitzt. Alle drei befinden sich im Krieg (was sich für ein Kriegsspiel anbietet). Die ganze Thematik erscheint mir sehr interessant, aber ich werde mir wohl eher das Buch als das Spiel zulegen...
Wenn ich das so lese, kommt mir natürlich die Frage, ob es in zehn Jahren in unserem Universum wohl genauso aussehen wird. Wo werde ich dann sein? Denkt ihr Leser ruhig auch mal darüber nach! ;-)
Ich glaube nicht, dass wir uns schon so bald in einer solchen Welt wiederfinden werden. Aber das dachten die Leute auf dem Bilde, bevor sich die Araber mit Nuklearwaffen beschossen, vielleicht auch nicht.
Europäische Föderation? Das wäre ja mal ein Fortschritt! Immerhin geht die Entwicklung ja gerade in die andere Richtung: eine einheitliche Verfassung will keiner, einheitliche Streitkräfte, Gerichte usw. gibt es nicht, alle wollen Eigenständigkeit, Großbritannien droht mit dem Austritte... Aber aus der Not heraus ist eine EF schon denkbar -- zumindest für mich.
Angesichts der Tatsache, dass ich bei der Feuerwehr bin und unsere Wache speziell für ABC-Einsätze ausgerüstet ist, ist die Vorstellung von mir ein einem solchen Anzuge gar nicht so abwegig. Warum sollte die Armee nicht einfach die Leute, die mit so was umgehen können, in die Schutzanzüge stecken und ihnen Waffen in die Hände drücken?
Immerhin hat das Ganze einen Vorteil: Es sieht wahnsinnig krass aus!
"Speznas" (russ. "Спецназ") ist übrigens der Name der abgebildeten russischen Spezialeinheit, die es auch schon heute gibt.