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Donnerstag, 31. Oktober 2013

Was heißt Demokratie? Teil I

Diese Frage stellte uns unsere Sozialkundelehrerin und hab uns zwei Quellen, eine von James Madison und eine von Hubert Kleinert, zu lesen. (Meine Interpretation sollte aber auch ohne die Texte verständlich sein.)
Zu Madison schrieb ich Folgendes:

James Madison war ein Befürworter der Republik. Die Regierungsformen Republik und Demokratie unterscheiden sich voneinander u. a. darin, dass die Regierungsverantwortung in einer Republik bei einer kleinen Anzahl von Bürgern liegt, die demokratisch gewählt werden, und in einer Demokratie bei allen Bürgern in gleichem Maße. Im Federalist Nr. 10 führt Madison als zweiten Unterscheidungspunkt die Anzahl der Bürger selbst auf. Diese sei bei einer Republik deutlich größer als bei einer Demokratie. Das ist logisch, da bei weniger Bürgen weniger ideologische Strömungen existieren, die vertreten werden müssen. In der Quelle M 1 geht Madison auf den Unterschied in der Art der Gesetzgebung ein, der entsteht, wenn nicht alle sondern nur gewählte Bürger die Regierungsverantwortung haben, d. h. die Gesetze machen. In einer Republik könne es passieren, dass die Gesetzgebung eher dem Wohle der Allgemeinheit dient, als in einer Demokratie. Das läge daran, dass gewählte Vertreter meist zusätzliche Eigenschaften wie Patriotismus und Gerechtigkeitsliebe aufweisen, die sie in ihren Entscheidungen beeinflussen, wohingegen der einfache Bürger selbst eher nach seinem eigenen Vorteil entscheidet. Ein von mir selbst gewähltes Beispiel soll das belegen: Wenn darüber entschieden werden soll, ob die Kameraüberwachung auf öffentlichen Plätzen ausgebaut werden soll, wird dieses Vorhaben in einer direkten Demokratie vermutlich eher abgelehnt, da sich jeder Bürger selbst in seiner Privatsphäre verletzt fühlen würde und nicht überwacht werden möchte. In einer Republik hingehen läge die Entscheidung über ein entsprechendes Gesetz bei gewählten Vertretern, die jeder für sich wahrscheinlich auch nicht überwacht werden möchten, aber das wahre Interesse ihres Landes, also die Sicherheit durch Überwachung, erkennen würden. Da zweiteres System, also die Republik, besser für das Wohl der Allgemeinheit ist, bezeichnet sie Madison als „Heilung“. Die Auswirkung dieses Heilmittels bestehe darin, dass die öffentliche Meinung (z. B. zum Thema Kameraüberwachung) geläutert und erweitert werde („Sicherheit durch Überwachung“ anstatt „kein Überwachungsstaat“). Neben Madison gab und gibt es natürlich auch andere politische Theoretiker, die die Ansicht vertreten, dass eine Demokratie besser den Willen des Volkes widerspiegle bzw. umsetzen könne als eine Republik. Vermutlich, da diese Theoretiker sich auf den direkten Willen (eigenes Wohlergehen / egoistische Interessen) beziehen und Madison auf den indirekten Willen (allgemeines Wohlergehen / sozialistische Interessen) Bezug nimmt. So behauptet er, dass sich die Bürger eines Staates keineswegs in ihren Meinungen, also auch ihrer Meinung darüber, was das Beste für das Volk ist, ähnlicher werden, wenn man ihnen die gleichen politischen Rechte gibt.

Und wagt's euch ja nicht, eure Hausaufgaben hier abzuschreiben und den Verweis auf die Quelle zu vergessen! ;-)

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